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„reisen.entdecken.sammeln“

Ausstellung von Hans-Peter Riese in der Universitätsbibliothek Regensburg


24. Februar 2020

Kunst, Literatur, Freundschaften – Hans-Peter Rieses Sammelleidenschaften sind vielfältig. Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie und die Universitätsbibliothek Regensburg zeigen an zwei Standorten diese drei Leidenschaften in einer gemeinsamen Ausstellung zum Thema „reisen.entdecken.sammeln“. Zusammen mit seiner Frau Michaela Riese (1943-2000) hat der Journalist Hans-Peter Riese bei seinen Korrespondenten-Reisen im Ostblock eine umfangreiche und beeindruckende Kunstsammlung von Künstler*innen aus dem osteuropäischen Raum zusammengetragen. Zum 20. Todestag von Michaela Riese beschäftigt sich „reisen.entdecken.sammeln“ mit der Zeit zwischen dem Prager Frühling und dem Fall des Eisernen Vorhangs.

Während das Kunstforum Ostdeutsche Galerie Fotografien von Barbara Klemm sowie Werke tschechischer Künstler zeigt, widmet sich die Ausstellung im schaufenster – dem Ausstellungsraum im Foyer der Universitätsbibliothek Regensburg – den Beständen der Bibliothek der Michaela Riese Stiftung. Seit 2018 beheimatet die UB Regensburg die Bibliothek der Michaela Riese Stiftung und damit ca. 2000 Bände zur europäischen Bildenden Kunst der Moderne gestiftet aus Rieses Privatbibliothek. Die Ausstellung zeigt neben Kunstbänden kleinformatige Kunstwerke, Künstlerkarten und -korrespondenzen sowie fünf Fotografien von Barbara Klemm, die sie begleitend zu Rieses journalistischer Arbeit für die Frankfurter Allgemeine Zeitung anfertigte.

Universitätsbibliotheksdirektor André Schüller-Zwierlein nannte bei der Vernissage am 21. Februar 2020 die Ausstellung einen „Einblick in das sammlerische Lebenswerk“ von Hans-Peter Riese. Denn neben Kunstwerken und Literatur über die Kunst, war Riese auch ein „Sammler von Freundschaften“, so Schüller-Zwierlein. Diese Freundschaften sind ein zentrales Element der Ausstellung in der Universitätsbibliothek. Sie präsentiert Fotos mit Riese und seinen Freunden sowie Werke von befreundeten Künster*innen. Für Riese ist das Sammeln „keine entfremdende Tätigkeit“. Ihn faszinierten vielmehr zuerst die Persönlichkeiten der Künstler*innen und dann kam der Gedanke „von dieser Persönlichkeit möchte ich ein Kunstwerk haben“. Was Freundschaft für Riese bedeutet wird nicht zuletzt deutlich durch die zahlreichen Freunde und seine Familie, die zur Ausstellungseröffnung aus Tschechien, der Schweiz und ganz Deutschland anreisten.

Die Ausstellung „reisen.entdecken.sammeln“ ist ab sofort bis einschließlich 2. Mai 2020 im schaufenster der Universitätsbibliothek Regensburg und im Kunstforum Ostdeutsche Galerie zu sehen. Am 17. März 2020 um 18.15 Uhr findet ein Vortrag und eine Führung von Hans-Peter Riese durch die Ausstellung in der UB Regensburg statt.

Bibliothek der Michaela Riese Stiftung in der Universität Regensburg

Im Laufe seines Lebens trug Hans-Peter Riese eine umfangreiche Privatbibliothek zusammen, die er 2018 in vollem Umfang der UB Regensburg übereignet hat. Sie umfasst vorwiegend Fach- und Spezialliteratur zur europäischen Bildenden Kunst der Moderne vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Publikationen über osteuropäische Kunst, dabei insbesondere über russische und tschechische Künstler. Darunter befinden sich zahlreiche Exemplare mit Widmungen sowie seltene Ausgaben, die von Rieses engem Austausch mit Künstler*innen und Museen zeugen.

Heute ist die ca. 2000 Bände zählende Bibliothek unter dem Namen „Bibliothek der Michaela Riese Stiftung“ in der Universitätsbibliothek Regensburg untergebracht. Sie ist als zusammenhängender Komplex im Präsenzbestand des Lesesaals Philosophicum II öffentlich zugänglich. Die Bibliothek der Michaela Riese Stiftung spiegelt sowohl die thematische Breite und Fülle der Kunstsammlung von Hans-Peter Riese als auch seine Publikationstätigkeit wider.


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