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Wie Achtsamkeit uns in Zeiten des Corona-Virus SARS-CoV-2 helfen kann


26. März 2020

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Wir erleben eine Zeit, die wir alle in der Form noch nicht erlebt haben. Das Unbekannte verunsichert viele von uns. Manche ängstigende Fragen treten auf: Wie können wir unsere älteren Verwandten schützen? Welche Folgen hat die Pandemie für uns wirtschaftlich? Hält unser Gesundheitssystem der Pandemie stand?

Kann Achtsamkeit, von der so viel gesprochen wird, in Zeiten des Corona-Virus SARS-CoV-2 helfen? „Ja, sie kann“, betont die Regensburger Wissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Jansen. Achtsamkeit wird definiert als die Fähigkeit, im jetzigen Moment präsent zu sein, ihn anzunehmen, ohne ihn verändern und bewerten zu wollen. „Auch wenn dies fast konträr klingt zu dem, was wir uns wünschen, nämlich eine Veränderung der Situation, kann Achtsamkeit uns helfen, uns z.B. nicht von den Nachrichten einnehmen zu lassen und eine tiefere Ruhe zu erlangen“, erklärt Prof. Jansen und empfiehlt verschiedene Achtsamkeits-Methoden:



Meditation in verschiedenen Versionen

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Unterschiedliche Praxismethoden bieten sich hier an. Die bekannteste ist die Meditation, von welcher es zahlreiche Versionen gibt. So lassen sich unter anderem aufmerksamkeitsbasierte Meditationsformen, wie z.B. die Zen-Meditation oder eine Meditationsform, die sich auf das Betrachten des eigenen Atems bezieht, von konstruktivistischen Formen, bei welchen der Umgang mit Gedanken und Emotionen gelehrt wird (z.B. Metta-Meditation), unterscheiden . Zu den bewegungsbasierten Achtsamkeitsformen gehören bestimmte ruhige Yoga-Formen, wie das Yin Yoga oder auch Tai-Chi. Genauso wie beim Erlernen eines Musikinstrumentes oder einer Sportart begünstigt eine regelmäßige Praxis die Wirksamkeit der Achtsamkeit. Hier muss jeder Interessierte die für ihn oder sie geeignete Praxis finden. All die Meditationsformen können uns helfen, einen Raum zwischen einem Reiz und einer Reaktion zur erfahren. 



Stop-Methode und Body-Scans


Durch einfache Übungen lässt sich Achtsamkeit auch im Alltag integrieren.  Eine Übung ist die Stop-Methode:

  • Stop (Halten Sie einen Moment inne, wenn die Gedanken oder Emotionen Sie aufwühlen)
  • Take a breath (Nehmen Sie einen tiefen Atemzug)
  • Observe (Beobachten Sie, wie Sie sich fühlen oder was in Ihrem Körper vorgeht)
  • Proceed (Machen Sie nun in der Form weiter, wie es sich für Sie gut anfühlt)

Eine andere Möglichkeit, Achtsamkeit zu erfahren, ist die Praxis des sogenannten Body Scans, bei welchem Sie die verschiedenen Körperteile bewusst wahrnehmen.



Kleine Dinge im Alltag

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Neben diesen Methoden können aber auch schon ganz kleine Dinge im Alltag helfen, die innere Ruhe zu finden:

  • Nach dem Aufstehen, ein paar Minuten am geöffneten Fenster zu sitzen und die Natur zu betrachten
  • Abends wenige Sätze oder Wörter aufschreiben, für die man dankbar ist
  • Sich der Solidarität z. B. der Nachbarn oder des Arbeitseinsatzes der Pfleger und Ärztinnen bewusst zu werden
  • Beim alleinigen Spazierengehen den Anderen – mit Abstand – ein Lächeln zu schenken
  • Und und und


Es gibt viele Möglichkeiten, die zu einer inneren Ruhe in der unruhigen Zeit führen, Achtsamkeit ist eine Möglichkeit.


 

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