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Dr. Karin Binder erhält Kulturpreis Bayern

Die Bayernwerk AG zeichnet Doktorarbeit der Universität Regensburg aus


25. November 2019

Dr. Karin Binder hat den Kulturpreis Bayern des Bayernwerks für ihre Dissertation in der Didaktik der Mathematik im Bereich Statistik erhalten. Die Regensburgerin ist eine von 33 Absolventen staatlicher bayerischer Hochschulen und Universitäten, die am Donnerstagabend im Münchener Brauhaus am Nockherberg mit der Bronzestatue „Gedankenblitz“ geehrt worden sind. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Überreicht wurde er von Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG, und Staatsminister Bernd Sibler. Mit dem Kulturpreis Bayern hat das Bayernwerk gemeinsam mit dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst nun schon zum 15. Mal herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet: Den Preis erhalten die 33 besten Absolventen staatlicher bayerischer Hochschulen, fünf Kulturschaffende und ein Sonderpreisträger. „All unsere Preisträger gestalten die Kultur, Wissenschaft und Kunst Bayerns aktiv mit und setzen Impulse für unsere Zukunft. Der Kulturpreis Bayern ist ein Zeichen der Würdigung und des Dankes dafür“, erklärte Reimund Gotzel. Die Arbeiten der Absolventen und Doktoranden kommen aus unterschiedlichen Fachbereichen. Sie bilden ein großes Spektrum gesellschaftlich relevanter Themen ab.

Verständliche statistische Informationen

„Wenn du Hufgetrampel hörst, sind es wahrscheinlich Pferde, keine Zebras“, heißt es in Samuel Shems Roman „House of God“. Er bezieht sich dabei auf die Ausbildung junger Ärzte und Wahrscheinlichkeiten. Ein Zebra ist eine sehr unwahrscheinliche Diagnose. Es gibt in der Regel eine andere Diagnose, die die Symptome erklärt. Tatsächlich arbeiten Ärzte in der Praxis mit Wahrscheinlichkeiten. Werden diese Wahrscheinlichkeiten von Ärzten falsch interpretiert, kann das zu unnötigen Operationen an gesunden Menschen führen. Dabei ist die Medizin nur ein Beispiel. Auch in der Justiz können solche Fehlinterpretationen fatale Folgen haben. In ihrer Dissertation untersucht die Mathematikerin, wie statistische Informationen verständlicher kommuniziert werden können, damit – unter anderem – Ärzte von Patienten besser verstanden werden. „Besser erfassen kann man ‚8 von 10 erkrankten Frauen‘ als ‚80 Prozent der erkrankten Frauen‘“, erklärt die frisch Promovierte zu natürlichen Häufigkeiten. Auch eine neue Art der Darstellung von Häufigkeitsbäumen kann die Kommunikation erleichtern. Dr. Karin Binders Ergebnisse helfen, zukünftig falsche Diagnosen, unnötige Operationen und Fehlurteile vor Gericht zu verhindern.


Kulturpreis Bayern

Neben den 33 besten Absolventen wurden folgende fünf Kunstpreisträger ausgezeichnet: das Musikerduo Coconami, der Bildhauer Sebastian Kuhn, die Schauspielerin Juliane Köhler, die Dellnhauser Musikanten und der Kabarettist Django Asül. Den Sonderpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst erhielt der Schauspieler und Kabarettist Ottfried Fischer. Überreicht wurde der Preis von Staatsminister Bernd Sibler. Die fünf Preisträger in der Sparte Kunst werden von einer Fachjury ausgewählt. Außerdem verleiht das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Kulturpreises Bayern einen Sonderpreis. Die 33 Preisträger der bayerischen Hochschulen und Universitäten werden von ihrer jeweiligen Hochschule benannt. Der Kulturpreis Bayern ist in der Sparte Kunst mit je 5.000 Euro dotiert, in der Sparte Hochschulen mit je 2.000 Euro. Alle Preisträger erhalten die vom Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer geschaffene Bronzeplastik „Gedankenblitz“. Den Kulturpreis Bayern verleiht das Bayernwerk in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst seit 2005. Er geht auf den Kulturpreis Ostbayern zurück, der erstmals im Jahr 1959 verliehen wurde. In der Tradition der Unternehmensgeschichte des Bayernwerks erfolgt die Würdigung kultureller und wissenschaftlicher Leistungen ununterbrochen seit 60 Jahren.


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