Zu Hauptinhalt springen
Startseite UR

Netzwerkaktivitäten

Die Lehrerbildung an der Universität Regensburg pflegt das Selbstverständnis ebenso wissenschaftsbasiert wie professionsbezogen zu sein. Zur Stärkung des Berufsfeldbezugs bietet das Regensburger Universitätszentrum für Lehrerbildung (RUL) seit inzwischen mehr als sieben Jahren mit dem campusweiten Schulnetzwerk dialogUS eine zentrale, serviceorientierte Infrastruktur, die die Lehrerbildung auf vielfältige Weise unterstützen kann.

Ob Besuche von Schulklassen der Lehr-Lernlabore der Universität, das Ausprobieren von Unterrichtskonzepten an Schulen oder die Zusammenarbeit in Arbeitsgruppen, es gibt sehr vielfältige Möglichkeiten der Kooperation. Hier können Sie sich zeitnah einen Überblick über die konkrete Zusammenarbeit der Universität Regensburg mit ihren Partnerschulen im Schulnetzwerk dialogUS verschaffen.


Bundesweiter Vorlesetag an der Johann-Turmair-Realschule Abensberg

Bundesweiter Vorlesetag am 14.11.2019 an der Johann-Turmair-Realschule Abensberg

Regelmäßiges Vorlesen leistet einen entscheidenden Beitrag zum Selbstbild und der Sprachförderung von Kindern. Während des Vorlesens entsteht bei den Zuhörenden eine eigene Welt, dies unterstützt die Fähigkeit zur Abstraktion, was für die sprachlich-kognitive Entwicklung der Schülerinnen und Schüler von enormer Bedeutung ist.

Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages beteiligte sich daher die Johann-Turmair-Realschule Abensberg an einem Kooperationsprojekt mit dem Lehrstuhl für Deutschdidaktik der Universität Regensburg. Die Wichtigkeit des Vorlesens sowie des Umgangs mit Literatur war für die angehenden Lehrkräfte zu Seminarbeginn unbestritten. Gerade das Auswählen passender Texte für eine Klasse gehört zum Alltag einer Deutschlehrkraft. Mag dies zwar trivial erscheinen, ist es für Lehramtsstudierende eine echte Herausforderung.

Im Rahmen eines Seminars zum literarischen Lernen erarbeiteten die Studierenden Kriterien für die Textauswahl. Im Anschluss bereiteten sie die ausgewählten Texte vor, um diese „echten“ Schülerinnen und Schülern vorzulesen. So bekamen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5e am 14.11.2019 Besuch von einer Studentin, die für sie einen Auszug aus dem Buch „Dirk und ich“ von Andreas Steinhöfel vorbereitet hatte. Die Studentin las eine besonders lustige und unterhaltsame Stelle aus dem Buch vor, in der das sogenannte Spaghettimonster sein Unwesen treibt! Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert von der Geschichte, die Lust darauf machte, auch selbst weiterzulesen. Eine anschließende Reflexion zeigte, dass der Tag für beide Seiten einen lehrreichen Mehrwert darstellte.

Teresa Scheubeck (Einsatzreferendarin an der Johann-Turmair-Realschule Abensberg) und Christina Knott (Lehrstuhl für Deutschdidaktik der Universität Regensburg)


Erfolgreicher Abschluss der Deutsch-AG „Lesen“ des Schulnetzwerks

Erfolgreicher Abschluss der Deutsch-AG „Lesen“ des Schulnetzwerks dialogUS

Eine sprachlich und kulturell heterogener werdende Schülerschaft stellt das Bildungssystem vor die Herausforderung, alle Lernenden individuell und nachhaltig zu fördern und eine Basis für die Teilhabe an Bildung und dem gesellschaftlichen Leben zu schaffen. Eine solide Lesekompetenz bildet hierbei eine wichtige Basis. Studien wie IGLU (PIRLS), PISA oder DESI haben in den letzten Jahren aber immer wieder gezeigt, dass ein erheblicher Teil der deutschen Schülerinnen und Schüler Probleme beim Lesen hat und die schulischen Anforderungen deshalb nicht bewältigen kann. Je nach Schulform und Schuldauer zeigt sich darüber hinaus eine immer breiter werdende Leistungsschere, die auch zu einer großen Heterogenität innerhalb der jeweiligen Klassen führt. Ist der Anfangsunterricht noch geprägt von zeitaufwändiger Leseförderung, nimmt diese mit fortschreitender Schuldauer immer weiter ab. Gerade in weiterführenden Schulen wird eine angemessene Lesekompetenz von vielen Fächer als selbstverständlich vorausgesetzt, gleichzeitig werden die Klagen einzelner Fachkolleginnen und -kollegen über unzureichende Leseleistungen in allen Fächern immer lauter. Die Gestaltung von wirksamen Lesefördermaterial und schulinternen Lesecurricula, die die Schülerinnen und Schüler gezielt, individuell und nachhaltig fördern, gehört somit aktuell zu einer der größten Herausforderungen im Bildungsbereich.

