Zu Hauptinhalt springen

UR Newsroom


Social Media-Kanäle der UR

 

Facebook Instagram Twitter Youtube-logo Xing-logo

Meldungen aus der Forschung


„Böse neue Welt“

Veröffentlichungsdatum 24. März 2022
Cicero | Titelgeschichte

„Böse neue Welt“ lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des Politmagazins „Cicero“. Der Regensburger Professor für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen, Dr. Stephan Bierling, ist der Autor des gleichnamigen Titelbeitrags

In seinem siebenseitigen Artikel vertritt Bierling die Meinung, dass der Überfall russischer Truppen auf die Ukraine eine Zeitenwende darstellt: Die Zwischenkriegszeit sei beendet, so Bierling. Das bedeute nicht nur einen Umbruch für die politische Lage im Osten oder in Europa allgemein, sondern auch speziell in Deutschland. Laut Bierling brachte die Regierungserklärung, die Bundeskanzler Olaf Scholz Ende Februar abgab, „die dramatischste sicherheitspolitische Wende in der Geschichte der Bundespolitik“ mit sich. „Es ist bitter, dass es Putins Überfall auf die Ukraine und massiven Druck der Bündnispartner brauchte, um Deutschland in die Realität internationaler Politik im 21. Jahrhundert zu katapultieren“, so Bierling wörtlich.


Das Versagen der deutschen Außenpolitik sieht der Politikwissenschaftler also vor allem darin, dass alles, was gerade in Bezug auf die Krise mit Russland und in der Ukraine passiert, „über ein völlig unvorbereitetes Deutschland hereinbricht“. Deutschland sei nach dem Fall der Mauer in den frühen Neunzigern sozusagen eingeschlafen und wirke nun völlig davon überfordert, dass die Welt in der Zwischenzeit nicht stehen geblieben sei.

Auch die Medien nimmt Bierling in seinem Artikel in die Pflicht, denn nicht zuletzt die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hätten in den vergangenen Jahren ihre Aufmerksamkeit überdurchschnittlich stark auf sogenannte „weiche Themen“ konzentriert, sowie – natürlich – auf Corona, und dabei außenpolitische Fragen aus dem Blick verloren. Und schließlich passiere auch an den deutschen Universitäten zu wenig, wenn es um internationale Politik gehe, kritisiert der Professor seinen eigenen Wirkungsbereich. Auch von dort seien kaum Impulse zu erwarten: „In Deutschland marginalisieren sich die wenigen Internationale-Politik-Professoren meist noch selbst, weil sie sich mit immer ausgefeilteren Methoden und Theorien und immer unverständlichen Begriffen auf immer kleinteiligere Probleme stürzen“, so Bierling.

Ganz so düster schließt der Regensburger Wissenschaftler seine Überlegungen dann aber doch nicht: Die Reaktionen auf Putins Überfall auf die Ukraine – ob kurzfristig freigegebene Milliardenhaushalte oder eingefrorene Oligarchen-Vermögen - zeigten: „Es steckt noch Leben im Westen“. Dadurch, dass er die Welt wachgerüttelt hat, habe Putin mehr für die NATO und die Geschlossenheit des Westens getan, als es eine Gipfelerklärung jemals vermocht hätte. Und nun liege es an Berlin zu beweisen, dass dieser so plötzlich vollzogene Wandel in unserem Land von Dauer ist.

Meldungen aus dem Präsidium

„Böse neue Welt“

Veröffentlichungsdatum 24. März 2022
Cicero | Titelgeschichte

„Böse neue Welt“ lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des Politmagazins „Cicero“. Der Regensburger Professor für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen, Dr. Stephan Bierling, ist der Autor des gleichnamigen Titelbeitrags

In seinem siebenseitigen Artikel vertritt Bierling die Meinung, dass der Überfall russischer Truppen auf die Ukraine eine Zeitenwende darstellt: Die Zwischenkriegszeit sei beendet, so Bierling. Das bedeute nicht nur einen Umbruch für die politische Lage im Osten oder in Europa allgemein, sondern auch speziell in Deutschland. Laut Bierling brachte die Regierungserklärung, die Bundeskanzler Olaf Scholz Ende Februar abgab, „die dramatischste sicherheitspolitische Wende in der Geschichte der Bundespolitik“ mit sich. „Es ist bitter, dass es Putins Überfall auf die Ukraine und massiven Druck der Bündnispartner brauchte, um Deutschland in die Realität internationaler Politik im 21. Jahrhundert zu katapultieren“, so Bierling wörtlich.


