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Auszeichnung für Nachwuchsforscher der UR

Präsident Hebel verabschiedet Physiker Richtung Nobelpreisträgertagung


24. Juni 2019 | von Jan Kleine

Fabian Mooshammer (aus der Arbeitsgruppe des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgers 2019 Prof. Dr. Rupert Huber) und Dr. Kai-Qiang Lin (aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. John Lupton) wurden zur Lindauer Nobelpreisträgertagung 2019 eingeladen. Dieses Jahr wird diese Ehre lediglich 500 Kandidatinnen und Kandidaten zuteil. Noch dazu gehören beide zu den 30 Auserwählten, die sich mit eigenen Kurzvorträgen und einem eigenen Poster präsentieren dürfen. Eine Auszeichnung auch für den Cover Article in Nature Materials July 2019.

Der Präsident der Universität Regensburg, Prof. Dr. Udo Hebel, ließ es sich nicht nehmen, die beiden vor ihrer Abreise nach Lindau im Präsidium zu empfangen, um ihnen persönlich seine Glückwünsche zu übermitteln. „Es ist eine großartige Auszeichnung für Herrn Mooshammer und Herrn Dr. Lin und unterstreicht einmal mehr die hervorragende Nachwuchsarbeit, die an der UR betrieben wird. Ich wünsche den Beiden eine gute Reise nach Lindau und vor allem interessante Diskussionen und viele nachhaltige Eindrücke“, so Prof. Dr. Udo Hebel.



Die Ziele der Tagungen bestehen nicht nur darin, den Wissenstransfer zwischen Laureaten und Nachwuchswissenschaftlern, sondern auch den Austausch von Wissen innerhalb der internationalen Wissenschafts-Community und gegenüber der restlichen Gesellschaft zu fördern. Dieses Vorhaben wird vom Kuratorium für die Lindauer Nobelpreisträgertagungen als „Mission Education“ bezeichnet. Den jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, globale Netzwerke aufzubauen, zählt ebenfalls zum Bestreben der Tagungen. Ihr Slogan lautet „Educate, Inspire, Connect.“
In diesem Jahr werden gut 40 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger in Lindau erwartet.

Tagungen

Jedes Jahr im Sommer kommen in Lindau etwa 30 bis 40 Nobelpreisträger mit rund 600 ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftlern aus aller Welt am Bodensee zusammen. Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen fördern seit ihrer Gründung 1951 den Austausch zwischen Wissenschaftlern unterschiedlicher Generationen, Kulturen und Disziplinen.

Die Tagungen sind abwechselnd der Physiologie und Medizin, Physik oder Chemie gewidmet – den drei naturwissenschaftlichen Nobelpreis-Disziplinen. Alle fünf Jahre findet eine interdisziplinäre Tagung statt, bei der die drei Naturwissenschaften vereint sind. Zusätzlich wird seit 2004 alle drei Jahre die Lindauer Tagung der

irtschaftswissenschaften ausgerichtet.
Das wissenschaftliche Programm der Lindauer Tagung basiert auf dem Prinzip des Dialogs. Die verschiedenen Veranstaltungen – Vorträge, Diskussionen, Master Classes und Podiumsdiskussionen – dienen dazu, den Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen zwischen Laureaten und Nachwuchswissenschaftlern zu beleben.

Geschichte

Seit ihren Anfängen 1951 hat sich die Lindauer Tagung zu einem einzigartigen internationalen Forum für den wissenschaftlichen Austausch entwickelt. Es waren die Lindauer Ärzte Franz Karl Hein und Gustav Wilhelm Parade, die mit der Idee zu einer Konferenz mit Nobelpreisträgern an Lennart Graf Bernadotte af Wisborg herantraten. Gemeinsam brachten sie diese zur Umsetzung und legten damit den Grundstein für eine lange Geschichte.

Graf Bernadotte – ein Enkel König Gustavs V. von Schweden – verfügte über ausgezeichnete Beziehungen nach Stockholm. Es war insbesondere seinen Bemühungen zu verdanken, dass sich sieben Nobelpreisträger bereit erklärten, an der ersten „Europa-Tagung der Nobelpreisträger” teilzunehmen, die 1951 in Lindau stattfand. Sie wurde auch als europäische Initiative zur Aussöhnung der Wissenschaft nach dem Krieg begriffen.

Der Erfolg dieser ersten Zusammenkunft führte schließlich dazu, dass die Lindauer Nobelpreisträgertagung fortan alljährlich ausgerichtet wurde. Seither ist sie abwechselnd den Nobelpreis-Disziplinen Physiologie oder Medizin, Physik und Chemie gewidmet. Bereits 1953 fiel die Entscheidung, auch Studierende, Doktoranden und Postdoktoranden zum gemeinsamen Dialog einzuladen. Seit 2004 findet zudem in dreijährigem Turnus die Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften statt.

Weitere Informationen:
https://www.lindau-nobel.org/de/

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