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Lehrveranstaltungen aktuell

Vorlesungen

Wintersemester 2018/19


Prof. Dr. Harald Buchinger

11280 Vorlesung

Sakramentliche Feiern I: Die Feier der Eucharistie
Sacramental Celebrations I: Eucharist

(M: Basismodul Praktische Theologie; Gy: Basismodul Religionspädagogik und Praktische Theologie)

2st,

Di 14–16

H7

Das Zweite Vatikanische Konzil bezeichnet die Eucharistie als „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (LG 11); darum ist ihrer Feier in allen Studiengängen eine eigene Hauptvorlesung gewidmet, die zugleich exemplarisch in grundlegende Fragen von Geschichte, Theologie und Feier des christlichen Gottesdienstes einführen soll. In einem diachronen Durchgang werden Gestalt und Bedeutung von Schlüsseletappen der Entwicklung von der neutestamentlichen Zeit bis zu den Reformen der Gegenwart vorgestellt; im abschließenden synchronen Teil sollen verstärkt Fragen der pastoralen Praxis zur Sprache kommen.

Die Vorlesung geht von Quellentexten aus, die in einem eigenen Heft zusammengestellt sind. Da dessen Vervielfältigung leider nicht mehr aus Studienbeiträgen finanziert werden kann, wird eine Kopiervorlage im Sekretariat zur Verfügung gestellt – bitte diese dort auszuborgen und eigenständig zu kopieren.

Weitere Materialblätter und ein Kurzskriptum werden auf der elektronischen Lernplattform zur Verfügung gestellt; bitte diese – auch schon vor der ersten Sitzung! – selbst auszudrucken.

Ein begleitender Lektürekurs bietet die Möglichkeit weiterer Diskussion und Vertiefung.

Nota bene: Gymnasial-Lehramtsstudierende, die Liturgiewissenschaft nicht im Basismodul Religionspädagogik und Praktische Theologie wählen, müssen dies im gleichnamigen Aufbaumodul tun. Daß das Verständnis der Aufbaumodulvorlesung ohne facheinschlägige Vorkenntnisse Schwierigkeiten bereiten kann, ist ein Argument dafür, Liturgiewissenschaft im Basismodul zu wählen.

 

Ausführliche Literaturhinweise werden laufend im Kurzskriptum gegeben; zur ersten Orientierung können folgende Standardwerke dienen:

  • Josef Andreas Jungmann, Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der römischen Messe, 2 Bde., Wien: Herder, 51962 [11948; Ndr. Bonn: nova & vetera 2004].
  • Hans Bernhard Meyer, Eucharistie. Geschichte, Theologie, Pastoral (GDK 4), Regensburg: Pustet, 1989.
  • Handbook for Liturgical Studies. III: The Eucharist (Hg. Anscar J. Chupungco), Collegeville, MN: Liturgical, 1999.
  • Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft (UTB 2173),
    Paderborn: Schöningh, 22009 [12001], III. Kapitel: Die Feier der Eucharistie.
  • Paul F. Bradshaw / Maxwell E. Johnson, The Eucharistic Liturgies. Their Evolution and Interpretation, Collegeville, MN: Liturgical, 2012.



Prof. Dr. Harald Buchinger

11281 Vorlesung

Feiern im Rhythmus der Zeit I: Feiern im Rhythmus des Tages, der Woche und des Jahres: Einführung in die Liturgie der Feste und Tagzeiten Liturgy in Time I: Introduction into the Liturgy of the Hours and the Feasts

(M, Gy, UF RS: Thematisches Modul 2)

2st.,

Di 16–18

H7

Das Zweite Vatikanische Konzil versteht das Paschamysterium als theologischen Kern des christlichen Gottesdienstes. Dieser Kern wird einerseits in den sakramentlichen Feiern entfaltet, andererseits im Rhythmus der Zeit: in Tag, Woche und Jahr.

Die Vorlesung „Feiern im Rhythmus der Zeit I“ bietet einerseits eine erste Einführung in die Feste und Festkreise der christlichen Liturgie, wobei neben dem Sonntag als Urfeiertag der Christen vor allem Ostern als das historisch und theologisch ursprünglichstes Fest und Mitte des liturgischen Jahres dargestellt wird, bevor auch Grundinformationen über den Weihnachtsfestkreis geboten werden.

