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Presse

Schülerinnen forschen in Nanotechnologie

„GirlsGoScience“ bringt jungen Frauen MINT-Fächer näher


15. Oktober 2021

Elf Schülerinnen aus Regensburg und Umgebung haben im Rahmen des Mädchen-Projekts „GirlsGoScience“ zwei spannende Tage in den MINT-Labs verbracht. Mit selbstgedruckten Mikroskopen aus dem 3D-Drucker und einem einfachen Einplatinencomputer gelang es ihnen, Nanostrukturen sichtbar zu machen und zu vermessen. „Transition Metal DiChalcogenide, kurz: TMCD, sind spezielle Kristalle, denen man durch Exfolierung eine nur ein Atom dünne Schicht entnehmen kann. Diese sogenannte Monolage hat spannende physikalische Eigenschaften wie beispielsweise Fluoreszenz“, erklärt Johannes Holler, Doktorand an der Universität Regensburg, der das Projekt für Schülerinnen bereits zum zweiten Mal angeleitet hat. Auch im aktuellen Sonderforschungsbereich der physikalischen Fakultät wird zu TMDC geforscht: mögliche Anwendungen sind beispielsweise extrem kleine und stromsparende Chips oder neuartige Laser.

BU: Mit diesem selbstkonstruierten Mikroskop aus dem 3D-Drucker und einem einfachen Einplatinencomputer haben die jungen Frauen zwei Tage in dem MINT-Labor geforscht. © Stephan Giglberger/UR


„Mit dem von uns konzipierten Aufbau gelingt es uns, mit nur wenig finanziellem Aufwand sehr aktuelle Forschung in die Schulen zu bringen“, erklärt Dr. Stephan Giglberger, MINT-Beauftragter der Universität. Er will mit „GirlsGoScience“ insbesondere Mädchen und junge Frauen die Faszination von Wissenschaft und Forschung vermitteln, um so den Frauenanteil in den MINT-Studiengängen zu erhöhen. 
Die MINT-Labs bieten Schülerlabor und Schülerforschungszentrum auf dem TechCampus gegenüber von Universität und OTH Regensburg. Die Schüler:innen können dort in den verschiedensten Bereichen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz: MINT, arbeiten, Seminare oder Workshops machen, ihre Freizeit oder Teile der Ferien verbringen u.v.m. (www.mint-labs.de).

BU:Im Rahmen des Mädchen-Projekts „GirlsGoScience“ haben die jungen Frauen zwei Tage in den MINT-Labs geforscht. © Dr. Stephan Giglberger/UR

Das TMDC-Projekt wurde übrigens vor Kurzem vom Bundesverband der Schülerlabore mit dem Preis „Experiment des Jahres“ ausgezeichnet (https://www.lernortlabor.de/LernortLabor/LeLa-Preis)
Siegervideo: https://www.youtube.com/watch?v=s3kvyfJaFG0


Informationen/Kontakt

Dr. Stephan Giglberger
MINT-Beauftragter der Universität Regensburg
E-Mail: stephan.giglberger@ur.de
Tel.: 0152 29 22 15 11
 

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