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Keine übergeordnete moralische Instanz mehr

Veröffentlichungsdatum 23. Februar 2021
Mittelbayerische Zeitung | Stadt Regensburg

Prof. Dr. Unterburger über vermehrte Austritte aus der katholischen Kirche in Zusammenhang mit den Kölner Missbrauchsfällen

10 655 Menschen sind 2019 im Bistum Regensburg aus der katholischen Kirche ausgetreten. Eine hohe Zahl, die wohl auch in Zukunft nicht merklich zurückgehen wird - das prognostiziert Prof. Dr. Klaus Unterburger, Inhaber des Regensburger Lehrstuhls für Mittlere und Neue Kirchengeschichte. Die Mittelbayerische Zeitung hat ihn im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen im Erzbistum Köln zu den Gründen für die Abkehr von immer mehr Menschen von der katholischen Kirche und zu den möglichen Entwicklungen in den kommenden Jahren befragt. Nach Professor Unterburgers Einschätzung hat die katholische Kirche durch Missbrauchsskandale und kritische Berichte über den Umgang mit Kirchengeldern viel an öffentlichem Ansehen verloren, sie werde heute nicht mehr als eine übergeordnete moralische Instanz wahrgenommen. „Einen Zeitrahmen von 20 Jahren, in dem die katholische Kirche auseinanderfällt, halte ich leider für realistisch“, äußert sich Unterburger in der MZ.

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