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Für eine tierfreundliche Kontrolle von Taubenpopulationen

Vorstellung des „Regensburger Modells“ auf dem Campus


Pressemitteilung vom 27. Juni 2013

Mit einer tierfreundlichen Strategie zur Reduktion und Kontrolle von Taubenpopulationen hat die Universität Regensburg in den letzten Monaten von sich Reden gemacht. Die Strategie wurde von Ferry Wittke als Sachverständigem für Taubenproblematik und der Firma Bau in Form GmbH konzipiert und mit Unterstützung des Referats V/5 – Umweltschutz und Logistik der Universitätsverwaltung umgesetzt. Der Ansatz basiert auf dem Augsburger Modell, einem Konzept zur tierschutzgerechten und nachhaltigen Regulierung von Stadttaubenpopulationen, das in den letzten zehn Jahren unter dem Aspekt des Tierschutzes und der artgerechten Haltung weiterentwickelt worden ist.

Das „Regensburger Modell“ wird nun vor geladenen Vertretern von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen aus Stadt und Region Regensburg vorgestellt: Am kommenden Montag, den 1. Juli 2013, ab 13.00 Uhr findet die Präsentation im Senatssaal der Universität Regensburg (Verwaltungsgebäude; 2. Obergeschoss) statt. Im Anschluss besteht ab ca. 15.00 Uhr die Gelegenheit zur Besichtigung der Taubenvolieren auf dem Campus. Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind herzlich zur Präsentation des Konzepts auf dem Campus der Universität Regensburg eingeladen.

Außer Kontrolle geratene Taubenpopulationen bringen vielfältige Probleme mit sich. Neben Gebäudeschäden sind es vor allen Dingen die rund zwölf Kilogramm Kot, die eine Taube im Jahr produziert. Die Vögel selbst sind zudem nicht selten von Parasiten und Krankheitserregern befallen, was zu einer Gesundheitsgefährdung für Mensch und Tier führen kann. Auch die Universität Regensburg hatte seit Jahren gegen eine Taubenplage zu kämpfen. Vergrämungsmaßnahmen auf dem Campus blieben ohne Erfolg.

Gemeinsam mit Ferry Wittke verfolgte die Universitätsverwaltung deshalb eine andere Strategie. Sie setzte auf Geburtenkontrolle und auf eine tierfreundliche Reduktion der gefiederten Freunde. Der neue Ansatz mit Vorbildcharakter macht es Taube und Mensch leichter: An einem zentralen Ort – auf dem Dach des Studentenhauses – wurde ein Taubenschlag eingerichtet; die auf dem Campus lebenden Tauben werden gezielt dorthin gebracht oder angelockt. Zugeflogene Haus- oder Brieftauben werden an ihre Besitzer zurückgegeben. Eine regelmäßige Wartung der Anlagen und eine qualifizierte Betreuung der Tauben sichern den Erfolg für eine dauerhafte Lösung der Taubenproblematik auf dem Regensburger Campus. So wird bei brütenden Tieren das Gelege gegen Gipseier ausgetauscht, damit sich die Tauben nicht mehr unkontrolliert vermehren.

An der Universität Regensburg hat die Maßnahme bereits dazu geführt, dass sich die bislang bestehenden fünf großen Taubenkolonien auf dem Campus aufgelöst haben.


Ansprechpartner für Medienvertreter:
Dr. Martin Postner
Universität Regensburg
Leiter Referat V/5 Umweltschutz und Logistik
Tel.: 0941 943-3897
Martin.Postner@ur.de

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