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Universitätsklinikum wird ausgebaut

Pressemitteilung vom 20. Juli 2018

Ein bedeutender Moment: der Regierungspräsident der Oberpfalz, Axel Bartelt, verkündete heute in Vertretung für den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder im Rahmen der Grundsteinlegung für ein neues Klinikgebäude die nächsten Schritte zum Ausbau des Universitätsklinikums Regensburg (UKR).

„Das Universitätsklinikum Regensburg ist das Herzstück der Medizin in Ostbayern. Es steht für Qualität, moderne Technik und empathische Versorgung. Der Freistaat investiert jetzt mehr als 40 Millionen Euro, damit dieses medizinische Vorzeigeprojekt auch künftig allen Anforderungen an die moderne Spitzenmedizin gerecht werden kann. Von der Stärkung des klinischen und wissenschaftlichen Leistungsspektrums der Uniklinik profitieren nicht nur die Menschen in der Region, sondern auch Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung,“ freute sich Axel Bartelt, Regierungspräsident der Oberpfalz, der am heutigen Nachmittag, dem 20. Juli 2018, in Vertretung für den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder an den Feierlichkeiten zur Grundsteinlegung des Neubaus B5 am UKR teilnahm.
„In Regensburg ist allgemein bekannt, dass Universität und Universitätsklinikum seit längerem über einen weiteren Ausbau nachdenken. Dieses Ansinnen ist legitim. Die Bayerische Staatsregierung unterstützt Klinikum und Universität grundsätzlich in dieser Zielsetzung. Die Erweiterung des Universitätsklinikums trägt entscheidend zu einer exzellenten Krankenversorgung und zur Stärkung der klinischen Forschung und der Lehre bei“, so Bartelt weiter. Damit rückt nach mehr als 55 Jahren der Beschluss des Bayerischen Landtags zur Gründung der Universität Regensburg mit angegliedertem Universitätsklinikum mit vollem Fächerspektrum erstmals wieder in greifbare Nähe. Bislang werden aus finanziellen und räumlichen Gründen nicht alle medizinischen Fachgebiete am UKR angeboten, weswegen die klinische Versorgung in diesen Bereichen in Kooperationskliniken in Regensburg und Umgebung stattfindet.

„Mit dem weiteren Ausbau wird die große Leistungsstärke der Regensburger Universitätsmedizin in Forschung und Lehre honoriert und der Ausbau der Infrastruktur, die auch weiterhin medizinische Forschung auf internationalem Spitzenniveau sichert, ermöglicht“, kommentiert Professor Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg. Professor Dr. Oliver Kölbl, Ärztlicher Direktor des UKR, ergänzt: „Eine in sich geschlossene medizinische Versorgung im Zusammenwirken aller einzelnen Fachgebiete unter einem Dach wäre für Lehre, Forschung und Patientenversorgung gleichermaßen von Vorteil. Kurze Wege zu hochkompetenten Ansprechpartnern in allen Bereichen erleichtern Behandlungspfade, garantieren eine qualitativ höchstwertige ‚Rundum-Versorgung‘ mit
enger wissenschaftlicher Begleitung in einem Haus und fördern die Zufriedenheit der uns als Patienten anvertrauten Menschen wie auch unserer Studierenden.“

Der lange Weg eines Klinikums

Im Jahr 1962 verabschiedete der Bayerische Landtag das wegweisende Gesetz, am Standort Regensburg sowohl eine Universität als auch ein Universitätsklinikum mit vollem Fächerspektrum zu errichten.
Während die Universität bereits in den 1960er Jahren die ersten Gebäude beziehen konnte, dauerte es bis weit in die 1970er Jahre, bis die Planungen für das Universitätsklinikum mit deutlich mehr als 1.000 Betten konkret wurden.
Der erste von drei Bauabschnitten konnte im Jahr 1984 fertiggestellt werden und umfasste zunächst vier Fächer der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Der zweite Bauabschnitt für die Humanmedizin beinhaltete 494 Betten und wurde 1992 vollendet. In den 1990er Jahren zog sich jedoch der Bund aus der Mitfinanzierung des Universitätsklinikums Regensburg zurück, sodass der dritte Bauabschnitt, welcher noch einmal fast 600 Betten umfassen sollte, nicht mehr vollständig realisiert werden konnte.

