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PD Dr. Astrid von Schlachta

Sprechstunde

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Lebenslauf

  • Schulausbildung in Frankfurt/Main und Schwalbach (Taunus)

  • 1990-1992: Ausbildung zur Industriekauffrau

  • 1992-1997: Studium Geschichte und Germanistik an der Universität Innsbruck

  • 1998-1999: Dissertationsstipendium am Institut für Europäische Geschichte in Mainz

  • 2002: Promotion

  • 2004-2006: Post-Doc-Stipendium im Internationalen Graduiertenkolleg „Politische Kommunikation von der Antike bis ins 20. Jahrhundert“ mit einem Projekt zur „Politischen Kommunikation der Täufer“

  • 2006-2012: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Geschichte, Universität Innsbruck

  • 2012-2016: Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl Neuere Geschichte (Frühe Neuzeit), Universität Regensburg

  • seit 2016: Leiterin der Mennonitischen Forschungsstelle in Weierhof (www.mennonitischer-geschichtsverein.de/personal/) und Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für Neuere Geschichte (Frühe Neuzeit) der Universität Regensburg


Publikationen

  • Astrid von Schlachta, Hutterische Konfession und Tradition. Etabliertes Leben zwischen Ordnung und Ambivalenz (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung Religionsgeschichte, 198), Mainz 2003.
  • Gem. mit Ellinor Forster/Ursula Stanek, Frauenleben in Innsbruck, Salzburg 2003.
  • Astrid von Schlachta, Die Hutterer zwischen Tirol und Amerika. Eine Reise durch die Jahrhunderte, Innsbruck 2006.
  • Gem. mit Ellinor Forster/Giovanni Merola, Verbrannte Visionen? Erinnerungsorte der Täufer in Tirol, Innsbruck 2007.
  • „Als ob man uns von engeln gottes saget.“ Ein Netzwerk konfessionell devianter Untertanen im 18. Jahrhundert, in: Konfessionen und Kulturen in der Frühen Neuzeit, hg. von Kaspar v. Greyerz/Thomas Kaufmann (Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte, 207), Heidelberg 2008, 201-222.
  • Astrid von Schlachta, Gefahr oder Segen? Die Täufer in der politischen Kommunikation (Schriften zur politischen Kommunikation, 5), Göttingen 2009.
  • Gem. mit Anselm Schubert/Michael Driedger, Grenzen des Täufertums / Boundaries of Anabaptism. Neue Forschungen (Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte, 209), Heidelberg 2009.
  • Das Amt des Landeshauptmanns – Verwaltung und Politik in Tirol im 18. Jahrhundert am Beispiel Paris Dominikus von Wolkenstein-Trostburgs und Paris von Wolkenstein-Rodeneggs, in: Gustav Pfeifer/Kurt Andermann (Hg.), Die Wolkensteiner. Facetten des Tiroler Adels in Spätmittelalter und Neuzeit (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs, 30), Innsbruck 2009, 345-359.
  • Die „Verfassung“ des Landes – ein Erinnerungsort in der politischen Kommunikation in Tirol, in: Brigitte Mazohl/Bernhard Mertelseder (Hg.), Abschied vom Freiheitskampf? Tirol und „1809“ zwischen politischer Realität und Verklärung (Schlern-Schriften, 346), Innsbruck 2009, 129-151.
  • Die Emigration der Salzburger Kryptoprotestanten, in: Rudolf Leeb et al. (Hg.), Geheimprotestantismus und evangelische Kirchen in der Habsburgermonarchie und im Erzstift Salzburg (17./18. Jahrhundert) (Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, 51), Wien/München 2009, 63-92.
  • Gem. mit Lisa Regazzoni/Christina Antenhofer, Werkstatt Politische Kommunikation (Schriften zur politischen Kommunikation, 6), Göttingen 2010.
  • Zwischen verbaler Verfolgung und konfessionellem Neubeginn. Frauen und ihre mystischen Schriften in der Frühen Neuzeit, in: Christa Bertelsmeier-Kierst (Hg.), Zwischen Vernunft und Gefühl. Weibliche Religiosität von der Antike bis heute, Frankfurt/Main et al. 2010, 153-172.
  • Das Politische in der „apolitischen“ Geschichte. Robert Friedmann zwischen täuferischen Ideen und religiösem Sozialismus – Eine Annäherung, in: Wolfgang Palaver et al. (Hg.), Politische Philosophie versus Politische Theologie? Die Frage der Gewalt im Spannungsfeld von Politik und Religion (Edition Weltordnung – Religion – Gewalt, 7), Innsbruck 2011, 305-324.
  • „Eine Taube könnte alle Christen, die in der Stadt Klagenfurt sind, auf dem Rücken über die Ringmauer ausführen.“ Einblicke in das täuferische Leben Kärntens, in: Wilhelm Wadl (Hg.) Glaubwürdig bleiben. 500 Jahre protestantisches Abenteuer (Archiv für vaterländische Geschichte und Topographie, 101) Klagenfurt 2011, 189-201.
  • „Öffentlich“, sichtbar, gefährlich? Die „politische“ Wirkung täuferischer Gemeinden, in: Mennonitische Geschichtsblätter 68, 2011, 19-36.
  • „Wer lang durch stark gefärbtes Glas gesehen, wird von der natürlichen Beleuchtung der Dinge unangenehm berührt.“ Friedrich II. als politisches Argument im 19. Jahrhundert, in: Bernd Sösemann/Gregor Vogt-Spira (Hg.), Friedrich der Große in Europa. Geschichte einer wechselvollen Beziehung, Bd. 2, Stuttgart 2012, 303-316.
  • Astrid von Schlachta, Alles Mythos. 20 populäre Irrtümer über Preußen, Darmstadt 2014.

