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Chemische Photokatalyse geht baden


4. November 2019

Licht, Wasser und Seife reichen aus, um stabile chemische Bindungen zwischen Kohlenstoff und Chloratomen zu spalten und für Reaktionen zu aktiveren. Das haben Regensburger Chemiker herausgefunden. Ihre Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Nature Catalysis publiziert.

Chemische Synthesen werden meist in organischen Lösemitteln, wie z. B. Alkohol, durchgeführt. Regensburger Chemiker konnten jetzt zeigen, dass die besonderen Eigenschaften wässriger Lösungen mit kleinen Mengen amphiphiler Substanzen, vergleichbar mit Seifenlösungen, die photochemische Aktivierung von sehr stabilen chemischen Kohlenstoff-Chlorbindungen (sogenannte Chloralkane) erlauben. Ein lichtabsorbierender Photokatalysator ist unter diesen Bedingungen in der Lage hintereinander zwei Photonen (Lichtteilchen) zu absorbieren und so genügend Energie für die schwierige Bindungsspaltung zu sammeln. Die Aktivierung von Chloralkanen für chemische Reaktionen ist von praktischer Bedeutung, da diese Substanzen wichtige Zwischenprodukte der chemischen Industrie darstellen, aber bislang nur durch teure oder giftige Reagenzien aktivierbar sind. Das neue Verfahren zeigt hier eine kostengünstige und unschädliche Alternative auf.

Originalpublikation:

Maciej Giedyk, Rok Narobe, Sophia Weiß, Didier Touraud, Werner Kunz and
Burkhard König, “Photocatalytic activation of alkyl chlorides by assembly-promoted single electron transfer in microheterogeneous solutions”, Nature Catalysis (2019).
DOI: 10.1038/s41929-019-0369-5


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Prof. Dr. Burkhard König
Institut für Organische Chemie
Universität Regensburg
Telefon: 0941 943-4576
E-Mail: burkhard.koenig@ur.de


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