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Lesung von Anja Kampmann

15. Mai 2019 | von Jan Kleine

Auf Einladung von Dr. Rainer Barbey vom Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literatur II war die Autorin Anja Kampmann am 6. Mai zu Gast an der UR und hat Auszüge aus ihrem Roman "Wie hoch die Wasser steigen" vorgestellt. Zahlreiche Interessierte haben zu diesem Anlass den Weg ins Informationszentrum der Universitätsbibliothek gefunden und den Ausführungen der bereits für den Deutschen Buchpreis nominierten Autorin zu folgen.

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Auf einer Ölplattform mitten im Meer verliert der Bohrarbeiter Wenzel Groszak in einer stürmischen Nacht seinen einzigen Freund und seinen letzten Halt. Anja Kampmann erzählt von der Rückkehr aus der Fremde, vom Versuch, aus einer bodenlosen Arbeitswelt zurückzufinden ins eigene Leben. Wenzel reist nach Ungarn, bringt die Sachen seines Freundes zur Familie. Und er, der einst aus kleinen Verhältnissen aufgebrochen ist, beginnt sich zu erinnern: an die Enge, an die Zechensiedlung seiner Kindheit, an Milena, die er vor Jahren zurückgelassen hat. Und jetzt? Soll er zurück auf eine Plattform? Er wirft seine Arbeitskleider fort; mit einem alten Pick-up und einer Brieftaube fährt er los, von Italien über die Alpen, in ein erloschenes Ruhrgebiet. Und je näher er seiner großen Liebe Milena kommt, desto offener scheint ihm, ob er noch einmal ankommen wird.

Anja Kampmanns überraschender Roman erzählt in dichter, poetischer Sprache die fesselnde Geschichte aus einer unbekannten Welt: Das faszinierende Debüt einer ungewöhnlichen neuen Stimme.

Zur Autorin

Anja Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren. 2013 erhielt sie den MDR-Literaturpreis, 2015 den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis beim Literarischen März in Darmstadt. Bei Hanser erschien 2016 ihr Gedichtband Proben von Stein und Licht.

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