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Verbesserte räumliche Fähigkeiten können Gender-Gap in MINT-Fächern schließen

Im Rahmen des Programms Horizont 2020 fördert die Europäische Union ein internationales Forschungsprojekt mit über vier Millionen Euro


10. Juni 2020

Die Universität Regensburg ist an einem internationalen Forschungsprojekt beteiligt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die räumlichen Fähigkeiten von jungen Menschen zu stärken. Dadurch soll die Gender-Gap im MINT (engl. STEM)-Bereich geschlossen werden. Das Projekt Spatially Enhanced Learning Linked to STEM (SellSTEM) wird mit über vier Millionen Euro vom Marie Skłodowska Curie Innovative Training Network gefördert, das zum EU-Programm Horizont 2020 gehört.

Die Forschung hat gezeigt, dass Menschen mit guten räumlichen Fähigkeiten erfolgreicher in MINT-Fächern sind, mehr Spaß daran haben und die eigene Weiterbildung oder Karriere öfter in die MINT-Richtung einschlagen, als Menschen mit schlechteren räumlichen Fähigkeiten. In der Gruppe der Personen mit weniger guten räumlichen Fähigkeiten sind Frauen überrepräsentiert, so dass diese beim Erlernen von MINT-Fächern Nachteile erleben. Vier Jahre lang wird SellSTEM, das aus zehn Europäischen Universitäten und acht Nicht-akademischen Partnern besteht, 15 Doktoranden rekrutieren und innovative und praktische Ansätze entwickeln, um die räumlichen Fähigkeiten von jungen Menschen in Europa zu verbessern und sie damit besser auf wissenschaftliche, technologische, ingenieurwissenschaftliche und mathematische Fächer vorzubereiten.

Die Regensburger Wissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Jansen erklärt: „SellSTEM unterstützt die Nachwuchsforscher:innen bei der Erhebung der Daten zu den räumlichen Fähigkeiten von Kindern in Europa. Diese werden dann im Zusammenhang zur akademischen Leistung betrachtet. Außerdem analysieren die Wissenschaftler:innen das Zusammenspiel von Geschlecht, Region und sozio-ökonomischen Status. Unsere Forscher:innen wollen zudem Methoden entwickeln, um die räumlichen Fähigkeiten von Kindern zu fördern, z. B. durch Online-Lehre, Training der Feinmotorik, Workshops und projektbasiertes Lernen.“

Prof. Jansen ergänzt: „Die Wissenschaftler:innen arbeiten mit Lehrer:innen und den Verantwortlichen in der Lehrer:innenausbildung zusammen, um Hürden in punkto räumlicher Fähigkeiten aufzuzeigen und zu ebnen. So können sie nachhaltige Lösungen für Klassenräume zur Verfügung stellen, die die vorhandenen räumlichen Fähigkeiten verbessern. Der Schwerpunkt der Regensburger Arbeitsgruppe liegt in dem Training der räumlichen Fähigkeiten von Kindern im Kindergartenalter. SellSTEM sorgt für einen frischen Wind, um die MINT-Ausbildung und -Karriere so wie früh wie möglich und insbesondere auch für Mädchen zu fördern. “

Das sind die Mitglieder des SellSTEM Konsortiums
Technological University Dublin (Irland), Technische Universiteit Delft (Niederlande), Bangor University (UK), Norges Teknisk-Naturvitenskapelige Universitet – NTNU (Norwegen), Latvijas Universitāte (Lettland), Universiteit Leiden (Holland), Paris-Lodron-Universität Salzburg – PLUS (Österreich), Universität Regensburg, Universität Koblenz-Landau und Kungliga Tekniska Högskolan – KTH (Schweden), Microsoft Ireland Operations, Stichting VHTO, SAP Service and Support Centre, Ionad Oideachais Mhuineacháin, De Galan School Voor Training, Science Hub TU Delft, Marino Institue of Technology und Stichting Waag Society.

Erklärung zu STEM (Pendant zu MINT)
STEM steht für science, technology, engineering and mathematics. Die englische Abkürzung STEM kann als Pendant der deutschen Abkürzung MINT gesehen werden. Diese steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.


ANSPRECHPARTNERIN FÜR MEDIENVERTRETER

Prof. Dr. Petra Jansen
Institut für Sportwissenschaft
Universität Regensburg
Telefon: 0941 943-2518
E-Mail: petra.jansen@ur.de


Weiterführender Link: Insitut für Sportwissenschaft

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