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Aktuelles: Les Ballets russes - Seminar

"Les Ballets Russes" wurde 1909 von Sergej Diaghilev mit Tänzern aus St. Petersburg und Moskau gegründet mit dem Ziel, die russische Kunst in Europa bekannt zu machen. Seine Choreographen, Michail Fokine, Léonide Massine und George Balanchine, legten die Basis für das moderne Ballett, das Vaclav Nijinskij und Anna Pavlova auf der Bühne realisierten. Ab 1914 begann Diaghilev die Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern zu fördern, und die Bühnenbilder und Kostüme rückten zunehmend in den Fokus der Aufführungen. Die Kompanie ging nach Frankreich und arbeitete von nun an mit Jean Cocteau, Eric Satie, Igor Stravinskij, Maurice Ravel, Pablo Picasso, Henri Matisse und George Braque zusammen. Die Ballets Russes beeinflußte auch die Mode: Coco Chanel schuf u.a. Kostüme, man kleidete sich "à la orientale" mit Turban und Federn, wie es Nijinskij auf der Bühne trug. Ausgehend von dem behaupteten "Ost-West-Anatgonismus'" Diaghilevs will das Seminar die vielfältigen Interaktionen zwischen den Künsten analysieren. Im Vordergrung steht dabei die Frage, wie wir Tanz denken, schreiben oder lesen können. Fragen nach der Übertargung von Bewegung, von körperlichen Interaktionen, choreographischen Ästhetiken und theatralen Formen in Sprache und Raumerfahrungen der Moderne sollen anhand des überlieferten choreographischen Materials diskutiert werden.

15. April 2016, von Dorothee Gelhard

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