Der gebremste Ausbau des Universitätsklinikums wirkt sich nicht nur auf den Betrieb des Universitätsklinikums, sondern auch auf Forschung und Lehre der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg aus. „Um das Studium der Humanmedizin am Standort Regensburg vollständig anbieten zu können und damit ihre akademischen Aufgaben in der Lehre, aber auch in der Forschung wahrnehmen zu können, schlossen Universität und Fakultät Kooperationsvereinbarungen mit Krankenhäusern der Region und etablierten dort externe Lehrstühle“, erläutert Professor Dr. Udo Hebel die Situation.
Kooperationen existieren derzeit mit dem Asklepios Klinikum Bad Abbach für die Orthopädie, mit dem Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg in der Kinder- und Jugendmedizin sowie in der Geburtshilfe, mit dem Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg in der Urologie sowie in der Frauenheilkunde und mit dem medbo Bezirksklinikum Regensburg für die Neurologie sowie für die Psychiatrie und Psychotherapie. „Dieses Kooperationsmodell hat sich bewährt und trägt unter anderem zu einer engen Zusammenarbeit mit den Kliniken der Region bei, was sich wiederum positiv auf die Patientenversorgung auswirkt. Mehr medizinische Bereiche direkt am UKR anzusiedeln, zeigt ein Ziel auf, das nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann, sondern viele Jahre in Anspruch nehmen wird. Wenn die Planungen konkreter werden, werden wir im ersten Schritt das persönliche Gespräch mit unseren Kooperationspartnern suchen“, sind sich der Ärztliche Direktor und der Universitätspräsident einig.

Grundsteinlegung für den Neubau B5 als erster Schritt für den weiteren Ausbau

In enger Verbindung mit der Perspektive, die der Regierungspräsident der Oberpfalz heute für das UKR aufgezeigt hat, steht auch der eigentliche Anlass seines Besuches. Gemeinsam mit Professor Kölbl, Professor Hebel, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Bürgermeisterin der Stadt Regensburg, Dr. Franz Rieger, MdL, Jürgen Mistol, MdL,
Professor Dr. Wolfgang Herr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des UKR und Claudia Zirra, Leiterin des Bereichs Hochschulbau des Staatlichen Bauamts Regensburg, legte er am Nachmittag vor rund 150 geladenen Gästen den Grundstein für das neue Klinikgebäude B5. Dieses Bauwerk entsteht als erster Teil einer umfassenden Masterplanung zur Generalsanierung des UKR und soll zusätzliche Versorgungsflächen nach neuesten technischen Standards schaffen. Hier werden eine Stammzelltransplantationsstation, eine Intermediate-Care-Station und eine Allgemeinpflegestation mit insgesamt 85 Betten Platz finden. In der Folge können andere Bereiche des Klinikums bei uneingeschränktem Betrieb saniert werden. „Der Neubau stellt einen ersten wichtigen Schritt für die Modernisierung unseres Klinikums und zugleich für die Erweiterung unserer stationären Kapazitäten dar. Dies sichert nachhaltig unsere Aufgabe als Maximalversorger für ganz Ostbayern und optimiert die Bedingungen für das enge Zusammenwirken von universitätsmedizinischer Patientenversorgung, Forschung und Ausbildung angehender Ärzte und Zahnärzte“, so Professor Kölbl.

Die 40,7 Millionen Euro Baukosten für den Neubau B5 werden vom Freistaat Bayern übernommen. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2021 geplant. Neben der Funktionalität des Bauwerks verwies Claudia Zirra auch auf architektonische Aspekte: „Das viergeschossige Gebäude wird mit einem verglasten Verbindungsbau an den Klinikbestand anschließen und sich so optimal in die Grundstruktur der Gesamtanlage einfügen. Die Fassadenverkleidung aus rotem Sichtziegel nimmt das Farbelement auf, das sich als sichtbare Verbindung durch alle Bauteile des Klinikums zieht. Der dreibündige Grundriss ist nach den Erfordernissen des Klinikbetriebs entwickelt, die Ausstattung erfüllt modernste medizinische und versorgungstechnische Standards. Auch der Aufenthaltsqualität wurde große Bedeutung zugemessen: Den Beschäftigten, Patienten und Besuchern stehen gut proportionierte Räume, zwei Innenhöfe und eine Außenterrasse zur Verfügung. Der Einsatz von Tageslicht, aber auch die Farb-, Material- und Detailgestaltung sind mit besonderer Sorgfalt geplant.“ Der Planung für den Neubau ging im Jahr 2015 ein Architekturwettbewerb voran, den das Büro Kreuger und Wilkings Architekten aus Stuttgart für sich entscheiden konnte. Die Ausführung des Entwurfs obliegt seit Juli 2017 dem Stuttgarter Architekturbüro Tiemann- Petri Koch.


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Grundsteinlegung für den Neubau B5 am UKR (v.l.n.r.): Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Prof. Dr. Oliver Kölbl (ÄDirektor), Regierungspräsident Axel Bartelt, Prof. Dr.Dr. Torsten E. Reichert (Dekan), Präsident Prof. Dr. Udo Hebel, Prof. Dr. Wolfgang Herr (Lehrstuhl für Innere Medizin), MdL Dr. Franz Rieger, MdL Jürgen Mistol


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