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UR | PROF.ile - Ein Interview mit Prof. Dr. Ferdinand Evers

13. September 2021

Evers-titelei

Wäre ich nicht Professor für theore-tische Physik geworden, wäre ich heute ein anderer Mensch.

Meine besten Einfälle habe ich, wenn es still geworden ist.

Diese Schlagzeile würde ich gerne über die UR lesen: "Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an ein Team aus Forschern der Universität Regensburg!“

Das nächste Buch, das ich schreiben würde, wird vielleicht wieder kein Physikbuch werden. Ich denke viel über gesellschaftliche Entwicklungen nach und tue das im Rahmen einer physikalisch-inspirierten Modellbildung. Aber es fehlt noch an der Ausarbeitung, dazu komme ich bisher nicht.

Mein Rat für die Studierenden ist, zu rasten, wenn man müde ist.

Ich frage mich manchmal, was in den  Köpfen der Menschen vorgeht - und welche Aufgabe sich für mich dadurch stellt.

Ich werde häufiger gefragt, wie es ist, mit fünf Frauen zu leben. Ich kann mir nichts denken, das wunderbarer wäre.

Dieser Schauspieler sollte mich in meiner Biographie verkörpern: Colin Firth, auf jeden Fall! Dann hätte wenigstens meine liebe Gattin Interesse an dem Streifen.

Mein Lieblingsplatz in Regensburg ist
neben meiner Frau vor einem Aperol Spritz auf der Donauinsel.

Prof. Dr. Ferdinand Evers


Evers-zitat


Wenn ich Uni-Präsident wäre, würde ich zunächst meinem Vorgänger, Herrn Hebel, danken, der einen absolut großartigen Job macht. Und dann hätte ich diese Agenda: nach Innen die Stärkung der Idee einer universellen Vernunft, d.h. der Idee, dass die Ergebnisse der einen Fakultät auch den anderen etwas bedeuten müssen, wenn sie von Wert sein sollen; nach Außen die Verteidigung der universitären Freiheiten, Forschung und Lehre, mit allen gebotenen Mitteln; für Bayern die Gründung der „University of Bavaria“ (UofB) zur Schaffung eines international sichtbaren Trademarks in Anlehnung an das System der University of Califorina (UC).

Die Zeit meines Studiums war schwer.

Dieser Person wäre ich gerne mal begegnet: Jesus Christus. Aber wer weiß, vielleicht bin ich das ja schon, Jesus Christus begegnet.

Die größte Errungenschaft / Erfindung der Menschheit ist für mich vielleicht die Erkenntnis dessen, dass wir alle sterblich sind, dass wir eine Spielart sind von Myriaden Anderen des immergleichen Zyklus von Geburt, Gebären, Tod.

Ich beende meinen Tag mit einem Dankgebet.


Ferdinand Evers

  • Alter: 55 Jahre
  • Familiäres: verheiratet mit Dr. med. Stefanie Evers, vier Töchter
  • Berufliches: Studium Physik (1985-1991) und Promotion (1992-1995) TUM; 1996-1997 Postdoc University of Oregon;
    1998-2001 Postdoc Uni Karlsruhe;
    2001-2014 (Nachwuchs-)Gruppenleiter am Institut für Nanotechnologie, KIT;
    Habilitation 2006, Professur (apl.) 2010 KIT;
    seit 2014 Professor an der UR.
  • Außerberufliches: Engagement für Vernunft im Katholischen, so gut das eben geht.
  • mehr Informationen

⇒ zur PDF-Version


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