Das Versagen der deutschen Außenpolitik sieht der Politikwissenschaftler also vor allem darin, dass alles, was gerade in Bezug auf die Krise mit Russland und in der Ukraine passiert, „über ein völlig unvorbereitetes Deutschland hereinbricht“. Deutschland sei nach dem Fall der Mauer in den frühen Neunzigern sozusagen eingeschlafen und wirke nun völlig davon überfordert, dass die Welt in der Zwischenzeit nicht stehen geblieben sei.

Auch die Medien nimmt Bierling in seinem Artikel in die Pflicht, denn nicht zuletzt die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hätten in den vergangenen Jahren ihre Aufmerksamkeit überdurchschnittlich stark auf sogenannte „weiche Themen“ konzentriert, sowie – natürlich – auf Corona, und dabei außenpolitische Fragen aus dem Blick verloren. Und schließlich passiere auch an den deutschen Universitäten zu wenig, wenn es um internationale Politik gehe, kritisiert der Professor seinen eigenen Wirkungsbereich. Auch von dort seien kaum Impulse zu erwarten: „In Deutschland marginalisieren sich die wenigen Internationale-Politik-Professoren meist noch selbst, weil sie sich mit immer ausgefeilteren Methoden und Theorien und immer unverständlichen Begriffen auf immer kleinteiligere Probleme stürzen“, so Bierling.

Ganz so düster schließt der Regensburger Wissenschaftler seine Überlegungen dann aber doch nicht: Die Reaktionen auf Putins Überfall auf die Ukraine – ob kurzfristig freigegebene Milliardenhaushalte oder eingefrorene Oligarchen-Vermögen - zeigten: „Es steckt noch Leben im Westen“. Dadurch, dass er die Welt wachgerüttelt hat, habe Putin mehr für die NATO und die Geschlossenheit des Westens getan, als es eine Gipfelerklärung jemals vermocht hätte. Und nun liege es an Berlin zu beweisen, dass dieser so plötzlich vollzogene Wandel in unserem Land von Dauer ist.

Meldungen über die Menschen an der Universität

„Böse neue Welt“

Veröffentlichungsdatum 24. März 2022
Cicero | Titelgeschichte

„Böse neue Welt“ lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des Politmagazins „Cicero“. Der Regensburger Professor für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen, Dr. Stephan Bierling, ist der Autor des gleichnamigen Titelbeitrags

In seinem siebenseitigen Artikel vertritt Bierling die Meinung, dass der Überfall russischer Truppen auf die Ukraine eine Zeitenwende darstellt: Die Zwischenkriegszeit sei beendet, so Bierling. Das bedeute nicht nur einen Umbruch für die politische Lage im Osten oder in Europa allgemein, sondern auch speziell in Deutschland. Laut Bierling brachte die Regierungserklärung, die Bundeskanzler Olaf Scholz Ende Februar abgab, „die dramatischste sicherheitspolitische Wende in der Geschichte der Bundespolitik“ mit sich. „Es ist bitter, dass es Putins Überfall auf die Ukraine und massiven Druck der Bündnispartner brauchte, um Deutschland in die Realität internationaler Politik im 21. Jahrhundert zu katapultieren“, so Bierling wörtlich.


Das Versagen der deutschen Außenpolitik sieht der Politikwissenschaftler also vor allem darin, dass alles, was gerade in Bezug auf die Krise mit Russland und in der Ukraine passiert, „über ein völlig unvorbereitetes Deutschland hereinbricht“. Deutschland sei nach dem Fall der Mauer in den frühen Neunzigern sozusagen eingeschlafen und wirke nun völlig davon überfordert, dass die Welt in der Zwischenzeit nicht stehen geblieben sei.

Auch die Medien nimmt Bierling in seinem Artikel in die Pflicht, denn nicht zuletzt die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hätten in den vergangenen Jahren ihre Aufmerksamkeit überdurchschnittlich stark auf sogenannte „weiche Themen“ konzentriert, sowie – natürlich – auf Corona, und dabei außenpolitische Fragen aus dem Blick verloren. Und schließlich passiere auch an den deutschen Universitäten zu wenig, wenn es um internationale Politik gehe, kritisiert der Professor seinen eigenen Wirkungsbereich. Auch von dort seien kaum Impulse zu erwarten: „In Deutschland marginalisieren sich die wenigen Internationale-Politik-Professoren meist noch selbst, weil sie sich mit immer ausgefeilteren Methoden und Theorien und immer unverständlichen Begriffen auf immer kleinteiligere Probleme stürzen“, so Bierling.

