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Aktuelles: Literatur und Tanz - Teil 1

Der Choreograph John Cranko sagte einmal: "Ballett ist vielleicht das körperlichste aller Bühnenfächer, doch Kunst wird Ballett nur, wenn es unkörperlich wirkt." Ballett ist nicht nur eine der körperlichsten, sondern auch eine der am wenigsten erforschten Bühnenkünste. Tanz ist gleichzeitig eine der am wenigsten greifbaren, flüchtigsten Kunstformen. Vor allem für Literaturwissenschaftler scheint die wortlose Kunstform des Tanzes das denkbar ungeeignetste Forschungsobjekt. Das Seminar will diesen Medienwechsel von Literatur zu Tanz analysieren. Es werden Texte diskutiert, die als Grundlage für eine Balletthandlung dienen, und wir werden uns mit den Choreographien John Crankos zu "Romeo und Julia", "Der widerspenstigen Zähmung" und "Eugen Onegin" beschäftigen, sowie mit den Balletten John Neumeiers, "Kameliendame" und "Tod in Venedig".

15. April 2018, von Dorothee Gelhard

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