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Zweite Nachhaltigkeitswoche #CampusforFuture

Auch in digitaler Form ein Erfolg


4. Dezember | von Antonia Pröls

Vom 16. bis 21. November 2020 veranstaltete das Netzwerk Nachhaltigkeit auf dem Campus Regensburg die zweite Nachhaltigkeitswoche. Geboten waren über 40 Aktionen, darunter einige vor Ort, sowie eine große Bandbreite an digitalen Vorträgen und Workshops. Rund 1.000 Teilnehmende hat das Organisationsteam insgesamt bei den Zoom-Veranstaltungen gezählt.


Was war los in der Nachhaltigkeitswoche?

Ganzwöchig auf dem Campus installierte das Netzwerk Nachhaltigkeit ein
Pflanzentauschregal, zwei kontaktlose Kleidertauschstangen sowie mehrere
personenlose Infostände - dabei halfen unter anderem Desinfektionsmittel und
Bodenmarkierungen dabei, die Hygienerichtlinien einzuhalten. Diese Angebote wurden von den Studierenden sehr gut angenommen und ernteten durchweg positives Feedback.


Auch die Online-Veranstaltungen waren durchweg gut besucht. Dabei waren
inhaltlich alle drei Säulen der Nachhaltigkeit vertreten - es wurden ökonomische,
ökologische und soziale Themen aufgegriffen. Dementsprechend bunt und vielfältig gestaltete sich das Programm: von Fairtrade und emotionalen Kompetenzen über Holzbau und Gärtnern bis hin zu Dekolonisierung und Nachhaltigkeit im Finanzwesen reichte die Bandbreite. Besonders hervorzuheben ist der Vortrag des Klimaforschers und Mitglieds des IPCC Prof. Dr. Dirk Notz, der in seinem Vortrag “Das Ende der Eiszeit?” aus wissenschaftlicher Perspektive keine Zweifel daran ließ: Der Klimawandel ist real, er ist gefährlich und wir Menschen sind die Ursache dafür.

Daneben bot die Nachhaltigkeitswoche auch jede Menge Ideen und Lösungsansätze aus verschiedensten Bereichen, wie die Klimaerwärmung noch unter 2 Grad gehalten werden kann: sei es auf individueller Ebene durch Veränderungen im eigenen Leben - etwa durch eine Umstellung der Ernährung – oder von einschneidenderer Reichweite wie den European Green Deal.


Nachhaltigkeit langfristig auf dem Campus etablieren

Die Universität und die OTH Regensburg als Orte der Bildung und Forschung setzen
durch die Unterstützung der studentischen Initiative "Netzwerk Nachhaltigkeit" ein
klares Zeichen im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Durch die Nachhaltigkeitswoche soll
ein Bewusstseinswandel an Universität und OTH Regensburg eingeleitet werden,
der sich letztendlich in allen vier Bereichen – in der Forschung, der Lehre, dem
Betrieb und dem Leben auf dem gemeinsamen Campus von Universität und Hochschule niederschlagen soll. Die Woche soll als Anstoß dienen, den Campus noch weiter in eine nachhaltige Richtung zu bewegen. Die Studierenden sollen im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche angeregt werden, Gewohnheiten in ihrem Studienalltag zu hinterfragen und ihre Handlungen auf Nachhaltigkeit hin zu prüfen.

Aus der letzten Nachhaltigkeitswoche im Sommersemester 2019 heraus entstand im Nachgang das Netzwerk Nachhaltigkeit mit inzwischen circa 30 aktiven Mitgliedern. Die Idee der Nachhaltigkeitswoche entstand, als sich die drei Studentinnen Julia Poppe, Lydia Reismann und Antonia Pröls der Universität und OTH Regensburg auf
einem Klimaschutz-Workshop des gemeinnützigen Vereins Transition Regensburg e.V. zusammenschlossen und unter Anleitung von Mentoren und Fachleuten das Konzept der Nachhaltigkeitswoche entwarfen. Seither bauen sie ein großes Netzwerk aus Vereinen, Fachschaften, Arbeitskreisen und engagierten Einzelpersonen auf, die sich durch verschiedene Aktionen in ihren entsprechenden Fachgebieten, seien es soziale, wirtschaftliche oder ökologische, an der Nachhaltigkeitswoche beteiligen. Zu den regelmäßig stattfindenden Netzwerktreffen sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Weitere Informationen zu aktuellen Projekten und Aktionen des Netzwerk Nachhaltigkeit findet man unter https://blog.regensburg-nachhaltigke.it.


Unterstützung durch die Freunde der OTH

Der Verein der Freunde der OTH Regensburg e.V. unterstützte das Netzwerk
Nachhaltigkeit und die Durchführung der Nachhaltigkeitswoche mit 300 Euro. Das Geld verwendete das Organisationsteam für die Erstattung von Fahrtkosten, für Verpflegungskosten der Gäste und des Teams, Druckkosten, das Beschaffen einer Filmlizenz, Veranstaltungsmaterialien, die Kosten für Workshops und Vorträge und für kleine Aufmerksamkeiten für die Referent:innen. Das Netzwerk bedankt sich an dieser Stelle ganz herzlich für die Unterstützung!


Nachhaltige Perspektiven im Nachgang zur Nachhaltigkeitswoche

Nach der Nachhaltigkeitswoche heißt vor der Nachhaltigkeitswoche - deswegen
starten die Planungen für die nächste Veranstaltung im kommenden Sommersemester 2021 noch in diesem Jahr. Zusätzlich dazu unterstützt das Netzwerk Nachhaltigkeit aktuell die Bewerbung der OTH Regensburg auf die Ausschreibung der Klaus-Tschira-Stiftung und des Stifterverbandes in Kooperation mit dem ZEIT Verlag für das Projekt “Eine Uni - Ein Buch”.

Im Wintersemester hat das Thema Nachhaltigkeit an beiden Hochschulen weiter Fahrt aufgenommen: Mitgründerin des Netzwerks Nachhaltigkeit Julia Poppe widmet sich seit Anfang November in der neu geschaffenen Projektstelle “Gesellschaftliche Verantwortung und Nachhaltigkeit” der Etablierung von Nachhaltigkeit in der Bereichen Forschung, Lehre, Betrieb, Transfer und Governance an der OTH Regensburg (weitere Infos auf der OTH-Homepage). 

Auch die Leitung der Universität Regensburg hat die Einrichtung eines Green Office beschlossen. Dadurch soll dem Thema Nachhaltigkeit ein institutionell sichtbarer Rahmen gegeben werden. Das Green Office wird strukturell der Universitätsleitung zugeordnet und inhaltlich eng mit dem für Fragen des Umweltschutzes zuständigen Verwaltungsreferat zusammenarbeiten. Bereits im Wintersemester 2020/21 soll das Green Office seine Arbeit als Anlaufstelle, Multiplikator und Impulsgeber für nachhaltigkeitsbezogene Initiativen und Vorhaben am Campus aufnehmen (weitere Infos in der Pressemitteilung dazu).

Dass sich trotz der aufgrund des COVID-19 Virus aktuell schwierigen Situation an
den Hochschulen so viele Studierende Interesse an dem Thema Nachhaltigkeit
zeigten und die Veranstaltungen stets hohe Teilnehmerzahlen verzeichneten,
beweist die nach wie vor hohe gesellschaftliche Relevanz der Thematik. Durch die
nun stärkere Priorisierung dieses Bereiches an beiden Hochschulen, was sich in der
Einrichtung der zwei neuen Projektstellen zeigt, nehmen die Universität und die OTH Regensburg ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und kommen dem Interesse, das aus der Studierendenschaft dringt, entgegen.

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