Lehre

SoSe 2021

  • Masterübung: Erinnerungskultur - Vom Umgang mit Geschichte in Krisenzeiten

Mo, 12 - 14 Uhr | Raum: - (digitale Veranstaltung)

1824 schrieb Leopold von Ranke, man habe „der Historie das Amt, die Vergangenheit zu richten“ und „die Mitwelt zum Nutzen zukünftiger Jahre zu belehren, beigemessen“. Und der Historiker Eric Hobsbawm stellte fest, Historiker seien die „Datenspeicher der Erfahrung“. Wie wirken diese historischen Erfahrungen in Gesellschaften und welche Funktion kommt der Geschichte in Krisenzeiten zu? Wie wird mit Geschichte Politik gemacht?

Auf Schritt und Tritt begegnen wir im öffentlichen Raum der Auseinandersetzung mit der Geschichte. Unter anderem über Bauwerke, Denkmäler, schriftliche und mündliche Darstellungen, aber auch über Filme und Dokus sowie über Literatur und andere künstlerische Werke tritt eine Gesellschaft in den Dialog mit der Geschichte. Die Vergangenheit wird dabei oftmals lediglich selektiv wahrgenommen und in einer manipulativen Art und Weise benutzt und instrumentalisiert, um den Zeitgenossen eine bestimmte Botschaft zu vermitteln. Diese Konstruktion einer nutzbringenden Vergangenheit hat ihren Platz in der Identitätsstiftung und somit im kollektiven Gedächtnis einer Gesellschaft - in „normalen“ Zeiten, aber ganz besonders in Krisenzeiten.

Wer sind die Akteure geschichtlicher Konstruktionen? Welche Erzählungen über Geschichte lassen sich identifizieren? Wie wirken Narrative, die ihre Legitimation aus der Vergangenheit ziehen? Und liegt das, was aus der Geschichte gemacht wird, lediglich im Auge des Betrachters? Diesen Fragen soll in der Lehrveranstaltung am Beispiel verschiedener Krisensituationen nachgegangen werden: Traditionsbrüchen, Kriegen, Gesellschaftsumbrüchen und Revolutionen, Gebietsveränderungen, wirtschaftlichen Notlagen, aber auch persönlichen Krisenzeiten und anderen Nöten.

WS 2020/21

  • Hauptseminar: Religiöse Devianz der Frühen Neuzeit im Kontext. Vom Täufertum zum Pietismus

WS 2019/20

  • Übung: Die Reformation geht weiter ... die Täufer in der Frühen Neuzeit

WS 2018/19

  • Übung: Schönheit oder Gefahr? Nutzung oder Ausbeutung? Natur und Landschaft in der Geschichte

WS 2017/18

  • Übung: Von "Klagen des Friedens" und "rasselnden Schwertern". Ideen von Krieg und Frieden in der Frühen Neuzeit

SoSe 2017

  • Übung: Von der Unmittelbarkeit der Bilder. Geschichte im Film

WS 2016/17

  • Übung:  Zwischen Fiktion und Wirklichkeit. Historische Romane und ihr Hintergrund

SoSe 2016

  • Grundkurs:  Deutsche Geschichte 1500-1648

WS 2015/16

  • Hauptseminar:  Migration und Reisen in der Frühen Neuzeit

SoSe 2015

  • Grundkurs: Deutsche Geschichte von1620-1806
  • Propädeutikum: Einführung in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten
  • Übung:  Täufer und Mennoniten in der NS-Zeit. Von den Quellen zur Ausstellung

WS 2014/15

  • Grundkurs: Geschichte des Alten Reichs 1648 - 1789
  • Propädeutikum: Einführung in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten

SoSe 2014

  • Proseminar: Von Friedenskirchen, Friedensschlüssen und regionalen Identitäten. Schlesien zwischen Österreich und Preußen
  • Übung: Exkursion Schlesische Identitäten zwischen Preußen und Österreich
  • Propädeutikum: Einführung in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten

WS 2013/14

  • Proseminar: Die Täufer – „geheimes“ Leben sichtbar gemacht
  • Grundkurs: Reformation, Konfessionskulturen und Politik

SoSe 2013 

  • Proseminar: Machthungrig, eroberungslüstern und vorbildlich tugendhaft? Brandenburg-Preußen in der Frühen Neuzeit.
  • Grundkurs: Deutsche Geschichte 1495 - 1648

WS 2012/13 

  • Propädeutika: Einführung in das geschichtswissenschaftliche Arbeiten.
  • Übung: Zwischen geheimem Leben, Vertreibung und Tolerierung. Minderheiten in der Frühen Neuzeit.

Forschung

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte der Täufer in der Frühen Neuzeit
  • Geschichte des Geheimprotestantismus
  • Regionale politische Kulturen
  • Landtagsgeschichte

Aktuelle Forschungsprojekte

  • Regionen zwischen ständischer und parlamentarischer Verfassung – Politische Kulturen in Ostfriesland, Tirol und Dithmarschen im Vergleich (Habilitationsprojekt)
  • Christliche und jüdische „Minderheiten“ im Alten Reich. „Devianz“ im Vergleich
  • Mennonites and Religious Socialism. Robert Friedmann and Anabaptist Historiography in Context


  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Geschichte

Lehrstuhl für Neuere Geschichte

PD Dr.
Astrid von Schlachta
Dr. Astrid von Schlachta

PT 3.1.81

E-Mail

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