Der zweite Teil der Vorlesung ist der Tagzeitenliturgie gewidmet, die zu Unrecht zu den wenig bekannten Bereichen der Liturgie gehört: In der gemeindlichen Praxis hat die Messe fast alle anderen Gottesdienstformen verdrängt; das Stundengebet gilt weithin als Reservat religiöser Spezialisten (Kleriker, Ordensleute). Die Vorlesung versucht, dieses Defizit von der historischen und theologischen Wurzel her zu beheben. Dazu sind die ursprünglichen Grundformen des täglichen Gottesdienstes (gemeindliche und mönchische Tagzeitenliturgie) genauso zu beschreiben wie ihre Entwicklung und die heutigen Formen (mit Chancen und Problemen).

Die Vorlesung geht von Quellentexten aus, die neben anderen Materialblättern auf der elektronischen Lernplattform zur Verfügung gestellt werden; bitte das Material – auch schon vor der ersten Sitzung! – selbst auszudrucken.

Ausführliche Literaturhinweise werden im Lauf der Lehrveranstaltung gegeben. Zur ersten Orientierung können folgende Standardwerke dienen:

Zu den Feiern im Rhythmus des Jahres:

  • Hansjörg Auf der Maur, Feiern im Rhythmus der Zeit. I: Herrenfeste in Woche und Jahr (GDK 5), Regensburg: Pustet, 1983; posthum publiziertes Fragment einer 2. Auflage: Ders., Die Osterfeier in der alten Kirche (Hg. R. Meßner / W. G. Schöpf; mit einem Beitrag v. Clemens Leonhard; Liturgica Oenipontana 2), Münster: LIT, 2003.
  • Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft (UTB 2173), Paderborn: Schöningh, 22009 [vgl. 12001], V. Kapitel: Die Osterfeier.
  • Paul F. Bradshaw / Maxwell E. Johnson, The Origins of Feasts, Fasts and Seasons in Early Christianity (ACC 86), London: SPCK / Collegeville: Liturgical, 2011.
  • Handbook for Liturgical Studies. V: Liturgical Time and Space (Hg. Anscar J. Chupungco), Collegeville, MN: Liturgical, 2000.

 

Zur Tagzeitenliturgie

  • Robert Taft, The Liturgy of the Hours in East and West. The Origins of the Divine Office and Its Meaning for Today, Collegeville, MN: Liturgical, 1986.
  • Lebendiges Stundengebet. Vertiefung und Hilfe (FS Lucas Brinkhoff; Hg. Martin Klöckener / Heinrich Rennings), Freiburg: Herder, 1989.
  • Reinhard Meßner, Einführung in die Liturgiewissenschaft (UTB 2173), Paderborn: Schöningh, 22009 [12001], IV. Kapitel: Die Tagzeitenliturgie.
  • Gregory W. Woolfenden, Daily Liturgical Prayer.
    Origins and Theology (Liturgy, Worship and Society), Aldershot: Ashgate, 2004 [12002].
  • Liborius Olaf Lumma, Liturgie im Rythmus des Tages. Eine kurze Einführung in Geschichte und Praxis des Stundengebets, Regensburg: Pustet, 2011



Seminare

Wintersemester 2018/19


Prof. Dr. Harald Buchinger

11292 Seminar

Die Festhymnen der Tagzeitenliturgie
Festal Hymns of the Liturgy of the Hours

(M: Theologisches Schwerpunktmodul 1, 2 und 3; Gy: Thematisches Modul 2; kulturwissenschaftliche Mittelalter-Studien)

Mi 10–12

Sitzungszimmer PT 4.1.63

Anmeldung bitte bis spätestens 6. Oktober per e-mail an harald.buchinger@theologie.uni-r.de

 

Seit der Spätantike bieten die Hymnen der Tagzeitenliturgie Gelegenheit zur poetischen Entfaltung von Festinhalten. Das Seminar möchte die wichtigsten Hymnen der lateinischen Tradition zu den großen Festkreisen des liturgischen Jahres lesen und ihre Rezeption im heutigen deutschen Stundenbuch erörtern. Auf diese Weise wird zugleich eine vertiefte Einführung in Theologie und Spiritualität der wichtigsten Feste und Festzeiten gegeben.

