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SEHEN VERSTEHEN: Eye-tracking in den Wissenschaften

Vortragsreihe an der Universität Regensburg startet am 9. April 2014


Pressemitteilung vom 03.04.2014

Der Themenverbund „Sehen und Verstehen“ der Universität Regensburg startet am 9. April mit einer hochkarätig besetzten Ringvorlesung zur Erforschung der Blickbewegungen des Sehens: Von der medizinischen Netzhautforschung über die Neurologie bis hin zur kunstwissenschaftlichen Betrachtung des ästhetischen Blicks sind die Vorträge der Erforschung unseres Sehens gewidmet, wobei neueste Möglichkeiten der Eye-tracking-Untersuchungen vorgestellt werden.

Nichts versteht sich weniger von selbst, als unsere eigene Wahrnehmung. Sehen und Verstehen sind komplex aufeinander bezogen. Blickbewegungsanalysen mittels Eye-tracking können neue Aufschlüsse geben über die Wahrnehmungs- und Verstehensprozesse, die in der Alltagswahrnehmung, in der Verarbeitung von visuellen Informationen oder in der Betrachtung von Kunstwerken ablaufen. Die transdisziplinäre Ringvorlesung gibt einen Überblick über die neuesten Forschungen zu Blickbewegungen in Medizin, Neurologie, Psychologie, Pädagogik, Geistes-, Kultur-, Kunst-, Literatur-und Lebenswissenschaften.

Veranstaltungsdaten:
Die Vorträge finden statt jeweils mittwochs, 18 bis 20 Uhr, im Zentralen Hörsaalgebäude in Hörsaal H 3. Der Eintritt ist frei!

  • 9. April: Eröffnung. Ernst Tamm (Humananatomie): Physiologische Grundlagen der Augenbewegung
  • 16. April: Mark W. Greenlee (Experimentelle Psychologie): Augenbewegungen und visuelle Stabilität
  • 23. April: Horst Helbig, Herbert Jägle (Poliklinik für Augenheilkunde): Eye-tracking in der Augenheilkunde
  • 30. April: Christoph Wagner (Kunstgeschichte): Kairos: Die Kunst des fruchtbaren Augen-Blicks
  • 7. Mai: Christian Wolff (Medieninformatik): Blickinteraktion in multimodalen Systemen
  • 14. Mai: Robin Rehm (Kunstgeschichte): Magische Quadrate. Augenbewegung als Bildkonzept in der Moderne
  • 21. Mai: Bernd Ludwig (Informationswissenschaft): Wie orientieren sich Fußgänger? Ein Eye-Tracker gibt Antwort
  • 28. Mai: Petra Janssen (Sportwissenschaft): Eye-tracking in den Sportwissenschaften
  • 4. Juni: Frank Papenmeier (Kognitionspsychologie, Tübingen): Einsatz von Eye-Tracking zur Untersuchung dynamischer Szenen
  • 11. Juni: Ursula Regener (Germanistik): Augenführung durch ästhetische Diskurse?
  • 18. Juni: Hans Gruber (Pädagogik): Wie Eye-Tracking die Lehr-Lern-Forschung revolutioniert
  • 25. Juni: Werner Schneider (Neurokognitive Psychologie, Bielefeld): Wettstreit und Prioritätskontrolle visueller Verarbeitung im Kontext von Augenbewegungen
  • 2. Juli: Birgit Eiglsperger, Isabell Guntermann (Kunsterziehung): Differenzierte Wahrnehmung in der Bildhauerei
  • 9. Juli: Rainer Hammwöhner, Barbara Rösch (Informationswissenschaft): Untersuchung des Informationsverhaltens mit Hilfe des Eye-Tracking

Ergänzend zur Ringvorlesung finden praktische Übungen zum mobilen Eye-tracking statt. Anmeldung: philipp.meister@psk.uni-regensburg.de

Am 28. Mai 2014 findet vor dem Abendvortrag von 16.30 bis 18.00 Uhr eine Präsentation der neuesten mobilen Eye-tracking-Geräte statt. Anmeldung: philipp.meister@psk.uni-regensburg.de

Informationen zum Themenverbund „Sehen und Verstehen“:

Der seit 2008 bestehende und 2013 offiziell etablierte Themenverbund „Sehen und Verstehen“ bildet mit seinen transdisziplinären Brückenschlägen zwischen Geistes-, Lebens- und Naturwissenschaftlichen einen der innovativsten Forschungsverbünde an der Universität Regensburg. Unter seinem Dach arbeitet an der Universität Regensburg u. a. die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschergruppe „Regulation und Pathologie von molekularen Prozessen der visuellen Funktion“ (FOR 1075).

Der Themenverbund ist bisher mit zahlreichen, international besetzten Veranstaltungen zu Themen des Sehens hervorgetreten, u. a. „Bilder sehen: Perspektiven der Bildwissenschaft“, „Aisthesis. Visualisierungsformen und Wahrnehmungsprozesse in Kunst und Technik“, „Sehstörung: Visuelle Konstruktionen“, „Ästhetische Kognition und kognitive Ästhetik“, „Pictorial Cultures and Political Iconographies“, „Religion als Bild – Bild als Religion“, „Lineamenta vs. Portraicture“ (zusammen mit dem DFG-Netzwerk Schnittstelle Bild), „Die Entdeckung der Farbe“, „Bilder im Medientransfer“, „PLASTIK PUR: Wahrnehmungsprozesse von Skulptur: Eye-tracking im Museum“ (in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Mannheim, gefördert von der Bundeskulturstiftung).

Weitere Informationen:
http://www.zentrum-bildwissenschaft.org
http://www.zentrum-bildwissenschaft.de
www.uni-regensburg.de/philosophie-kunst-geschichte-gesellschaft/kunstgeschichte/sehen-und-verstehen

Ansprechpartner für Medienvertreter:
Prof. Dr. Christoph Wagner
Lehrstuhl für Kunstgeschichte
Universität Regensburg
Telefon 0941 943-3624 /-3752
E-Mail christoph.wagner@ur.de

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Telefon 0941 943-5566
E-Mail presse@ur.de

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