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Mit Nachhaltigkeit ist man nie fertig

Das Green Office der UR wird Realität – Studentische Initiative


3. Mai 2021

Den nächsten Generationen Kompetenzen für die Gestaltung einer lebenswerten und zukunftsorientierten Gesellschaft vermitteln, dem Thema Nachhaltigkeit einen institutionell sichtbaren Rahmen geben: Die Universität Regensburg startet ihr Green Office, dessen Einrichtung auf eine studentische Initiative zurückgeht und für das sich eine 2019 gegründete „Steuerungsgruppe Green Office“ unter Federführung des Studentischen Sprecher:innenrats engagierte. Die Struktur ist geschaffen, nun beginnt sie zu leben: Ann-Kathrin Roßner, 28 Jahre, UR-Alumna und Kulturwissenschaftlerin M.A. ist die erste Green Officer der Universität Regensburg. Die neue UR-Referentin will „einen Job, mit dem ich etwas bewegen kann“, sie will gestalten und verändern. Dabei ist ihr der Blick auf die realistischen Möglichkeiten ebenso wichtig wie die Zusammenarbeit mit der Technischen Zentrale der Universität Regensburg, für die Nachhaltigkeit in allen Bereichen kontinuierlich Thema ist, besonders wenn es um Umweltschutz und Logistik geht -  Wertstoffrecycling, Gefahrengut, Emissions-, Umwelt-, Gewässerschutz sind nur ein paar der Themen. Für die Kulturwissenschaftlerin Ann-Kathrin Roßner und den Biologen Dr. Martin Postner ergibt sich ein breites Feld interdisziplinärer Zusammenarbeit, auf die beide sich freuen.


Primäre Aufgabe von Ann-Kathrin Roßner wird die Erarbeitung eines Nachhaltigkeitskonzeptes für die Universität sein; parallel dazu ist das Green Office die erste Adresse auf dem Campus, wenn es um Ideen und Anregungen geht, was auf dem Campus nachhaltiger gestaltet werden kann. Erfahrungswerte bringt die neue UR-Referentin nicht nur aus dem Studium, aber auch aus einer gut zweieinhalbjährigen Tätigkeit als Clustermanagerin Nachhaltige Entwicklung an der Technischen Hochschule Ingolstadt mit. Auch privat ist Ann-Kathrin Roßner, für die Regensburg ihre „Herzensstadt“ ist, Nachhaltigkeit wichtig. Sie lebt größtenteils vegan, verzichtet auf ein Auto. Müssen das nun alle? „Nein“, sagt sie lachend, „ich will ja niemanden vergraulen, sondern für das Thema gewinnen“. Es mache weitaus mehr Sinn, die positiven Momente nachhaltiger Lebensweise näherzubringen, vorzustellen, andere dafür zu begeistern. Transfer und Wissensbildung seien zentral.


Ein großes Thema im Green Office wird Mobilität sein: Mehr Fahrräder statt Autos sind ein mittel- und langfristiges Ziel für den Regensburger Campus, auch intensivere Nutzung von Angeboten des ÖPNV. Nachhaltigkeit und alternative Mobilität können auch ganz einfach sparen helfen, sagt Biologe Martin Postner: „Zwei überdachte Auto-Stellplätze kosten so viel wie 800 Fahrradbügel.“ Insgesamt ist das Thema hochkomplex, ein ganzer Themenreigen ist mit dem Schwerpunkt Mobilität verwoben: Ressourcen, Energie, Veranstaltungen. Momentan hat die Universität drei Dienstfahrräder mit zwei Anhängern und ein E-Rad. Dieses Angebot für die Beschäftigten soll bald ausgebaut werden – und schließt dann auch die viel stärker ein, die aus unterschiedlichsten Gründen keinen Führerschein haben und sich trotzdem zügig und oft auf dem Campus bewegen müssen – die Techniker:innen und die Gärtner:innen etwa.


Ein nachhaltiges Beschaffungsmanagement ist Ann-Kathrin Roßner ebenfalls ein großes Anliegen, das künftig im Green Office in den Blick genommen werden soll. Dann wird auch viel Lobbyarbeit notwendig sein, etwa wenn es um nachhaltige Bauplanung und den Betrieb von Gebäuden geht. Der Campus von Universität Regensburg und OTH Regensburg ist betriebstechnisch bereits zusammengewachsen, eine Arbeitsgruppe nachhaltiger Betrieb im Rahmen des Netzwerks Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern tagt regelmäßig. Aber das sind nur die ersten Schritte, denn: „Mit Nachhaltigkeit ist man nie fertig“, da sind sich Ann-Kathrin Roßner und Martin Postner einig. Wichtig ist ihnen dabei die Vernetzung mit anderen Hochschulen und Universitäten in Bayern und auf Bundesebene. Man könne hier von Österreich lernen, wo beim Thema Nachhaltigkeit der Konkurrenzgedanke anders als in Deutschland eine viel geringere Rolle spiele.


Große Offenheit und spannende Anregungen erwartet man sich im Green Office besonders von den Studierenden, die die neue Einrichtung ja auch initiiert haben. Nicht zuletzt ihnen soll die neue Einrichtung auch als Anlaufstelle, Multiplikatorin und Impulsgeberin für nachhaltigkeitsbezogene Initiativen und Vorhaben auf dem Campus dienen. Ein besonderes Handlungsfeld im Bereich Nachhaltigkeit sind Forschung und Lehre: So soll ein fakultätsübergreifender interdisziplinärer Zertifikatsstudiengang Nachhaltigkeit an der UR entstehen.


Wie sieht es mit den Beschäftigten an der UR aus? Werden sie ebenso für das Thema zu gewinnen sein? Ann-Kathrin Roßner setzt auf Kommunikation und Aufklärung, sieht gemeinsam mit Martin Postner interessante Anknüpfungspunkte zum Projekt „Verwaltung 4.0“: Mobiles Arbeiten und Digitalisierung von Prozessen unterstützen nachhaltige Prozesse – der Weg zur Arbeit ins Homeoffice ist emissionsfrei, digitale Arbeit braucht weniger Ausdrucke. Die neue Referentin setzt bei allen Nachhaltigkeitsthemen auf Aufklärung, will eventuell eingefahrene Strukturen durchbrechen und lädt alle ein, dabei mitzumachen. Der 3. Mai 2021 ist der erste offizielle Arbeitstag im Green Office. Bald wird eine Webseite über die neue Einrichtung informieren. Der Ideen-Briefkasten ist bereits geöffnet!


Kontakt zum Green Office

Telefon +49 941 943-7474
E-Mail greenoffice@ur.de
Eine Webseite ist im Aufbau


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