Ganz so düster schließt der Regensburger Wissenschaftler seine Überlegungen dann aber doch nicht: Die Reaktionen auf Putins Überfall auf die Ukraine – ob kurzfristig freigegebene Milliardenhaushalte oder eingefrorene Oligarchen-Vermögen - zeigten: „Es steckt noch Leben im Westen“. Dadurch, dass er die Welt wachgerüttelt hat, habe Putin mehr für die NATO und die Geschlossenheit des Westens getan, als es eine Gipfelerklärung jemals vermocht hätte. Und nun liege es an Berlin zu beweisen, dass dieser so plötzlich vollzogene Wandel in unserem Land von Dauer ist.

Meldungen aus den Medien über die UR

„Böse neue Welt“

Veröffentlichungsdatum 24. März 2022
Cicero | Titelgeschichte

„Böse neue Welt“ lautet der Titel der aktuellen Ausgabe des Politmagazins „Cicero“. Der Regensburger Professor für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen, Dr. Stephan Bierling, ist der Autor des gleichnamigen Titelbeitrags

In seinem siebenseitigen Artikel vertritt Bierling die Meinung, dass der Überfall russischer Truppen auf die Ukraine eine Zeitenwende darstellt: Die Zwischenkriegszeit sei beendet, so Bierling. Das bedeute nicht nur einen Umbruch für die politische Lage im Osten oder in Europa allgemein, sondern auch speziell in Deutschland. Laut Bierling brachte die Regierungserklärung, die Bundeskanzler Olaf Scholz Ende Februar abgab, „die dramatischste sicherheitspolitische Wende in der Geschichte der Bundespolitik“ mit sich. „Es ist bitter, dass es Putins Überfall auf die Ukraine und massiven Druck der Bündnispartner brauchte, um Deutschland in die Realität internationaler Politik im 21. Jahrhundert zu katapultieren“, so Bierling wörtlich.


Das Versagen der deutschen Außenpolitik sieht der Politikwissenschaftler also vor allem darin, dass alles, was gerade in Bezug auf die Krise mit Russland und in der Ukraine passiert, „über ein völlig unvorbereitetes Deutschland hereinbricht“. Deutschland sei nach dem Fall der Mauer in den frühen Neunzigern sozusagen eingeschlafen und wirke nun völlig davon überfordert, dass die Welt in der Zwischenzeit nicht stehen geblieben sei.

Auch die Medien nimmt Bierling in seinem Artikel in die Pflicht, denn nicht zuletzt die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hätten in den vergangenen Jahren ihre Aufmerksamkeit überdurchschnittlich stark auf sogenannte „weiche Themen“ konzentriert, sowie – natürlich – auf Corona, und dabei außenpolitische Fragen aus dem Blick verloren. Und schließlich passiere auch an den deutschen Universitäten zu wenig, wenn es um internationale Politik gehe, kritisiert der Professor seinen eigenen Wirkungsbereich. Auch von dort seien kaum Impulse zu erwarten: „In Deutschland marginalisieren sich die wenigen Internationale-Politik-Professoren meist noch selbst, weil sie sich mit immer ausgefeilteren Methoden und Theorien und immer unverständlichen Begriffen auf immer kleinteiligere Probleme stürzen“, so Bierling.

Ganz so düster schließt der Regensburger Wissenschaftler seine Überlegungen dann aber doch nicht: Die Reaktionen auf Putins Überfall auf die Ukraine – ob kurzfristig freigegebene Milliardenhaushalte oder eingefrorene Oligarchen-Vermögen - zeigten: „Es steckt noch Leben im Westen“. Dadurch, dass er die Welt wachgerüttelt hat, habe Putin mehr für die NATO und die Geschlossenheit des Westens getan, als es eine Gipfelerklärung jemals vermocht hätte. Und nun liege es an Berlin zu beweisen, dass dieser so plötzlich vollzogene Wandel in unserem Land von Dauer ist.


Kommunikation & Marketing

 

Anschnitt Sommer Ar- 35_