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Internationale Konferenz „Reading in a Digital Environment“

Akademische Lesekompetenzen unentbehrlich für den Studienerfolg


18. November 2019

Am 8. November 2019 fand an der Universität Regensburg die internationale Konferenz Reading in a Digital Environment statt. Die Konferenz widmete sich den Herausforderungen, mit denen sich Studierende angesichts digitaler Lesemedien heutzutage konfrontiert sehen, sowie der Wichtigkeit ausgeprägter Lesefähigkeiten für ein erfolgreiches Studium.

Dr. André Schüller-Zwierlein, Direktor der Universitätsbibliothek Regensburg. Foto: Harald Kloth


Der Keynote-Vortrag zum Einfluss digitaler Medien auf kognitive und emotionale Aspekte des Lesens wurde von Frau Prof. Dr. Anne Mangen von der University of Stavanger gehalten, die maßgeblich an der im Frühjahr dieses Jahres veröffentlichten Stavanger Erklärung zur Zukunft des Lesens im digitalen Zeitalter beteiligt war. Die Erklärung wurde von mehr als 130 europäischen Leseforschern und Leseforscherinnen unterzeichnet und stieß national wie international auf große Resonanz.
Neben Frau Prof. Mangen sprachen des Weiteren Prof. Dr. Peter Afflerbach von der University of Maryland (USA), Prof. Dr. Maik Philipp von der Pädagogischen Hochschule Zürich sowie Dr. Ladislao Salmerón von der Universitat de València und Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider von der Universität Leipzig.

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Konferenzteilnehmer bei der Besichtigung des Eye-Tracking-Classrooms des Instituts für Medieninformatik. Foto: Christian Wolff


Dass die Bedeutung akademischer Lesekompetenzen für den Studienerfolg im Zeitalter der Digitalisierung als wichtiger denn je wahrgenommen wird, zeigte unter anderem die große Zahl der mehr als 130 anwesenden Teilnehmenden, die aus der ganzen Welt angereist waren und die von den Vortragenden interessante Blickwinkel aus ganz verschiedenen Perspektiven geboten bekamen.

Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen an die Thematik wurde doch in allen Beiträgen deutlich, dass es in Zeiten steigender Publikationszahlen und anwachsender digitaler Verfügbarkeit vieler Texte für den akademischen Erfolg zunehmend entscheidend sein wird, Fähigkeiten zur kognitiven Verarbeitung komplexer Texte auszubilden sowie den Einfluss unterschiedlicher Lesemedien auf Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprozesse verlässlich einschätzen zu können. Zudem sollten Studierende in der Lage sein, unterschiedliche Lesestrategien und Lesemedien für unterschiedliche Lesezwecke und Leseziele gezielt einzusetzen.

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Blick in die Hörsaal H24. Foto: Harald Kloth

In der Abschlussdiskussion der Konferenz wurde angesichts eklatanter Forschungslücken im Bereich akademischer Lesekompetenzen sowie evidenter Probleme vieler Studierender bei der Erfassung komplexer Textinhalte (vgl. Studie der Adenauer-Stiftung 2016) die Rolle der Universitäten in dieser Hinsicht diskutiert. Beispielsweise wäre es denkbar, in Universitätsbibliotheken nach internationalem Vorbild Lesezentren zu etablieren. Diese könnten Raum für die interdisziplinäre Erforschung akademischer Lesekompetenzen bieten sowie als Partner bei der Vermittlung von akademischen Lesekompetenzen fungieren.


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