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Europäische Auszeichnung für Tinnitus-Projekt

"ESIT" schreibt Erfolgsgeschichte


29. Januar 2020
 

Die Europäische Union zeichnet das Projekt "ESIT" als Erfolgsgeschichte aus. Neben UNITI ist ESIT ein weiteres erfolgreiches durch die EU gefördertes Projekt. Die Tinnitus-Experten der Universität Regensburg und medbo sind federführend an beiden Projekten beteiligt. Grundlage ist eine europaweite, interdisziplinäre Zusammenarbeit zur Erforschung neuer und individualisierter Behandlungsmethoden für Tinnitus. ESIT fördert das wissenschaftliche und medizinische Verständnis von Tinnitus und seinen unterschiedlichen Ursachen und Erscheinungsbildern.
 
"Momentan haben wir wirklich einen guten Lauf", schmunzelt Privatdozent Dr. Winfried Schlee, Psychologe an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg am Bezirksklinikum. Die EU förderte erst kürzlich UNITI, das wiederum auf den Erkenntnissen von ESIT aufbaut. Nun wurde ESIT als Erfolgsgeschichte ausgezeichnet. Das zeigt, dass die Forschungsgelder bei den Tinnitus-Experten der medbo gut angelegt sind. Die Auszeichnung zusammen mit den Erfolgen anderer Projekte bietet einen guten Nährboden für die künftige Forschung und Kooperationen mit der EU.
 
Interdisziplinäre Forschung
 
Die größte Herausforderung bei Tinnitus neben der oft unbekannten Ursache und dem chronischen Verlauf ist die Unterschiedlichkeit des Krankheitsbildes. Genau dieser individuelle Krankheitsverlauf ist der Mittelpunkt des Projekts. Das Ziel von ESIT ist die Erforschung innovativer und personalisierter Lösungen für Tinnitus. "Eine auf Patienten speziell zugeschnittene Therapie treibt das Forschungsgebiet enorm voran", sagt Dr. Schlee. Therapieerfolge lassen sich mit medizinischen, psychologischen und physiotherapeutischen Maßnahmen erzielen. Weiter spielt die Datentechnik eine wichtige Rolle bei dem Aufbau der größten europaweitenTinnitus-Datenbank. "Diese neuen Methoden der Datensammlung und -analyse haben einen großen Einfluss auf die Tinnitusforschung", erklärt Dr. Schlee.
 
Tinnitus betrifft mehr als 40 Millionen Menschen in Europa. Viele davon können von dem etwa 3,8 Millionen Euro teuren Projekt profitieren, das eine neue Generation an Spezialisten in den neuen Forschungsmethoden ausbildet. In diesem Fall 15 Doktoranden aus verschiedenen fachlichen Bereichen aus der ganzen Welt. Hier liegt der Unterschied zu UNITI, dessen Hauptschwerpunkte die Forschung und Innovation waren. ESIT ebnet den Weg für künftige Studien und Experten. Das führt zu neuen Therapien.


Weiterführender Link: www.esit.tinnitusresearch.net

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