Zu Hauptinhalt springen
Startseite UR

Master (vor WS 2012/13)

Allgemeine Informationen

Studiendauer Regelstudienzeit 4 Semester
Umfang bis zu 60 SWS, mindestens 120 LP (davon 30 LP im Rahmen der Abschlussprüfung)
Qualifikation

- Nachweis der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife
- Nachweis eines ersten Studienabschlusses aufgrund eines mindestens dreijährigen Studiums, das dem Bakkalaureus-Studium an der Universität Regensburg gleichwertig sein muss, an einer Hochschule in einem dem angestrebten Fach verwandten Fach mit überdurchschnittlichem Ergebnis (Gesamtnote mindestens "gut" )
- Ausländische Bewerber müssen zusätzlich Deutschkenntnisse auf DSH-Niveau nachweisen

Bewerbung

s. neue MPO

Lateinkenntnisse

Nachweis von Lateinkenntnissen (durch ein gymnasiales Zeugnis oder durch erfolgreichen Besuch des Latinumsvorbereitungskurses an einer Universität)

Masterprüfung abzulegen bis Ende des 6. Semesters

Module

Masterprüfungsordnung (Text der Ordnung in der Fassung der Änderungssatzung vom 14. April 2011 - Historische Musikwissenschaft: § 40a)

Anträge auf Zulassung zur Masterarbeit, auf Zulassung zur Abschlussprüfung und auf Erteilung eines Zeugnisses


Inhalte und Zielsetzungen

Der Regensburger Bachelorstudiengang (seit WS 2005/06) vermittelt Grundlagenwissen zum Umgang mit Musik und musikalischen Quellen. Der Masterstudiengang möchte die Kenntnisse und Fähigkeiten insbesondere im aktiven Umgang mit Quellen auf breiter Grundlage vertiefen. Musikalische Quellen sind ungewöhnlich komplexe Schriftzeugnisse. Sie verweisen insbesondere im Hinblick auf frühere Jahrhunderte mit verschiedenen graphischen Mitteln auf eine Wirklichkeit, der wir auf keine andere Weise als durch die Deutung der Schriftquellen hindurch nahe kommen können. Dies erfordert eine Vertrautheit mit verschiedenen Zeichensystemen und die Fähigkeit, über die Prinzipien und Intentionen der Zeichenerfindung und Zeichenverwendung reflektieren zu können. Die Bewertung der Quellen erfordert Sicherheit im Umgang mit philologischen Denkweisen. Handelt es sich um Vokalmusik, sind Kenntnisse verschiedener Sprachen (Latein, aber auch Italienisch, Französisch u. a.) unerlässlich. Was über Noten gesagt wurde, gilt in ähnlicher Form vom Fachschrifttum. Die Beschäftigung mit Quellen zielt oft auch darauf, sie in Form einer Edition zugänglich zu machen. Der Editionsbegriff ist dabei angesichts medialer Revolutionen in den letzten Jahren stets zu aktualisieren und sehr weit zu fassen. Die gedruckte kommentierte Ausgabe - so unersetzlich sie in mancher Hinsicht ist - hat keinen Alleinvertretungsanspruch mehr. Der Masterstudiengang möchte unter dem Stichwort "Edition" deshalb nicht nur ein Repertoire von Methoden lehren, sondern zum kritischen Umgang mit allen gegenwärtigen oder künftigen Möglichkeiten der Publikation von Texten und Dokumenten befähigen (MUWI M31).

Musikstücke sind nicht nur interessant hinsichtlich ihrer Überlieferung und ihrer kompositorischen Struktur. Über ihre von außen kommende Funktionsbestimmung, die viele Jahrhunderte lang eine Selbstverständlichkeit war, nehmen sie - nach "Gattungen" klassifizierbar - teil am Leben von Individuen, Gruppen und Institutionen, wie auch umgekehrt diese umgreifenden Gegebenheiten die innere Beschaffenheit von Musik prägen. Deshalb ist die Vermittlung von Kenntnissen über musikbezogene Institutionen in Vergangenheit und Gegenwart ein wichtiges Anliegen des Regensburger Masterstudienganges (MUWI-M32)
.Wissenschaftliches Arbeiten soll auf Publizität zielen. Deshalb muß es von Anfang an von der Frage begleitet sein, was denn im Wortsinne "wissenwert" sein kann und wie man dieses erarbeitete Wissen in eine Form bringt, die dem aktuellen wissenschaftlichen Gespräch angemessen oder gar geeignet ist, dessen Richtung zu verändern. Auch diese Art der fachlichen Selbstvergewisserung hat eine historische Komponente, insofern gerade im Begriff einer "Musikgeschichte" Konstruktionsprinzipien angewendet wurden und werden, die nicht selbstevident sind und stets diskutabel bleiben müssen (MUWI-M33).

Aufgrund der besonderen Quellen- und Forschungssituation in Regensburg ist es möglich, Studierende schon während des Studiums in Forschungsprojekte einzubinden oder sie mit eigenständigen Projekten zu betrauen. Die Fähigkeit zur Darstellung der gewonnenen Ergebnisse soll gefördert werden durch die Verpflichtung zu einem Vortrag über das Projekt der jeweiligen Masterarbeit (MUWI-M34).
Sprachkurse und der Besuch von Vorlesungen anderer Fächer (nach Absprache) sollen notwendige und hilfreiche Kenntnisse vermitteln. Das Kennenlernen von Methoden und Fragestellungen anderer Fächer schärft den Blick für die Spezifika des eigenen Faches. Zum Überschreiten der engeren Fach-, ja der Universitätsgrenzen soll schließlich ein externes Praktikum animieren, das allerdings durch hausinterne Veranstaltungen wie Hörübungen oder Exkursionen ersetzt werden kann, da die Sicherstellung externer Kooperationen auf Jahre im voraus schwerlich zu leisten ist (MUWI-M35).


Zulassungsvoraussetzungen für die Masterprüfung

  • Aufbaumodul I Quellen und Edition (MUWI M31, 6 SWS, 20 LP),
  • Aufbaumodul II Gattungen und Institutionen (MUWI M32, 6 SWS, 20 LP),
  • Aufbaumodul III Methoden und Vermittlung (MUWI M33, 6 SWS, 20 LP),
  • Forschungsmodul (MUWI M34, 4 SWS und mehr, 16 LP),
  • Ergänzungsmodul (MUWI M35, 6 SWS und mehr, 14 LP).

Prüfungsleistungen (30 LP)

- Klausur (3 Std.)
- mündl. Prüfung (1 Std.)
- Masterarbeit, Bearbeitungszeit: 4 Monate


Berechnung der Gesamtnote

Die Gesamtnote errechnet sich aus folgenden Noten:
- Durchschnittsnote der Endnoten der Aufbaumodule: fünf Zehntel
- Note der Masterarbeit: drei Zehntel
- Note der Abschlussklausur und der mündlichen Prüfung: je ein Zehntel

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften

Institut für Musikwissenschaft


Sekretariat

(Öffnungszeiten
Mo-Fr 8.30-12.30 Uhr)

E-Mail


 

Anon., Kyrie aus der Missa Christus resurgens, Liederbuch Zeghere van Male, Cambrai, Bibliothèque Municipale, Hss. 125-128 (Bassus-Stimmbuch, Fol. 4r)