Ziel der im Januar 2018 neugegründeten AG „Lesen“, die zusammen vom Schulnetzwerk dialogUS und dem Lehrstuhls für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur (Prof. Dr. Schilcher) gegründet wurde, war es interessierten Partner- und Kontaktschulen aller Schularten eine Plattform zu bieten, um aktuelle Entwicklungen der Lesedidaktik, Forschungsergebnisse und neue Förderansätze kennen zu lernen und zu diskutieren. Dies sollte die Grundlage sein, um passgenaue und systematische Leseförderprogramme für alle Fächer an der eigenen Schule entwickeln und implementieren zu können. An sechs Abendterminen wurden die Themen „Die Entwicklung von Lesekompetenz“, „Lese-Diagnostik“, „Altersangemessenen Texte wählen oder erstellen“, „Gute Aufgaben“, „Lesen und literarisches Lernen“, „Wortschatzarbeit beim Lesen“ sowie „Leseförderung in allen Fächern“ bearbeitet.

Deutsch-AG "Lesen"

In diesem Rahmen hat sich die enge Zusammenarbeit der Universität mit den Partnerschulen als sehr fruchtbar herausgestellt. So konnten die Lehrkräfte unter wissenschaftlicher Begleitung bestehende Konzepte für die eigene Schule anpassen und gemeinsam mit anderen Schulen neue, innovative Maßnahmen entwickeln. Die erarbeiteten Konzepte wurden in Erprobungsphasen an den Schulen getestet und in der jeweils nächsten Sitzung diskutiert. Für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität bot die AG die Möglichkeit, neue Konzepte zu diskutieren, zu erproben und effektive Maßnahmen zu multiplizieren.

Insgesamt beteiligten sich an der AG „Lesen“ 25 Schulen (8 Grundschulen, 5 Mittelschulen, 5 Realschulen und 7 Gymnasien), die breit über die Oberpfalz und Niederbayern verteilt waren.

Nach der erfolgreichen Arbeitsphase endete die AG „Lesen“ im Januar 2019. Ein wesentliches Fazit war, dass der Prozess der Materialentwicklung, der Leseförderung und der Evaluation zwar einerseits zeitintensiv und langwierig ist und personeller sowie finanzieller Ressourcen bedarf. Durch eine enge Zusammenarbeit von Schule und Wissenschaft können die Lasten jedoch verteilt werden und der längerfristige Austausch ermöglicht auch ein besseres Verständnis der beiden Seiten füreinander.

Aufgrund der hohen Nachfrage soll nach dem Vorbild der AG „Lesen“ ab dem Schuljahr 2019/2020 in Kooperation zwischen dem Schulnetzwerk dialogUS und dem Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur eine AG „Schreiben“ entstehen.

                Christina Knott, Prof. Dr. Anita Schilcher


Workshop zum Thema „Strategien professioneller Konfliktlösung“

Der erste Workshop im neuen UR-Raum der Realschule am Judenstein wurde erfolgreich durchgeführt. Kernthema war die Professionalisierung des Lehrerverhaltens in kritischen Schulsituationen.

Am 22.01.2019 fand an der Realschule am Judenstein ein Workshop zum Thema „Strategien professioneller Konfliktlösung“ statt. Eingeladen waren Lehrkräfte und Studierende, die an der Optimierung ihres Lehrerverhaltens in kritischen Schulsituationen arbeiten wollen. Nach einem kurzen theoretischen Input zur professionellen Konfliktlösung auf Grundlage des Braunschweiger-Models durch Birgit Rödl und Ingrid Schwarzfischer wurde die Praxisphase nach dem „Jürgens-Training“ durchgeführt.  Dabei wurden verschiedene kritische Situationen aus dem Schulalltag szenisch nachgestellt und unter Anleitung der beiden Seminarrektorinnen anschließend mit Hilfe der Videotechnik des eingerichteten UR-Raums analysiert und mögliche Lösungsansätze diskutiert. Durch das nachträgliche Beobachten des eigenen Lehrerverhaltens konnten die Teilnehmer sich und ihr Handeln aus verschiedenen Kameraperspektiven zeitversetzt reflektieren. So entstanden gewinnbringende Diskussionen, welche Verhaltensweisen in den jeweiligen Situationen sinnvoll eingesetzt werden können. Besonders positiv ist dabei hervorzuheben, dass es im Zuge der Analysen zu einem wertvollen Erfahrungsaustausch zwischen Studierenden und Lehrkräften kam, wobei sowohl neue Lösungsstrategien als auch wichtige Erfahrungen aus der Schulpraxis miteinbezogen wurden. Nachdem alle Teilnehmer mit neuen Handlungsmöglichkeiten und optimierten Verhaltensansätzen „ausgestattet“ die Heimreise angetreten hatten, erfolgten bereits am nächsten Tag die ersten Anfragen zu einer baldigen Wiederholung des überaus gelungenen Workshops.
StR(RS) Matthias Lang, Realschule am Judenstein


