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Gründer der „Uni mit Kunst“ wird 80 Jahre

Professor Hermann Leber feiert runden Geburtstag


24. August 2021

1980 bekam Hermann Leber seinen Ruf an die Universität Regensburg. Seine erste Amtshandlung war die Gründung des „Instituts für Kunsterziehung“ (heute: Institut für Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung). Am heutigen Dienstag feiert Professor Hermann Leber seinen 80. Geburtstag und die Universität Regensburg gratuliert von ganzem Herzen.

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Professor Hermann Leber im Jahr 2019 bei der Vorstellung seines Buchs „Michelangelo und der Laokoon. Künstlerische und kunsthistorische Untersuchungen zu Michelangelos Disegno und dessen Wirkungen“ im Audimax der Universität. © Scheid/UR

Mit dem ihm eigenen Elan definierte Hermann Leber die künstlerischen Ausbildungswege an dieser Uni neu. Wenn die Kunstpädagogik bis 1980 eher eine bescheidene Rolle im Rahmen der Lehrerbildung gespielt hatte, begann sich das Studienangebot mit seiner Berufung immer weiter zu differenzieren und im Anspruch zu steigern. Die Einrichtung von verschiedenen Werkstätten künstlerischer Disziplinen und die Ausweitung der künstlerischen Lehrangebote durch Lehrpersonen und Lehraufträge bildeten den Grundstock. Eine seiner weitreichendsten Ideen war die Einführung von Exkursionen für Malerei und Bildhauerei – diese besondere Lernsituation formt bis heute den Studienweg vieler Kunststudierender. Gleichzeitig setzte der leidenschaftliche Künstler Hermann Leber einen weiteren bedeutenden Akzent:  die gemeinsamen Ausstellungen Studierender und Lehrender gehören zum Credo des Instituts. So entstanden regelmäßige Jahresausstellungen an der Universität und darüber hinaus an verschiedenen Plätzen außerhalb der Universität. Von Anfang an suchte Hermann Leber auch den konstruktiven Kontakt mit den umgebenden Wissenschaftsdisziplinen, allen voran den Kontakt mit der Kunstgeschichte und der Archäologie.

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Unter anderem im Audimax der Universität hängen von Professor Leber gespendete Bilder. © Dittscheid/UR

Der Künstler und Kunstwissenschaftler Hermann Leber wirkt bis heute auch durch zahlreiche Veröffentlichungen. Seine Untersuchungen zu Delacroix, Rodin und Cézanne gehören zum Bestand der Regensburger Kunstwissenschaft, zuletzt legte Hermann Leber nach jahrelangen Recherchen eine aufwändige Buchveröffentlichung im Januar 2020 vor, in der er den Einfluss der Entdeckung der Laokoon-Gruppe auf den Bildhauer und Maler Michelangelo Buonarotti mit diffizilen Untersuchungsmethoden nachweisen konnte.  

Herzlich und vertrauensvoll im Umgang mit seinen Mitarbeitern lenkte er das Institut durch die Reformen bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006.  Doch mit seinem Abschied aus dem Institut endete sein Engagement nicht, denn seine künstlerische Arbeit als Maler und Bildhauer prägt seinen Alltag bis heute. Zahlreiche seiner Gemälde und Zeichnungen im Zentralen Hörsaalgebäude belegen seine künstlerische Kraft. Seine Überzeugung, dass die Lehre aus eigener produktiver Tätigkeit heraus fruchtbar sein muss, bewies er erst in August 2021, wo er mit Studierenden des Instituts eine Bildhauer-Werkwoche in Kallmünz veranstaltete.  

Der Titel einer Ausstellungsreihe, mit der er sein Institut in der Region der Oberpfalz vorstellte, ist zum Programm geworden. Es ist sein Verdienst, dass die Universität Regensburg heute von sich behaupten darf, sie sei eine „Uni mit Kunst“.

Prof. Hermann Leber lebt und arbeitet derzeit in Nürnberg.


Ansprechpartner für Medien

Josef Mittlmeier
UR – Universität Regensburg - Institut für Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung
Tel.: 0941 943-3235
E-Mail: josef.mittlmeier@psk.uni-regensburg.de

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