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Zweiter Workshop der Reihe „Emergenz und Gegenwart des Industriellen Erbes der DDR"

Im April 2026 fand im Technikmuseum Magdeburg der zweite Workshop der Reihe „Emergenz und Gegenwart des Industriellen Erbes der DDR" statt. Unter dem Schwerpunkt Interkulturalität und Intergenerationalität diskutierten Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen aus Museen, Forschungsinstituten und kulturellen Initiativen über die Frage, wie industrielles Erbe aus der DDR entsteht, wer es bewahrt und welche Bedeutung es heute hat. Mit Beiträgen aus Magdeburg, Cottbus, Zeitz, Gräfenhainichen / Ferropolis und Zwickau bot der Workshop Einblicke in aktuelle Projekte, die industrielles Erbe nicht nur dokumentieren, sondern als lebendigen Teil gegenwärtiger Aushandlungsprozesse verstehen. Die Workshopreihe wird von Juliane Tomann (Universität Regensburg), Michael Farrenkopf und Torsten Meyer (Deutsches Bergbau-Museum Bochum) organisiert und vom Leibniz-Forschungsverbund „Wert der Vergangenheit" gefördert.

Bild: © Michael Farrenkopf
Bild: © Juliane Tomann
Bild: © Juliane Tomann
Bild: © Juliane Tomann
Bild: © Juliane Tomann

Tagung Geschichte machen und gestalten. Interdisziplinäre Perspektiven auf Doing History

Geschichte ist nicht einfach Vergangenheit, über die berichtet wird. Geschichte wird vielmehr performativ hervorgebracht und entsteht im Hier und Jetzt. Spuren des Vergangenen werden dabei in Narrative eingebettet, interpretiert und verstehbar gemacht und in komplexen kommunikativen Prozessen in unterschiedlichen medialen Formaten in die Welt entlassen, wo sie sich in spezifischen Aneignungskontexten fast eigensinnig entfalten. Die Praxis des Geschichtemachens, das Doing History, ist als eine soziale Praxis zu verstehen, die nicht allein die Arbeit von professionellen Historiker:innen meint, sondern potenziell alle denkbaren Praktiken des Geschichtemachens und sämtliche hieran beteiligten Akteur:innen umfasst. Auch Materialitäten sind hier ausdrücklich miteingeschlossen, denn technologische Implikationen, Gestaltungsqualität und Design haben große Auswirkungen auf die Gestalt und Verbreitung von geschichtlichem Wissen.

Während der Tagung kamen unterschiedliche Perspektiven auf das Doing History zusammen - sowohl theoretische als auch praktische.

Juliane Tomann hat als Teil der Lenkungsgruppe des Projektes das Panel "Performative Geschichtspraktiken“ moderiert.

Hier der Link zum Programm: https://www.conferences.uni-hamburg.de/event/677/ (externer Link, öffnet neues Fenster)

Bild: © Benno Tobler/ Public History Hamburg

Workshop: Die Emergenz des Industriellen Erbes der DDR in den 1990er-Jahren. Bottom-up Initiativen und ihre Aneignungspraktiken 

Oktober 2025, Deutsches Bergbaumuseum, Bochum

Unmittelbar nach 1989 wurde gesellschaftlich und politisch intensiv über die Bewertung der DDR-Vergangenheit und ihre Rolle in der deutschen Geschichte debattiert. Zeitgleich entwickelte sich - eher unbemerkt - in den sogenannten neuen Bundesländern eine intensive Auseinandersetzung mit ihrer industriellen Vergangenheit. Diese wurde bislang von der Forschung weitgehend übersehen, obwohl sie die Entstehung einer Industriekultur im Osten Deutschlands entscheidend prägte. Gemeinsam mit Torsten Meyer und Michael Farrenkopf vom Deutschen Bergbaumuseum in Bochum hat Juliane Tomann im Oktober 2025 einen Workshop organisiert, der diese Aspekte aus der Perspektive der damals aktiv am Entstehungsprozess der Industriekultur im Osten Deutschlands beteiligten Akteur*innen beleuchtet hat.


