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410.000 Euro für die digitale Transformation

Ministerium finanziert Regensburger Projekt zur langfristigen Datensicherung


27. Juni 2019

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat vergangene Woche die Finanzierung des Projekts „Digitale Langzeitverfügbarkeit im Bibliotheksverbund Bayern“ unter der Leitung der Universitätsbibliothek Regensburg bewilligt. Für die erste Projektphase mit einer Laufzeit von zwei Jahren (1.6.2019 bis 31.5.2021) stehen damit 410.000 Euro für die dauerhafte Speicherung und Bereitstellung von digitalen Inhalten für Wissenschaft und Forschung bereit.

„Dieser Erfolg unterstreicht einmal mehr die Leistungsfähigkeit der Universitätsbibliothek Regensburg und verdeutlicht, welche Bedeutung dem Thema Digitalisierung aktuell, aber auch in die Zukunft gerichtet, zukommt“, so Prof. Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg.

Dass die langfristige Sicherung digitaler Inhalte eine Herausforderung darstellen kann, rückt in Zeiten von Cloud-Servern vielleicht etwas in den Hintergrund. Doch wer sich noch an Floppy Disks erinnern kann, weiß, dass digitale Speichermedien nicht für die Ewigkeit gemacht sind – nicht nur, weil ihre Haltbarkeit begrenzt ist, sondern auch weil irgendwann die Technologien zur Auslesung der Datenträger nicht mehr verfügbar sind. Nicht nur Disketten-Laufwerke sind kaum noch zu finden – noch schwieriger wird es, eine Programmversion zu installieren, die beispielsweise ein Word-Dokument aus dem Jahr 2001 richtig interpretieren kann. Diese Probleme aus dem häuslichen IT-Bereich machen in größeren Dimensionen auch Bibliotheken zu schaffen.

Zusammen mit ihren Projektpartnern, der Universität Bayreuth und der Bayerischen Staatsbibliothek, wird die Universitätsbibliothek Regensburg daher nach Lösungen suchen, um digitale Informationen zu erfassen, dauerhaft und unversehrt zu speichern und ihre Verfügbarkeit sicherzustellen. Die Daten, um die es dabei geht, sind zum einen Digitalisate von historischen Büchern, Urkunden und anderen Schriftstücken. Zum anderen werden Open Access-Publikationen und Forschungsdaten für die dauerhafte Speicherung und Verfügbarkeit aufbereitet. Für alle Bibliotheken in Bayern soll zukünftig eine gemeinsame Infrastruktur auf einheitlicher technischer Grundlage gemäß dem OAIS-Modell (Open Archival Information System) bereitgestellt werden. So wird eine erste Basis für die Langzeitverfügbarkeit wissenschaftlicher Informationen geschaffen und ein entscheidender Schritt in Richtung digitale Transformation der Wissenschaft getan.

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