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Wie kommt man in den Himmel?

Internationale Theatergruppe Babylon spielt Horváths Märchen „Himmelwärts“


Pressemitteilung vom 25. Juni 2014

Was im Himmel, auf der Erde und in der Hölle passieren kann, wenn man für einen Herzenswunsch seine Seele an den Teufel verkauft, zeigen die internationalen Studierenden der Theatergruppe Babylon der Universität Regensburg jetzt mit Ödön von Horvàths Märchen „Himmelwärts“. Die fünf Aufführungen am 1., 2., 3., 4., 5. Juli 2014 finden jeweils um 19.30 Uhr im Theater an der Universität Regensburg statt. Karten sind im Vorverkauf in der Mensa der Universität Regensburg, über karten@theaterbabylon.de und an der Abendkasse für 8 Euro, ermäßigt für fünf Euro, erhältlich.

Die gemeinsame Lust am Theaterspielen verbindet die interkulturelle Theatergruppe Babylon mit Studierenden aus 24 Ländern (Australien, Belarus, Bosnien, Deutschland, England, Frankreich, Hongkong, Italien, Japan, Katalonien, Kolumbien, Lettland, den Niederlanden, Polen, Russland, Serbien, der Slowakei, Spanien, Südkorea, Taiwan, der Tschechischen Republik, der Ukraine, den USA und Usbekistan). Sie lässt die Schauspielerinnen und Schauspieler mit dem Konjunktiv und den Tücken des deutschen Satzbaus kämpfen, diese letztendlich meistern und in ihrem Spiel vergessen. Unter der Regie von zwei Lehrkräften des Lehrgebiets Deutsch als Fremdsprache wurde im letzten Oktober – wie in jedem Jahr mit einer fast neu zusammengestellten Gruppe – mit der Probenarbeit begonnen. Nun präsentiert die Truppe das Ergebnis auf dem Regensburger Campus, unterstützt vom Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz.

Horváth äußert sich 1933 in einem Interview zu seiner Märchenposse: Sie sei für die gegenwärtige Zeit sehr günstig, da man in ihr einiges sagen könne, was man sonst nicht sagen dürfe. Jenseits von allen Zauber- und Feenstücken beschäftigt sich das Stück von Horváth mit den menschlichen Schwächen, die auch im Himmel oder in der Hölle zutage treten und mit den sprachlichen Versatzstücken, in denen die Figuren zu kommunizieren versuchen.


Weitere Informationen zum Stück:
„Nanana! Daß du schlampert bist, ist ja nix Neues – – […] Hätt gute Lust und ließ dich gar nicht rein in den Himmel!“ sagt Petrus in Horvaths Märchen „Himmelwärts“, das 1937 uraufgeführt wurde, zu dem verkrachten Hilfsregisseur Lauterbach, als dieser nach seiner Besserung im Fegefeuer vor seiner Himmelstür erscheint und natürlich in den Himmel will. Petrus muss überlegen und nicht nur in diesem Fall, denn in dieser märchenhaften Komödie um den Theaterbetrieb und die Sehnsucht nach einem Künstlerleben und ein bisschen Ruhm geht es im Himmel nicht nur himmlisch zu und der Teufel erscheint eher menschlich als teuflisch. Es haben eigentlich alle Figuren einen Sehnsuchtsort, eine Utopie. Und für das Erreichen des jeweiligen Ziels würde nicht nur die Sängerin Luise Steinthaler ihre Seele verkaufen. Wer jetzt aber in den Himmel kommt und ob das Märchen – wie die Gattungsbezeichnung nahelegt – gut ausgeht, das sei hier nicht verraten.


Mehr zur Theatergruppe Babylon im Netz unter:
www.uni-regensburg.de/zentrum-sprache-kommunikation/daf/babylon/index.html


Veranstaltungsdaten:
Märchenposse „Himmelwärts“ von Ödön von Horvath
Ort: Theater an der Universität Regensburg
Zeit: 1., 2., 3., 4., 5. Juli 2014, jeweils um 19.30 Uhr
Karten erhältlich im Vorverkauf in der Mensa, über karten@theaterbabylon.de sowie an der Abendkasse
Preis 8 Euro, ermäßigt 5 Euro


Ansprechpartner für Medienvertreter:
Christine Kramel / Andreas Legner
Universität Regensburg
Institut für Germanistik
Lehrgebiet Deutsch als Fremdsprache
Tel.: 0941 943-2423
Christine.Kramel@zsk.uni-regensburg.de
Andreas.Legner@zsk.uni-regensburg.de

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