„Bildhauerei und Druckgrafik“ im Leeren Beutel – Prof. Dr. Birgit Eiglsperger führt die Klasse 5C durch die Welt ihrer Kunst

Was haben ein Föhn und eine Pfanne mit einem Ausstellungsbesuch zu tun? Die Erklärung für diese ungewöhnliche Kombination liegt nicht gleich auf der Hand: Die genannten Haushaltsgeräte werden benötigt, wenn ein Künstler auf besonders anschauliche Art und Weise einem jungen, interessierten Publikum demonstriert, wie er Künstlerwachs zum Schmelzen bringt, um mit diesem eine Plastik zu modellieren.

Im Fall des Ausstellungsbesuchs im Leeren Beutel am 23.01.2019 war der Künstler eine Künstlerin, Prof. Dr. Birgit Eiglsperger, und das junge, interessierte Publikum die Klasse 5C. Anhand der lebensgroßen, schwarzen Wachsplastik „Junger Mann“, welche eine von zahlreichen dreidimensionalen Werken in der Ausstellung „Bildhauerei und Druckgrafik“ ist, konnten die Schüler exemplarisch nicht nur den Entstehungsprozess von räumlicher Kunst nachvollziehen. Sie gingen auch der Intention der Künstlerin auf den Grund, indem sie das Werk beschrieben und seine Wirkung aufspürten. Im Laufe der 90minütigen Ausstellungsbesichtigung lernten die Schüler noch viele Eiglsperger-Werke kennen, Plastiken wurden haptisch begriffen, Materialunterschiede zwischen Paraffin, Bronze und Wachs reflektiert. Außerdem erweiterten die Schüler ihr Wissen im Bereich der Druckgrafik: Holzschnitt im Groß- und Kleinformat kann unterschiedliche Farben und somit Stimmungen produzieren, der „gelenkte Zufall“ (Zitat Eiglsperger nach Francis Bacon) spielt dabei eine besondere Rolle, wenn beispielsweise die verrutschte Druckplatte einen speziellen Effekt auf dem Bildträger hervorruft.

Die Begegnung mit Fr. Eiglsperger, ihren Werken und dem damit verbundenen Geschick ihrer Ausstellungspädagogik war etwas ganz Besonderes und Eindrucksvolles, was im Rahmen von PUR (Zusammenarbeit zwischen der Realschule am Judenstein als Partnerschule der Universität Regensburg) stattfand.
StRin (RS) Ursula Biermeier, Realschule am Judenstein


Innovationsnetzwerke zwischen Schule und Universität

Impulsvortrag von Prof. Dr. Nils Berkemeyer am 15.11.2018 an der Universität Regensburg im Rahmen des 3. PUR-Koordinationstreffens

