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UR | PROF.ile - Ein Interview mit Prof. Dr. Jürgen Jerger

Profile Jerger

Die Zeit meines Studiums ...
war offenbar so schön, dass ich seit Studienbeginn vor genau 70 Semestern die Universität nie mehr ernsthaft verlassen habe.

Wäre ich nicht Professor für Internationale und Monetäre Ökonomik geworden, wäre ich …
vielleicht ein ganz passabler Flötist geworden.

Dieser Person wäre ich gerne mal begegnet …
John Maynard Keynes.

Meine besten Einfälle habe ich, …
wenn der tägliche Betrieb nicht den ganzen Tag frisst.

Diese Schlagzeile würde ich gerne über die UR lesen …
UR: Spitzenforschung ohne Baustellen.

Wenn ich Uni-Präsident wäre …
würde ich versuchen, die Politiker davon zu überzeugen, dass sie viel
eher wiedergewählt werden, wenn sie für eine tragfähige Grundfinanzierung der
Universitäten sorgen anstatt ständig neue Säue, deren Schlachttermin schon bei der Geburt absehbar ist, durch’s akademische Dorf zu treiben. Und ich würde – bei aller Notwendigkeit der Reflektion und Rechenschaftspflicht – das Evaluitis-Virus genau überwachen und beim Überschreiten gesunder
Konzentrationen infektiologische Maßnahmen ergreifen.

Ich werde häufiger gefragt, ob …
die Wiederholungsklausur
auch für Erstschreiber offen ist. Aus mir nicht erfindlichen Gründen ist das wirklich die häufigste Frage der Studierenden.

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2019-10-02 14 31 04-interviewreihe Ur

Ich frage mich manchmal, …
was ich in einer Gesellschaft, die viel gegen soziale Ungleichheit tut, dazu beitragen kann, dass die Sprengkraft der tatsächlichen und wahrgenommenen Ungleichheit wieder kleiner wird.

Mein Lieblingsplatz in Regensburg ist ...
im Sommer: in der Donau beim Schwimmen.

Ich beende meinen Tag …
üblicherweise mit der Lektüre der Teile der Zeitung, für die es am Morgen nicht gereicht hat.

Das nächste Buch, das ich schreiben würde …
wäre wohl ein Lehrbuch zur Außenhandelstheorie, das Material
dazu hätte ich.

Welcher Schauspieler sollte mich in meiner Biographie verkörpern?
So schlimm ist es nicht um mich bestellt, dass ich auf diese Frage eine Antwort hätte.

Was ist für mich die größte Errungenschaft/Erfindung der Menschheit?
Kooperation in unterschiedlichen Spielarten. Am wichtigsten ist dabei die unintendierte Kooperation über Märkte. Das ist die Voraussetzung für die Arbeitsteilung, ohne die wir alle wirtschaftlich noch ziemlich auf den Bäumen säßen. Aber natürlich
auch intendierte Kooperation z. B. beim gemeinsamen Musizieren ist das, was die Menschheit wirklich auszeichnet.

Mein Rat für die Studierenden …
Entscheiden Sie sich für ein Fach, das Sie lieben und lieben Sie es, wenn Sie sich dafür entschieden haben.

Jürgen Jerger

  • Alter: 54 Jahre
  • Familiäres: Seit 1990 verheiratet mit Dr. med. Ina Zuber-Jerger
  • Berufliches: Studium in Freiburg (Breisgau) und an der London School of Economics. Promotion und Habilitation am Lehrstuhl Prof. Dr. Oliver Landmann, ebenfalls in Freiburg. Danach Stationen an den Universitäten Gießen, Erlangen-Nürnberg, Duisburg sowie als Heisenberg-Stipendiat in Washington, DC. 2002 Berufung auf den Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre II (Internationale und Monetäre Ökonomik) an der Universität Regensburg. Von 2007 bis 2017 auch Direktor am Osteuropainstitut, später: IOS Regensburg.
  • Außerberufliches: Musik, konsumierend und produzierend, instrumental und vokal, und ohne jede Festlegung auf irgendwelche Stilrichtungen.
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