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Heisenberg-Förderung für PD Dr. Andreas K. Hüttel

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Physiker an der Universität Regensburg


11. November 2020

PD Dr. Andreas K. Hüttel; © Fotohaus Zacharias

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Privatdozent Dr. Andreas K. Hüttel in ihr Heisenberg-Programm aufgenommen. Nach dem Physik-Nobelpreisträger und Mitbegründer der Quantenmechanik Werner Heisenberg benannt, ist dieses Programm die renommierteste Förderung der DFG für Forscherinnen und Forscher aller Fächer, die bereits die Voraussetzungen für die Berufung auf eine permanente Professur erfüllen. Die damit einhergehende Förderung läuft über fünf Jahre, mit einer Fördersumme von rund 750.000 Euro in den ersten drei Jahren.

Nach einem Postdoktorat an der Technischen Universität Delft, Niederlande, war Dr. Hüttel Leiter einer DFG-geförderten Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für Experimentelle und Angewandte Physik der Universität Regensburg, wo er auch 2017 habilitiert wurde. Seit 2020 hat er eine Gastprofessur an der Aalto University, Espoo, Finnland inne; Anfang März 2021, wenn er seine Forschung in Regensburg fortsetzen wird, startet auch die Förderung im Rahmen des Heisenberg-Programms.

Optomechanische Kopplung eines koplanaren Mikrowellenresonators und einer Kohlenstoff-Nanoröhre; © Niklas Hüttner, Dr. Stefan Blien, PD Dr. Andreas K. Hüttel


Die bisherige Arbeit von Dr. Andreas Hüttel betrachtet die Elektronik und Nanomechanik von Kohlenstoff-Nanoröhren, außergewöhnlichen Makromolekülen, die bei tiefen Temperaturen sowohl exzellente elektronische Leiter als auch mechanische Saitenresonatoren sind. Im Rahmen des Heisenberg-Programms wird Hüttel zwei Forschungskomplexe untersuchen: Einerseits wird, hinsichtlich der Quantentechnologie von Kohlenstoff-Nanoröhren, die Integration von Nanomechanik, Einzelelektroneneffekten und Hochfrequenzelektronik vertieft, hin zur schnellen Manipulation, Detektion, und Quantenkontrolle der mechanischen Schwingung. Andererseits plant Hüttel, Übergangsmetall-Dichalkogenid-Nanoröhren als neuartiges Quantenmaterial zu untersuchen. Diese in vielerlei Hinsicht noch wenig erforschten Makromoleküle, beispielsweise gebildet aus Molybdendisulfid MoS2, zeigen sowohl halbleitende als auch supraleitende Eigenschaften. Aus der Kombination von starker Spin-Bahn-Wechselwirkung und möglicherweise nichttrivialer Topologie der elektronischen Bandstruktur ergeben sich vielerlei Verbindungen zu hochaktueller Arbeit an anderen Materialien weltweit, während das Thema sich gleichzeitig passgenau in den Regensburger Sonderforschungsbereich SFB 1277 „Emergent Relativistic Effects in Condensed Matter“ integriert.


Weiterführende Informationen

Kontakt

PD Dr. Andreas K. Hüttel
Department of Applied Physics
Aalto University
Puumiehenkuja 2
02150 Espoo
Finland
E-Mail: andreas.huttel@aalto.fi / andreas.huettel@ur.de

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