Regensburger Public History bei European Society for Environmental History Conference 2025

Die Juniorprofessur für Public History war bei der European Society for Environmental History Conference zum Thema Climate Histories (18.–22. August 2025, Uppsala, Schweden) vertreten. Juliane Tomann nahm dort an einem Panel zur “Environmental History of Coal in the Face of Climate Change” teil und erweiterte die Diskussion um die Perspektive des Uranerzbergbaus in Ostdeutschland. In ihrem Vortrag “Contested Grounds. Re-configurations of a Post-Uranium-Mining Landscape in Ronneburg / Germany” rückte sie die Entstehung von nuclear heritage in den Mittelpunkt. Damit leistete sie einen Beitrag zur Frage, wie sich postindustrielle Landschaften unter den Bedingungen des Klimawandels neu konfigurieren und welche erinnerungskulturellen Aushandlungen damit verbunden sind.

© Marta Tomczok
© Marta Tomczok

Juliane Tomann Co-Organisatorin der MSA-Konferenz in Prag

Im Juli 2025 fand die neunte und bisher größte MSA Konferenz statt. Das Thema „Beyond Crises. Resilience and (In)stability“ hat über 1200 Teilnehmer*innen nach Prag gebracht, die in über 400 Sessions, Panels und Kulturveranstaltungen neue Forschungsansätze und aktuelle Projekte in den Memory Studies präsentierten.
Juliane Tomann war als Vorsitzende des Programmausschusses seit 2024 an der Organisation der Konferenz beteiligt. Außerdem hat sie das Panel "Making Sense of Toxic Pasts? Actors and Strategies of Nuclear Heritage Making in Central and Eastern Europe and Beyond“ organisiert. Ihr Vortrag drehte sich um das Thema ’Healing the Wounds’? Memory Making in an East-German Post-Uranium-Mining Landscape.

© Filmwerk
© Filmwerk
© Filmwerk
© Filmwerk

Lehrkräftefortbildung "Geschichte erinnern" am Gymnasium

Bis auf den letzten Platz ausgebucht war die zweite Lehrkräftefortbildung des Zentrums Erinnerungskultur in Kooperation mit der Dienststelle der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in der Oberpfalz (externer Link, öffnet neues Fenster). Die von Prof.in Dr. Juliane Tomann (externer Link, öffnet neues Fenster) und Dr. Philipp Bernhard (externer Link, öffnet neues Fenster) konzipierte und organisierte Fortbildung beschäftigte sich mit dem neuen Lernbereich „Geschichte erinnern“ des LehrplanPlus Geschichte für die 11. Jahrgangsstufe an bayerischen Gymnasien. Ziel der zweitägigen Fortbildung war es, zentrale Themen des Lehrplans in Vorträgen von Expert:innen fachlich zu diskutieren und anschließend in Workshops auf der Grundlage ausgewählter Quellen und Materialien mit den Referent:innen über mögliche unterrichtliche Umsetzungen zu sprechen.

Für einen ausführlichen Bericht, siehe hier (externer Link, öffnet neues Fenster).

© Zentrum Erinnerungskultur/Anna-Elena Schüler
© Zentrum Erinnerungskultur/Anna-Elena Schüler

Jahrestagung des Leibniz Science-Campus 2024 Regensburg 

Playing War: Simulations, Games, Exercises, and the Representations of Military Force and Violence

Die Konferenz „Playing War – Simulations, Games, Exercises, and the Representations of Military Force and Violence“, die vom 27. bis 29. November 2024 an der Universität Regensburg (UR) und am Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropastudien (IOS) stattfand, befasste sich mit der Darstellung und Simulation militärischer Gewalt in verschiedenen historischen Kontexten. Organisiert vom Leibniz ScienceCampus in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Militär und Gewalt des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw), bot diese Konferenz eine interdisziplinäre Plattform zur Untersuchung sowohl historischer als auch zeitgenössischer Phänomene des Wargaming.

Mehr Infos finden sich hier (externer Link, öffnet neues Fenster).

© Gresa Morina
© Gresa Morina
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