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Presse

Podiumsdiskussion zu akademischen Karrieren

Reges Interesse bei Diskussion über Arbeitsbedingungen und Vereinbarkeit von Familie und Beruf


20. Dezember 2021

In der Podiumsdiskussion „Akademische Karrieren – Arbeitsbedingungen und berufliche Wege in Deutschland und im internationalen Vergleich“ setzten sich am Donnerstag, 16. Dezember, 110 Personen, vorrangig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Regensburg, mit der Beschäftigungssituation und den Karrieremöglichkeiten im universitären System auseinander. 

Im Zentrum standen Fragen zur Vertragssituation und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dass diese Themen von besonderem Interesse sind, zeigte sich an der hohen Zahl der Teilnehmenden, die aus allen Fakultäten und vielen Fächern der Einladung gefolgt waren und die Diskussion mit neuen Fragen und Anmerkungen bereicherten. Als Podiumsgäste schilderten Prof. Dr. Friederike Eigler, Dr. Jennifer Lehmann und Dr. Annett Bellack die gängigen Karrierewege und Problemfelder in ihren jeweiligen Fachgebieten.

Prof. Eigler ist Vorsitzende des Gremiums zum „Rank und Tenure Review“ an der Georgetown University, USA. Sie erklärte den US- amerikanischen Karriereweg und das dortige Tenure-Track-Verfahren. Die Unterschiede zwischen diesem System und dem deutschen stachen deutlich hervor - so finden sich nur ein Teil der im Tenure-Track-Verfahren Befindlichen später auf einer Full Professorship wieder und es gibt viele Zwischenstufen. 
Dr. Jennifer Lehmann, Akademische Rätin für Sportwissenschaft und Sprecherin der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Senat, erläuterte die geltende Befristungspraxis und brachte Argumente für und gegen Befristungen vor. Überlegungen zur Familienfreundlichkeit des akademischen Systems kamen hinzu. Die spezifischen Herausforderungen in den naturwissenschaftlichen Karrieren, ebenfalls im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wurden von Dr. Annett Bellack, Lehrkraft für besondere Aufgaben für Molekulare Biologie, diskutiert und der Weggang von Wissenschaftlerinnen aus dem Fach mit Zahlen untermauert. Frau Dr. Aurore Peyroles stellte die französische Option der Maîtres de conférences vor, eine mittlere Laufbahn ohne direkte Abhängigkeit von Professuren, aber mit der Option auf den Weg hin zu einer solchen. 
Das Publikum beteiligte sich rege und führte eigene Erfahrungen ins Feld. Es wurde deutlich, dass sich viele Wissenschaftler:innen nach mehr Planbarkeit zum einen und zum anderen nach wissenschaftlicher Eigenverantwortlichkeit auch schon in frühen Karrierephasen sehnen. An eine Fortsetzung der Gespräche mit Podiumsgästen im kommenden Semester ist gedacht. 


Informationen/Kontakt

Prof. Dr. Isabella von Treskow
Universitätsfrauenbeauftragte
Universität Regensburg
Lehrstuhl für Romanische Philologie I
Tel.: +49 941 943-3373
E-Mail: isabella.von-treskow@ur.de

Carina Ehrnsperger
Koordinationsstelle Chancengleichheit & Diversity
E-Mail: carina.ehrnsperger@ur.de
 

Kommunikation & Marketing

 

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