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Behandlungsspektrum


  

Grundsätzlich können alle psychischen Störungen bei uns behandelt werden. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Ambulanz liegt in der Behandlung von Angststörungen und depressiven Störungen. Im Folgenden finden Sie kurze Informationstexte zu ausgewählten psychischen Erkrankungen, die psychotherapeutisch behandelt werden können.

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Bitte beachten Sie, dass wir akute Krisen nicht behandeln können, wenden Sie sich dafür bitte an die Krisendienste.

Krisendienst Horizont: 0941 - 58181
Bayrische Gesellschaft für psychische Gesundheit e.V.: 0941 - 599359 - 10
Sozialpsychiatrischer Dienst der Diakonie: 0941 - 2977 - 122
Landratsamt-Gesundheitsamt: 0941 - 4009 - 0
medbo Bezirksklinikum Regensburg: 0941 - 941 - 0

Natürlich können Sie sich bei Bedarf nach Ihrer akuten Krise für eine psychotherapeutische Behandlung bei der Hochschulambulanz für Psychotherapie melden, um ihre psychische Störung psychotherapeutisch behandeln zu lassen.

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Angststörungen

Bei Angststörungen vermeiden Klienten / Klientinnen angstbesetzte Bedingungen (z. B. Menschenmengen, Plätze, Reisen), erleben Panikattacken oder machen sich übermäßige Sorgen über alltägliche Situationen. Angststörungen werden in der Kognitiven Verhaltenstherapie nach intensiver Vorbereitung durch Konfrontationsverfahren behandelt. Die Konfrontation mit den angstbesetzten Bedingungen kann dabei in der Realität, in der Vorstellung oder in virtuellen Realitäten erfolgen. Bei Indikation werden Konfrontationsverfahren ergänzt durch Techniken zur Veränderung problematischer Gedanken.

 

Depressive Störungen

Kennzeichen depressiver Störungen sind gedrückte Stimmung, schnelle Erschöpfbarkeit, mangelnder Antrieb und Verlust von Freude und Interesse. Die wichtigsten Behandlungstechniken einer Kognitiven Verhaltenstherapie bei depressiven Störungen sind Aufbau von positiven Aktivitäten, Veränderung von problematischen Gedanken und Verbesserung der sozialen Beziehungen.

 
Posttraumatische Belastungsstörungen

Posttraumatische Belastungsstörungen können sich bei Menschen entwickeln, die Belastungen außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß erlebt haben. Beschwerden sind immer wiederkehrende Erinnerungen, Alpträume, Übererregung und Vermeidungsverhalten. Die meisten Psychotherapieverfahren gründen den Behandlungsplan bei Posttraumatischen Belastungsstörungen auf einem vier Stufen Modell: 1) Aufbau Sicherheit, 2) Stabilisierung, 3) geschützte Konfrontation, 4) Reintegration.

 

Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen sind interaktionelle Störungen, die meist den Ursprung in der Kindheit der Klienten / Klientinnen haben. Die wesentlichen Probleme werden in engen Beziehungen deutlich. Zur Behandlung von Persönlichkeitsstörungen ist die Schematherapie sinnvoll, eine Weiterentwicklung der Kognitiven Verhaltenstherapie für Persönlichkeitsstörungen. Bei der Borderline Persönlichkeitsstörung ist die dialektisch-behaviorale Therapie (DBT) die Therapiemethode der Wahl. DBT umfasst mehrere Therapiemodule (z. B. Achtsamkeit, Stresstoleranz, Umgang mit Gefühlen, Zwischenmenschliche Fertigkeiten). Im Mittelpunkt der DBT steht das Skills-Training, d. h. der Aufbau von kurzfristig wirksamen und längerfristig nicht schädigenden Verhaltensweisen.

 

Somatoforme Störungen

Körperliche Beschwerden ohne ausreichenden organmedizinischen Befund, werden als somatoforme Störungen bezeichnet. Da körperliche Funktionen (v. a. durch das vegetative Nervensystem) von der psychischen Verfassung mit beeinflusst werden, setzt die Kognitive Verhaltenstherapie an dem psychischen Anteil der körperlichen Beschwerden an. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die psychische Beeinflussung der körperlichen Beschwerden zu verbessern (z. B. Entspannungsverfahren, Achtsamkeit, Veränderung problematischer Gedanken).

 

Suchterkrankungen

Suchterkrankungen können stoffgebunden oder nicht stoffgebunden sein. Häufige stoffgebundene Suchterkrankungen sind Alkohol- und Nikotinmissbrauch bzw. –abhängigkeit. Nicht-stoffgebundene Süchte sind z. B. Spielsucht und Kaufsucht. Typisch für Suchterkrankungen sind z. B. Substanzverlangen (Craving), Entzugserscheinungen und soziale Beeinträchtigung durch die Sucht. Bei Suchterkrankungen ist eine ambulante Psychotherapie meist erst im Anschluss an eine erfolgreiche Entgiftungs- und / oder Entwöhnungsbehandlung sinnvoll.
  

Zwangsstörungen

Zwangsstörungen können Zwangsgedanken und / oder Zwangshandlungen sein. Häufige Zwangsgedanken sind z. B. unablässige Gedanken an aggressive, religiöse oder sexuelle Themen. Zwangshandlungen können u. a. Kontrollzwänge oder Waschzwänge sein. Auch zwanghafte Persönlichkeitseigenschaften, die sich problematisch auf die Lebensqualität auswirken (z. B. Perfektionismus, Rigidität), können eine Indikation für eine psychotherapeutische Behandlung sein.
  

Essstörungen

Psychotherapie ist besonders indiziert bei Anorexie (Magersucht) und Bulimie (Ess-Brechsucht). Eine Anorexie liegt vor, wenn der BMI (Body-Maß-Index) unter 17,5 liegt und weitere diagnostische Kriterien erfüllt sind (z. B. selbstherbeigeführter Gewichtsverlust, Körperschemastörung). Bei einem BMI kleiner 15 sollte auf jeden Fall eine stationäre Behandlung stattfinden. Wichtige Kennzeichen der Bulimie sind z. B. wiederkehrende Essattacken und Maßnahmen, dem dickmachenden Effekt von Nahrungsmitteln entgegenzusteuern (z. B. Erbrechen, Hungern). Im Rahmen einer Psychotherapie stehen der Aufbau einer gesunden Nahrungsaufnahme sowie die Veränderung von problematischen Gedanken bzgl. des Essens und des eigenen Körpers im Vordergrund.

  1. Institut für Psychologie
  2. Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie

 

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