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Dr. Elisabeth Natour

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Sprechstunde

Donnerstag, 14 - 15 Uhr


Lebenslauf

1998-2002: Studium der Geschichte, Kunstgeschichte, Politikwissenschaft und Philosophie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Magister) und Auslandsjahr an der Universität Oxford, 2001: Master of Studies an der Universität Oxford, ab 2002: Arbeit an der Dissertationsschrift „Die Debatte um ein Widerstandsrecht im frühen elisabethanischen England“ bei Prof. Dr. em. Eike Wolgast (Heidelberg), gefördert durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes e.V., 2009: Promotion, Universität Heidelberg, 2008-2010 Post-Doc-Stipendiatin im deutsch-israelischen Drittmittelprojekt (Prof. Thomas Maissen, Heidelberg/ Prof. Dr. Fania Oz-Salzberger, Haifa), „Liberalism and Republicanism in Early Modern Europe: Concepts of Citizenship as a Usable Past for Today’s Israeli European Civic Dialogue“, im Teilprojekt: „Reichsstädtische Freiheitsvorstellungen vor Beginn der Französischen Revolution“, 2012-2018 Studienkoordinatorin für medizinische Studien, Heidelberg. Ab 2016: Vorarbeiten zum gegenwärtigen Forschungsprojekt „Musik als politische Kommunikation an frühneuzeitlichen Fürstenhöfen: Madrid, London und Paris im frühen 17. Jahrhundert“, ab WS 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Neuere Geschichte (Prof. Dr. Harriet Rudolph).

Publikationen

  • „Die Debatte um ein Widerstandsrecht im frühen elisabethanischen England, ca. 1558 - ca.1587“, Duncker&Humblot (Berlin, 2016) (=Schriften zur Europäischen Rechts- und Verfassungsgeschichte; 62) (= Dissertationsschrift). 
  • Die frühen elisabethanischen Theologen und ihr Verhältnis zur Macht, in: Luise Schorn-Schütte (Hg.): Intellektuelle in der Frühen Neuzeit (Berlin, 2010) (= Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel; 38), S. 53-68.
  • Elisabeth, in: Herrschaft und Glaubenswechsel. Die Fürstenreformation im Reich und in Europa in 28 Biographien, hg. v. Susan Richter/Armin Kohnle, Heidelberg 2016, S. 435-448.

 Im Erscheinen:

  • Die Chance der Polemik nutzen! Die elisabethanischen Kontroverstheologen als Interpreten fürstlicher Macht, in: Kirche und fürstliche Herrschaft, hg. v. Arndt Brendecke/Arne Butt/Matthias Meinhard, Andreas Ranft (im Erscheinen).
  • Musik als Instrumentum Pacis? Funktionen von Musik zwischen Krieg und Frieden, in: Warum Friedenschließen so schwer ist. Der Westfälische Friedenskongress in interdisziplinärer Perspektive, hg. v. Dorothée Goetze/Lena Oetzel (im Erscheinen).

Vorträge bei internationalen Tagungen:

  • „Musik, Kommunikation und Herrschaft im Europa der Frühen Neuzeit“, Vortrag am 15. September 2016 auf dem XVI. Internationalen Kongress der Gesellschaft für Musikforschung: Wege der Musikwissenschaft, 14.-16. September 2016, Mainz.
  • „Die Macht der Mahner, Wächter und Propheten: Die protestantischen Theologen als Interpreten fürstlicher Herrschaft unter Elisabeth I. von England“, Vortrag am 17. November auf der Tagung: Kirche und fürstliche Herrschaft - Praktiken und Strategien der Machtausübung im kirchlichen Raum 1520 bis 1650; 16.-18. November 2016, Halle.
  • „Translation and Religious Controversy in Early Elizabethan England“, Vortrag am 21. Juli 2017 auf der Konferenz Translating Babel: Religion and Translation in the Early Modern Period, 20.-22. Juli 2017, Forschungszentrum Gotha.
  • „Erklungen – Verklungen? Musikalische Quellen zwischen Performanz und Materialität“, Vortrag am 31. August 2017 auf der Konferenz Warum Friedenschließen so schwer ist. Der Westfälische Friedenskongress in interdisziplinärer Perspektive, 31. August – 1. September 2017, Bonn.
  • “(Un)heard Practices of Power: Toward a Musical History of Court Politics”, Vortrag am 16.11.2018 auf der Tagung: Towards a New Political History of the Court, c. 1200-1800, Paris, Deutsches Historisches Institut.
    Upcoming:
  • “Impressing the Senses and Ordering the Court: The Courts of Louis XIII. and Charles I. compared”, Medieval and Early Modern Places and Spaces 2019. Experiencing the Court, 3.-4. April 2019, Trinity Laban Conservatoire, Greenwich, England.
  • “Ordering Politics by Performing Music: Staging Music at Diplomatic Events at the Early Modern Court”, 11.-12. April 2019, Performance, Royalty and the Court, 1500-1800, Society of Court Studies, London.

Lehre

SoSe 2018

  • Proseminar: Kunst und Musik an frühneuzeitlichen Fürstenhöfen

WS 2018/19

  • Proseminar: Der englische Bürgerkrieg: Entstehung, Kontext(e), Wirkung
  • Übung: Die gezügelte Macht? Pferde, Höfe und Herrschaft in der Frühen Neuzeit.

Forschung

  • Fürstenhöfe und Elitenbildung in der Frühen Neuzeit (Schwerpunkt Westeuropa Reich, Spanien, Frankreich, England)
  • Verflechtungsgeschichte, Kulturgeschichte, Kommunikationsforschung
  • Musik und politische Macht in der frühen Neuzeit, Musik als historische Quelle, Verbindungen von Musiktheorie und politischer Theorie (Schwerpunkt 17. Jh.)
  • Widerstand und Widerstandsrecht (16./17. Jh)
  • Aktuelles Forschungsprojekt: „Musik als politische Kommunikation an frühneuzeitlichen Fürstenhöfen: Madrid, London und Paris im frühen 17. Jahrhundert“

Im konfliktträchtigen frühen 17. Jahrhundert kam Musik als Mittlerin zwischen irdischer und weltlicher Sphäre in der politischen und symbolischen Kommunikation des Hofes eine Schlüsselrolle zu. Herrscher und Höflinge nutzten die legitimierende Wirkmacht der Musik im europäischen Machtgefüge höfischer Konkurrenz im repräsentativen Sinne, aber auch, um fein nuancierte Botschaften zu formulieren, mit denen konkrete politische Agenden verbunden waren.

Das Habilitationsprojekt untersucht diesen ganz eigenen Kosmos höfischer Kommunikation und analysiert, wie über den Einsatz von Musik an frühneuzeitlichen Fürstenhöfen Politik und Politiken innerhalb der höfischen Eliten Europas vermittelt wurden. Im Vergleich der drei musikalischen Metropolen des frühen 17. Jahrhunderts London, Paris und Madrid wird erforscht, welchen Einfluss dieser bislang wenig beachteten musikalischen Form der höfischen Politikgestaltung zukommt.

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Geschichte

Lehrstuhl für Neuere Geschichte

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Elisabeth Natour
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