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Elektronische Zeitschriftenbibliothek der Universitätsbibliothek Regensburg und ZB MED gemeinsam ausgezeichnet

AGMB prämiert Dienst LIVIVO zur Verfügbarkeitsrecherche von freier Fachliteratur mit 2. Platz im Leuchtturm-Wettbewerb


Pressemitteilung vom 14. September 2018
Die Arbeitsgemeinschaft für medizinisches Bibliothekswesen (AGMB) hat bei ihrer Jahrestagung, die vom 10. bis 12. September 2018 in Oldenburg stattfand, die Preisträger im Wettbewerb „Leuchtturm-Projekte an Medizinbibliotheken“ ausgezeichnet. Der 2. Platz ging an die von der Universitätsbibliothek Regensburg entwickelte Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) und das ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften. Die beiden Kooperationspartner erhielten den Preis für den gemeinsam entwickelten Dienst LIVIVO. Damit ist es möglich, die freie Verfügbarkeit von mehreren Millionen Zeitschriftenartikeln und Zeitschriften vollautomatisiert zu ermitteln.

„Die Integration von Verfügbarkeitsinformationen in Suchportalen und Discovery Systemen ist innovativ und nutzerorientiert“, begründet Dr. Iris Reimann, Vorsitzende der AGMB, die Preisvergabe für EZB und ZB MED. „Alle, die in LIVIVO suchen, profitieren von der breiten Sichtbarkeit. Zudem kann die Technologie auch in andere Portale integriert werden. So ist ein schneller und unkomplizierter Zugriff auf frei verfügbare Volltexte gewährleistet.“ Christoph Poley, Produktverantwortlicher für LIVIVO, der auch als Entwickler bei ZB MED für den neuen Dienst verantwortlich ist, fasst die Besonderheiten zusammen: „Wichtig war es für uns, keine Insellösung zu bauen, sondern etwas, was sich leicht nachnutzen lässt. Damit wird freie Literatur nun noch leichter zugänglich gemacht – ganz im Sinne des Open-Access-Gedankens.“

In der Wissenschaft spielt die Literaturrecherche nach frei verfügbaren elektronischen Quellen eine große Rolle. In vielen Systemen lässt sich aber noch nicht direkt danach filtern. Das gemeinsam von EZB und ZB MED entwickelte Verfahren ermöglicht die Massenverarbeitung von Metadaten zur Ermittlung von freien Verfügbarkeiten durch die EZB, um diese direkt in den Datenbestand von Suchportalen zu integrieren. Die Portale ermöglichen damit ihren Nutzerinnen und Nutzern, direkt nach frei verfügbaren Zeitschriften und Artikeln zu recherchieren oder die Suchergebnisse mit Hilfe eines Filters darauf einzuschränken. Seit August 2017 setzt LIVIVO, das ZB MED-Suchportal für Lebenswissenschaften, den Dienst erstmals produktiv ein. Eine Nachnutzung in weiteren Suchportalen oder Discovery Services ist ausdrücklich erwünscht.

„Der Dienst soll zukünftig noch weiter ausgebaut werden. Geplant ist eine Erweiterung zur Massenverarbeitung von standortabhängigen Verfügbarkeiten für elektronische Zeitschriften und Artikel“, erklärt Dr. Evelinde Hutzler, Leiterin der EZB an der Universitätsbibliothek Regensburg.
Die AGMB prämiert mit dem „Leuchtturmwettbewerb“ außergewöhnliche Projekte und Leistungen einzelner Medizin-Bibliotheken und ihrer Mitarbeitenden. Die veränderten Ansprüche und Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer und ihrer Trägereinrichtungen erfordern von den Bibliotheken ständige konzeptionelle Änderungen und Anpassungen des Service-Angebots. Der Preis zeigt, dass die Bibliotheken dem Rechnung tragen und sich für die Zukunft des medizinischen Bibliothekswesens einsetzen.

Hintergrund-Information zur Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB)
Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) ist ein Internetservice zur effektiven Nutzung wissenschaftlicher Volltextzeitschriften im Internet. Dieser Dienst wurde 1997 von der Universitätsbibliothek Regensburg entwickelt und erfährt eine laufende Weiterentwicklung. Inzwischen wird die EZB von über 630 Bibliotheken bzw. Forschungseinrichtungen eingesetzt, z.B. zur Verwaltung von Lizenzinformationen zu elektronischen Zeitschriften. Die EZB ist durch verschiedene Schnittstellen zum Datenaustausch vielfältig mit anderen digitalen Diensten der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur vernetzt. Derzeit wird die EZB um Services im Bereich des Open Access erweitert. Ein weiteres Ziel besteht darin, die EZB noch stärker zu einem offenen System auszubauen, das mit anderen Systemen und offenen Wissensbasen interagieren kann.
Weitere Informationen unter: http://ezb.uni-regensburg.de

Hintergrund-Information zum ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften

ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften ist zentrale lebenswissenschaftliche Informationsinfrastruktur für Deutschland und Europa und treibende Kraft bei der Schaffung einer vernetzten digitalen Wissensbasis. Aufbauend auf einzigartigen Beständen bietet das Informationszentrum forschungsbasierte Möglichkeiten zur Gewinnung von Informationen und Nutzung von Forschungsdaten. ZB MED ist Dienstleister für die Forschung. Dazu bietet das Informationszentrum Literatur, Fachinformationen sowie darauf aufbauende Mehrwertdienste über das Suchportal LIVIVO und das Publikationsportal PUBLISSO sowie vor Ort in Köln und Bonn an. Die Förderung von Open Access gehört zu den zentralen Prioritäten von ZB MED. Zudem betreibt das Informationszentrum anwendungsorientierte Forschung im Bereich „Knowledge Discovery“.
Weitere Informationen unter: https://www.zbmed.de/
 

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Christoph Poley, bei ZB MED als Entwickler für den neuen Dienst verantwortlich, und Dr. Helge Knüttel, Fachreferent für Medizin an der Universitätsbibliothek Regensburg, nehmen die Auszeichnung im Wettbewerb „Leuchtturm-Projekte an Medizinbibliotheken“ von Dr. Iris Reimann, Vorsitzende der AGMB, entgegen. © ZB MED / Ulrike Ostrzinski


Ansprechpartner für Medienvertreter:

Dr. Evelinde Hutzler               
Universitätsbibliothek Regensburg       
Tel.: 0941 943-4411               
E-Mail: evelinde.hutzler@ur.de

Ulrike Ostrzinski
ZB MED - Informationszentrum Lebenswissenschaften
Tel.: 0221 478-5687
E-Mail: pressestelle@zbmed.de

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