Grundlegende Methode ist die gemeinsame Lektüre der lateinischen Hymnen, gegebenenfalls im Vergleich mit ihren heutigen Übersetzungen; regelmäßige vorbereitete Teilnahme ist für einen konstruktiven und ertragreichen Verlauf konstitutiv. Auch wenn die meisten Hymnen – gelegentlich unvollständig – in deutscher Übersetzung vorliegen, sind solide Lateinkenntnisse für die Arbeit an den Originaltexten unerläßlich. Für einen Leistungsnachweis ist eine Seminararbeit erforderlich.

 

Ausführliche Literaturhinweise werden im Lauf der Lehrveranstaltung gegeben. Zur ersten Orientierung seien empfohlen:

  • Analecta Hymnica Medii Aevi
  • Josef Szövérffy, Die Annalen der lateinischen Hymnendichtung. Ein Handbuch (Die lyrische Dichtung des Mittelalters), 2 Bände, Berlin: Schmidt, 1964–1965.
  • Liber Hymnarius, Solesmes: Abbatia S. Petri, 1983.
  • Anselmo Lentini, Te decet hymnus. Linnario della „Liturgia Horarum“, Città del Vaticano: Vaticana, 1984.



Oberseminar

Wintersemester 2018/19


Prof. Dr. Harald Buchinger

11315 Oberseminar

Research Seminar and Independent Studies Programme
Current issues in liturgical research and related interdisciplinary questions

Interuniversitäres Lektüreseminar zur älteren Liturgiegeschichte

2st.

geblockt n. Ü. (Bekanntgabe per e-mail-Liste)

Anmeldung per e-mail an harald.buchinger@theologie.uni-regensburg.de

 

Das Oberseminar bietet interessierten Studierenden die Möglichkeit, eigene Arbeiten, historische Quellentexte und aktuelle Forschungsfragen zu diskutieren; dabei werden auch interdisziplinäre Brückenschläge vorgenommen und Gastwissenschaftler/innen eingeladen.

Ein Teil des Oberseminars findet geblockt als interuniversitäres Lektüreseminar zur älteren Liturgiegeschichte in Wien statt; Details auf Anfrage.

An independent studies programme is designed to help international students to develop their projects and to integrate them into the interdisciplinary research and teaching context of our faculty.

English on demand.

 


Übungen

Wintersemester 2018/19


Prof. Dr. Harald Buchinger

11323 Übung

Gregorianik: Grundkurs
Basics of Gregorian Chant

1st. teilgeblockt  Mi 13.30–15.00
in der ersten Semesterhälfte (außer an Sitzungstagen), Sitzungszimmer PT 4.1.63

offen für Hörende aller Fakultäten, speziell für Kulturwissenschaftliche Mittelalterstudien

Anmeldung bitte bis spätestens 6. Oktober per e-mail an harald.buchinger@theologie.uni-r.de.

Die Übung findet ab 5 Teilnehmenden statt.

Das 2. Vatikanische Konzil bezeichnet den Gregorianischen Choral als den „der römischen Liturgie eigenen Gesang“ (SC 116); tatsächlich ist die älteste mehr oder weniger ungebrochene Musiktradition des Abendlandes nicht nur ein historischer Schatz, sondern auch eine oft unterschätzte Quelle der Theologie und Spiritualität. Die für Studierende aller Studienrichtungen offene Übung soll der gleichermaßen praktischen wie theoretischen Einführung in die Gregorianik dienen. Neben einer Einführung in Geschichte und Gattungen des Meßrepertoires liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Semiologie; darüber hinaus werden Grundfragen der Modologie angesprochen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Literatur wird im Laufe der Lehrveranstaltung genannt; zur ersten Orientierung hilfreich sind folgende Einführungen:

  • Bernhard K. Gröbler, Einführung in den Gregorianischen Choral, Jena: IKS Garamond, 22005 [12002].
  • Stefan Klöckner, Handbuch Gregorianik. Einführung in Geschichte, Theorie und Praxis des Gregorianischen Chorals, Regensburg: Con Brio, 2009.
  • Harald Buchinger, Gregorianik: Das Kernrepertoire, in: Der Gottesdienst und seine Musik I (Hg. Albert Gerhards / Matthias Schneider; Enzyklopädie der Kirchenmusik 4/1), Laaber: Laaber, 2014, 133–152.