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Herzlich willkommen Prof. Haim Weiss

International Presidential Visiting Scholar Fellow aus Israel zu Gast an der UR


15. Juli 2021

Der Präsident der Universität Regenburg, Prof. Dr. Udo Hebel, konnte am 8. Juli 2021 mit Prof. Haim Weiss, dem Leiter der Abteilung für hebräische Literatur an der Ben-Gurion-Universität des Negev in Be'er Scheva, Israel – seit 2019 Partneruniversität der UR – nach pandemiebedingter Verschiebung den International Presidential Visiting Scholar Fellow 2020 an der Universität Regensburg willkommen heißen. „Trotz der mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen bestanden internationale Kontakte und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit unserer Wissenschaftler:innen auch in den vergangenen Monaten selbstverständlich fort. Aber dennoch freut es mich außerordentlich, mit Prof. Haim Weiss einen hoch renommierten Kollegen endlich auch wieder vor Ort an der Universität Regensburg willkommen heißen zu können!“ so Präsident Prof. Dr. Hebel.

Das International Presidential Visiting Scholar Fellowship wird jährlich vergeben und ermöglicht den Forschungs- und Lehraufenthalt von international renommierten Wissenschaftler:innen an der Universität Regensburg.

Prof. Weiss, dessen Forschung sich auf die rabbinische Literatur konzentriert und dabei u. a. auch deren komplizierte Verbindungen mit der modernen hebräischen Kultur untersucht, arbeitet während seines Aufenthalts an der Universität Regensburg mit seinen Kolleg:innen der interdisziplinären DFG-Kolleg-Forschungsgruppe 'Jenseits des Kanons: Heterotopien religiöser Autorität im spätantiken Christentum' zusammen.

Diese Forschungsgruppe, als deren Sprecher Prof. Dr. Tobias Nicklas (Lehrstuhl für Biblische Theologie - Exegese und Hermeneutik des Neuen Testaments) fungiert, wird seit 2018 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit knapp vier Millionen Euro gefördert und kooperiert dabei mit Spitzenforscher:innen aus der ganzen Welt, die als Fellows z. T. auch eine Zeit lang vor Ort an der Universität Regensburg tätig sind.

Die Forschungsgruppe wurde dabei, so Prof. Weiss, sein „second intellectual home. The reach and diverse nature of the center and the option to meet (in a very friendly environment) leading scholars of various fields of Antiquity and Late-Antiquity (especially Christianity) widened the scope of my own research and enriched it with sources as well as methodological approaches.”



Neben den Forschungs- und Lehraktivitäten ist eine Public Lecture Bestandteil des IPVS-Fellowships. Prof. Weiss ging in seinem virtuellen Vortrag „The book of Legend: from Rabbinic Literature to Zionism“ am 8. Juli auf die Art und Weise ein, wie die rabbinische Kultur und Literatur in modernen literarischen Anthologien dargestellt wird: Was bleibt im Transformationsprozess gleich, was wird verändert und was wird ganz weggelassen? Als Fallbeispiel fungierte „The Book of Legend“, die einflussreichste moderne Anthologie, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Hayim Nahman Bialik und Yehoshua Hana Rawnitzki in Odessa herausgegeben wurde. Gleich nach deren Veröffentlichung wurde diese zum Tor, durch welches viele moderne jüdische und israelische Leser:innen auf ihre eigene Vergangenheit blickten. Es ist aber, wie es Prof. Weiss eindrucksvoll darzulegen gelang, ein komplexes Tor, das Fragen über die Rolle der Vergangenheit im Prozess der Gestaltung der modernen nationalen Identität aufwirft.

Der Vortrag ist in der Mediathek der Universität Regensburg abrufbar.

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