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Metropolität in der Vormoderne

Uhr - Montag 14. November 2016, 00:00 Uhr

Am Freitag, 11. November 2016, bewilligte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Einrichtung eines Graduiertenkollegs (GRK) „Metropolität in der Vormoderne“ an der Universität Regensburg. Sprecher des neuen Forschungsverbundes ist Prof. Dr. Jörg Oberste, Professur für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften. Für die Dauer von zunächst 4,5 Jahren finanziert die DFG das Graduiertenkolleg ab April 2017. Nach diesem Zeitraum wird eine neue Begutachtung des Kollegs durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft vorgenommen mit dem Ziel, die Förderung um weitere 4,5 Jahre zu verlängern.

Prof. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg, zeigte sich sehr erfreut über die positive Nachricht: „Mit der Einrichtung des neuen Graduiertenkollegs „Metropolität in der Vormoderne“ wird ein wichtiger Forschungsschwerpunkt an der Universität Regensburg gefördert, der zudem die Forschungen des 2003 eingerichteten Forum Mittelalter und des 2012 begründeten interdisziplinären Verbundes „Urbane Zentren und europäische Kultur in der Vormoderne“ weiterführt.“ Das neue Graduiertenkolleg an der Universität Regensburg setzt sich zum Ziel, die langfristige Entwicklung von europäischen Metropolen der Vormoderne zu erforschen. Mit der Fokussierung auf diesen Zeitraum schließt das Graduiertenkolleg eine wissenschaftliche Lücke zu den heute eher bekannten Forschungen, die sich unter dem Stichwort „Metropolian Studies“ mit den Entwicklungen von Städten und Metropolen im letzten Jahrhundert bis hin zur Gegenwart befassen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Regensburger Graduiertenkollegs werden die Frage nach der „longue durée“ der europäischen Metropole, d.h. Konstitution, Wirkung und Wandel des metropolitanen Status von der griechisch-römischen Antike bis zur Schwelle der Industrialisierung, in den zentralen Blick ihrer Forschungsperspektive stellen. In diesem langen Zeitraum spielen sich in den europäischen Städten neue Vergesellschaftungs- und Wirtschaftsformen, Herrschaftstechniken und kulturelle Codes ein, die ihre Vorbilder in den Metropolen finden. Die wissenschaftliche Erforschung dieser gesellschaftlichen Formen und Techniken der Machtausübung stellt einen weiteren thematischen Schwerpunkt für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Graduiertenkollegs dar. Die Historikerinnen und Historiker untersuchen dabei auch das enge Wechselverhältnis zwischen den Geltungsansprüchen von Metropolen und der Formierung und Ausdifferenzierung ihrer Topographie, Gesellschaft und Kommunikation.

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften

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