Das RUL freute sich, Herrn Prof. Dr. Nils Berkemeyer von der Friedrich-Schiller-Universität Jena als externen Referenten am 15.11.2018 an der Universität Regensburg im Raum H24 des Vielberth-Gebäudes begrüßen zu dürfen. Im Anschluss an das 3. Koordinationstreffen der Partnerschulen des Schulnetzwerks dialogUS referierte Prof. Berkemeyer über Strukturen und Prozesse erfolgreicher schulischer Netzwerkarbeit. Da der Vortrag universitätsoffen beworben wurde, konnten nicht nur die Lehrkräfte aus dem Schulnetzwerk, sondern auch Studierende und Dozierende der Universität Regensburg teilnehmen. Herr Prof. Berkemeyer betonte gleich zu Anfang den hohen Stellenwert des gegenseitigen Vertrauens, der Offenheit und der Freiwilligkeit für eine erfolgreiche Netzwerkarbeit im schulischen Kontext. Insbesondere durch Freiwilligkeit wird eine Arbeit über die Grundaufgaben der Schulen und Lehrkräfte hinaus erst ermöglicht. Dabei ist die Idee, ein Netzwerk zur Steigerung von Qualität und Profession zu gründen, nicht neu und hat sich bewährt.
Laut Prof. Berkemeyer gibt es verschiedene Netzwerktypen. Neben sozialen Netzwerken und strategischen Netzwerken sind besonders Innovationsnetzwerke, die als Wissensgemeinschaften als Basis für Veränderungen gesehen werden können, für das Schul- und Bildungssystem besonders wichtig. Um die Arbeit im Netzwerk stetig zu verbessern und um den Status eines einzelnen Vertreters im Netzwerk bestimmen zu können, sind außerdem regelmäßige Netzwerkanalysen notwendig. Dadurch kann die subjektive Empfindung eines Netzwerkteilnehmers überprüft werden und bietet eine Möglichkeit, evaluativ auf das Netzwerk zu blicken.
Um ein schulisches Netzwerk zu beschreiben, gibt es verschiedene Dimensionen. Diese umfassen neben den Zielen, der Zeitperspektive, der Freiwilligkeit und der Macht-/ Kompetenzverteilung auch die Dichte, die Größe, die Entfernung der Netzwerkschulen sowie die Einbindung externer Partner.
Ist ein Netzwerk gut organisiert, berücksichtigt die verschiedenen Dimensionen und wird regelmäßig evaluiert und analysiert, hat es ein beachtliches Potential für die beteiligten Netzwerkschulen und auch die Lehrkräfte, die im Netzwerk aktiv sind. Es bietet zum Beispiel Raum für situiertes und reflexives Lernen, Möglichkeiten der sozialen Innovation und leistet durch organisationskulturellen Austausch und Anerkennung einen Beitrag zur psychosozialen Hygiene. Dabei ist vor allem der Begriff der sozialen Innovation wichtig. Von der bestehenden sozialen Praxis, die Erfindung, Entdeckung und Nachahmung umfasst, ausgehend, kann durch soziale Innovation eine neue soziale Praxis erreicht werden. Dies ist nur möglich in Netzwerken, die neue Räume der Kommunikation bieten.
Um die schulische Netzwerkarbeit erfolgreich zu gestalten, sind Gelingensbedingungen auf verschiedenen Ebenen zu berücksichtigen. Einmal auf der Ebene des Netzwerks, dann auf der Ebene der Einzelschule, zwischen Netzwerk und Einzelschule und schließlich auf der Ebene der Lehrkräfte. Netzwerke müssen quer zur hierarchischen Systemstruktur gedacht werden. Wenn dies gelingt, können sie Kreativität hervorbringen, Flexibilität ermöglichen und auf Informalität und Vertrauen setzen. Als Beispiele für eine gelungene schulische Netzwerkarbeit und ein Innovationsnetzwerk zur Unterrichtsentwicklung stellte Herr Prof. Dr. Berkemeyer verschiedene Projekte zu „Schulen im Team – Unterricht gemeinsam entwickeln“ vor, wie etwa das Projekt SALVE zur Leseförderung. Dabei betonte er außerdem den Erfolg vor allem von schulartübergreifenden Netzwerken, die von Wechselwirkungen und der gegenseitigen Beeinflussung profitieren.
Grundlegend für den Erfolg der schulischen Netzwerkarbeit sei, so Berkemeyer, darüber hinaus eine strukturierte Organisation, durch die die typischen Netzwerkprobleme, z. B. Rollenkonflikte, fehlende Impulse oder unklare Netzwerkstruktur, vermieden oder möglichst schnell beseitigt werden können. In dieser Hinsicht ist eine klare Zieldefinition für ein Netzwerk und die Abstimmung gemeinsam getragener Arbeitsschwerpunkte unabdingbar. Über all dem sollte man den Output nicht vergessen und die Wirkung der Netzwerkarbeit evaluieren.
Im Anschluss an seinen Vortrag bot Herr Berkemeyer eine offene Fragerunde, an der sich alle Anwesenden beteiligen konnten. Es kam zur Sprache, dass es ein „Best Practice“-Beispiel eines Netzwerks nicht gibt. Es hängt von vielen Faktoren ab und kommt darauf an, was man daraus machen will. Gute Kooperationsverträge und die Einbindung der Landesregierungen und der Schulleitungen sind hilfreich. Außerdem sollte man Ressourcen und Zielstellung immer im Blick behalten. Ferner wurde aufgeworfen, dass ein Netzwerk in der Lage ist, die Distanz zwischen den Schularten zu überwinden. Oftmals entstehen gute Ideen, wenn man die Dinge aus anderen Perspektiven betrachtet.
Das RUL bedankt sich herzlich bei Herrn Prof. Dr. Nils Berkemeyer für seinen, besonders für das Schulnetzwerk dialogUS, interessanten und gewinnbringenden Vortrag.

Lara Rost



  1. STARTSEITE UR

dialogUS - Schulnetzwerk der Universität Regensburg

Regensburger Universitätszentrum für Lehrerbildung (RUL)

Pur

Ansprechpartner in der Koordinierungsstelle:

Johannes Hütten
Telefon: 0941 943-3841

Forumswürfel
Zi. 0.00.207