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Max-Weber-Preis für Dr. Kathrin Kraller

Die Romanistin erhält die Anerkennung für Leistungen, die sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Graduiertenkolleg „Metropolität in der Vormoderne“ erbracht hat.


8. Januar 2020

2019 wurde die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Graduiertenkollegs (GRK) 2337 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) "Metropolität in der Vormoderne" Kathrin Kraller im Fach Romanische Philologie mit summa cum laude promoviert. Für ihre Dissertationsschrift „Sprachgeschichte als Kommunikationsgeschichte: volkssprachliche Notarurkunden des Mittelalters in ihren Kontexten. Mit einer Analyse der okzitanischen Urkundensprache und der Graphie“ hat Dr. Kathrin Kraller nun den renommierten Max-Weber-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften erhalten. 


Dr. Kathrin Krallers Studie untersucht die institutionellen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen des Übergangs vom Latein zur okzitanischen Volkssprache im Bereich der notariellen Urkunden in der in der Region Quercy gelegenen Abteistadt Moissac während des 12. und 13. Jahrhunderts. Parallel wird deren formale Gestaltung unter dem Aspekt der außersprachlichen Bedingungen des Urkundengebrauchs sowie die Sprache und die Graphie der Urkunden über die Zeit analysiert. Damit trägt die Untersuchung auf methodologisch transdisziplinärer Grundlage zur sprach- und kommunikationshistorischen Rekonstruktion des Verwaltungshandelns im städtischen Umfeld der Vormoderne bei. Die Dissertation ist sowohl auf dem Publikationsserver der Regensburger Universitätsbibliothek (https://epub.uni-regensburg.de/40032/), als auch als gedruckter Band (ISBN 9783882464153) erschienen.

Über den Max-Weber Preis
Der Max Weber-Preis, der mit 4.000 Euro dotiert ist und der von der Stiftung zur Förderung der Wissenschaften in Bayern finanziert wird, ehrt seit 1994 exzellente Dissertationen und Habilitationen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Über das GRK 2337 „Metropolität in der Vormoderne“
Am DFG-Graduiertenkolleg 2337 „Metropolität in der Vormoderne“ (Sprecher: Prof. Dr. Jörg Oberste, www.metropolitaet.ur.de ) sind seit April 2017 die Fächer Geschichte, Kunstgeschichte, Rechtsgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Alte Kirchengeschichte, Patristik, Klassische Archäologie, Liturgiewissenschaft, Romanische Sprachwissenschaft, Politikwissenschaft und Englische Literatur- und Kulturwissenschaft sowie weitere assoziierte Fächer und Kooperationspartner beteiligt. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Konstitution und Repräsentation, Wirkung und Wandel von Metropolen von der griechisch-römischen Antike bis zur Schwelle der Industrialisierung.


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