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Heisenberg-Professur für Prof. Dr. Benjamin Kohlmann

Anglist erhält renommierte DFG-geförderte Professur an der Universität Regensburg


3. Dezember 2020

Bereits seit dem 1. April 2020 forschte Prof. Dr. Benjamin Kohlmann als Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Regensburg. Nun wurde der Literaturwissenschaftler zum 1. November 2020 auf eine Heisenberg-Professur für Anglistik berufen und wird so auch längerfristig an der Universität Regensburg forschen und lehren. Das Heisenberg-Programm gilt als das prestigeträchtigste Individualförderprogramm der DFG, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aller Fachbereiche offensteht.


Benjamin Kohlmann studierte Philosophie und Englische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie an der Yale University. Die Doktorwürde wurde ihm im Jahr 2011 von der University of Oxford verliehen. Nach einer einjährigen Station an der Universität Regensburg im akademischen Jahr 2010/11 lehrte Kohlmann in der Folge als Akad. Rat an der Universität Freiburg und hatte zuletzt Vertretungsprofessuren an der Universität Hamburg inne. Als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung und der DFG verbrachte Professor Kohlmann außerdem längere Forschungsaufenthalte an der Columbia University (USA), der University of Cambridge, der University of East Anglia und der Queen Mary University of London. Im Jahr 2018 wurde Benjamin Kohlmann für seine Forschungen mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis der DFG ausgezeichnet – der wichtigsten Auszeichnung für Nachwuchswissenschaftler:innen in Deutschland.


Professor. Kohlmann steht für eine kulturwissenschaftliche Literaturwissenschaft, die Anschluss an neue Partnerdisziplinen sucht und darüber hinaus Verbindungen zu theoretischen und philosophischen Fragestellungen herstellt. Beschäftigten sich seine bisherigen Arbeiten vorrangig mit der Politisierung und politischen Instrumentalisierung experimentellen Schreibens im 20. Jahrhundert sowie mit der literarischen Inszenierung und Hinterfragung ökonomischer Diskurse im neunzehnten Jahrhundert, untersuchen die im Rahmen des Heisenberg-Programms geförderten Projekte unter anderem, wie Literatur und andere Medien (z. B. Film, Fernsehen und neuere Internetformate) reformerische Energien aus der sozialen und politischen Sphäre aufnehmen und in spezifisch ästhetische Verfahren übersetzen. Im Zentrum steht dabei die literarisch-künstlerische Auseinandersetzung mit der Konsolidierung, Krise und Reformbedürftigkeit des Sozialstaats von 1945 bis in die Gegenwart. Prof. Dr. Kohlmanns Forschungsinteresse gilt darüber hinaus aktuell auch der literarischen Beschäftigung mit (sprach)reformerischem Denken in der Frühneuzeit sowie mit literaturtheoretischen Debatten über die Krise (und Zukunft) der Ideologiekritik.


Weitere Informationen

Kontakt: benjamin.kohlmann@ur.de

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