NACHT.SCHAFFT.WISSEN. am Unicampus | Vorträge
Kann Datenschutz Leben kosten? (Medienwissenschaft)
17:00 Uhr
H 20 | Foyer Sammelgebäude
Dr. Laura Niebling
DIMAS – Department für Interdisziplinäre und Multiskalare Area Studies
nicht für Kinder geeignet | Mindestalter: 16 Jahre
Der Datenschutz ist eine der wichtigsten juristischen Errungenschaften der deutschen Demokratie. Nach den Erfahrungen mit Diktatur und Überwachung im 20. Jahrhundert erkämpfte sich die Gesellschaft das Recht, selbst zu bestimmen, wer welche Informationen über einen Menschen erhält. Das Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts von 1983 gilt bis heute als Meilenstein: Es begründete das Recht auf informationelle Selbstbestimmung – die Idee, dass jeder Mensch sein eigenes „Datenschicksal" in der Hand halten soll.
Doch wie jedes mächtige Werkzeug kann auch Datenschutz falsch eingesetzt werden. Im Vortrag wird gezeigt, wie aus einem Schutzrecht zunehmend ein Verhinderungsinstrument geworden ist – besonders in der medizinischen Forschung. Patientendaten, die Leben retten könnten, bleiben ungenutzt. Register werden geschlossen, Studien scheitern nicht an fehlender Wissenschaft, sondern an bürokratischen Hürden. Länder mit pragmatischeren Regeln ziehen in der Forschung etwa zu Krebs und der Pandemiebekämpfung an Deutschland vorbei.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Schützen wir mit überstrengen Datenschutzregeln wirklich den Menschen – oder schaden wir ihm am Ende? Der Vortrag lädt dazu ein, die Geschichte des Datenschutzes und seiner heutigen Medienlandschaft mit Datenschutzerklärungen und Regelungen am Beispiel der medizinischen Forschung eingehender zu verstehen. War der Datenschutz tatsächlich so gedacht? Oder was ist der Grund für Deutschlands schwieriges Verhältnis zu Privatheit vs. Fortschritt?
Langfristiger Vermögensaufbau am Kapitalmarkt (Betriebswirtschaftslehre)
18:00 Uhr
H 18 | Foyer Sammelgebäude
Prof. Dr. Klaus Röder
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre IV, insb. Finanzdienstleistungen, BWL
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Mindestalter: 14 Jahre
Der Vortrag behandelt zunächst die Erfahrungen aus den letzten 100 Jahren bezüglich des US-amerikanischen und des Deutschen Kapitalmarkts. Anschließend werden die Erkenntnisse der Kapitalmarkttheorie und die Konsequenzen für den eigenen Vermögensaufbau behandelt.
Wer bin ich, wenn ich scheitere? Was Moraltheologie zum Gelingen des Lebens beizutragen hat (Katholische Theologie)
18:00 Uhr
H 19 | Foyer Sammelgebäude
Dr. Dirk Gärtner
am Lehrstuhl für Moraltheologie
Fakultät für Katholische Theologie
nicht für Kinder geeignet
Ist nur ein erfolgreiches Leben ein gelungenes Leben? Wie gehen die Vorstellungen von einem gelungenen und einem guten Leben zusammen?
Der Vortrag geht darauf ein, welchen Beitrag Moraltheologie für ein Gelingen des Lebens leistet und was dies konkret für das Handeln im Alltag bedeutet.
Augenblicke – Form und Funktion des Sehorgans (Anatomie)
18:00 Uhr
H 20 | Foyer Sammelgebäude
Prof. Dr. Ernst Tamm
Lehrstuhl Humananatomie und Embryologie
Fakultät für Biologie und Vorklinische Medizin
Mindestalter: 12 Jahre
Der Sehsinn, mit dem der Mensch den größten Teil seiner Eindrücke aus der Welt wahrnimmt, prägt das Wesen des Menschen wie kein anderer Sinn. Unser Alltag wird in hohem Maße durch visuell gewonnene Informationen bestimmt. Zum Aufnehmen und Verarbeiten dieser Eindrücke steht dem Menschen ein hochentwickeltes Sehorgan zur Verfügung. Dieses umfasst nicht nur den Augapfel selbst, sondern auch unterstützende Strukturen wie Augenlider, Bindehaut, Tränenapparat sowie Muskeln und Fettgewebe in der Augenhöhle, die den Augapfel bewegen.
In den mit dem Augapfel verbundenen Gehirnarealen entstehen schließlich durch die Verarbeitung der von den lichtempfindlichen Sinneszellen aufgenommenen und übermittelten Reize unsere Seheindrücke. Nur das koordinierte Zusammenspiel all dieser Strukturen ermöglicht normales Sehen; Störungen einzelner Komponenten können zu Sehbeeinträchtigungen bis hin zur Erblindung führen.
Ich kann sehen, was du denkst – ein EEG-Experiment zum Mitmachen (Psychologie)
18:00 Uhr
19:00 Uhr
20:00 Uhr
(Dauer jeweils 30 Minuten)
H 21 | Foyer Sammelgebäude
Prof. Dr. Angelika Lingnau und Prof. Dr. Gregor Volberg
Lehrstuhl Cognitive Neuroscience
Institut für Psychologie
Fakultät für Humanwissenschaften
Mindestalter: 6 Jahre
Anmeldung auf der offiziellen Veranstaltungsseite (externer Link, öffnet neues Fenster)
Demonstration mit begleitendem Kurzvortrag
Mit Künstlicher Intelligenz lassen sich Bilder erkennen, Texte schreiben und Autos lenken. In den Kognitiven Neurowissenschaften werden Methoden aus der Künstlichen Intelligenz benutzt, um Gehirnaktivierungsmuster bei der Bearbeitung verschiedener Aufgaben besser zu verstehen. Inwiefern lassen sich damit Gedanken lesen? Wir werden gemeinsam ein Experiment durchführen, in dem wir uns mit dieser Frage beschäftigen. Begleitend zu diesem Experiment werden wir auf aktuelle Entwicklungen in diesem Bereich auf der Schnittstelle zwischen Psychologie, Informatik, Medizin und Biologie eingehen. Darüber hinaus werden wir darstellen, welche Möglichkeiten Studierende im Master-Studiengang Psychologie: Psychological Science haben, sich mit derartigen Fragestellungen und den dafür benötigten Methoden zu beschäftigen.
Unternehmerische Nachhaltigkeit: Nachhaltige Zukunft, nachhaltige Gewinne? (Betriebswirtschaftslehre)
19:00 Uhr
H 18 | Foyer Sammelgebäude
Prof. Dr. Tobias Steindl
Professur für Corporate Social Responsibility Control, Reporting & Covernance, BWL
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Mindestalter: 16 Jahre
(Wie) Können nachhaltige Gewinne erwirtschaftet werden? Welche Rolle spielen dabei Konsumenten, Investoren und Gesetzgeber? Diese Fragen (und mehr) werden im Rahmen des Vortrags "Unternehmerische Nachhaltigkeit: Nachhaltige Zukunft, nachhaltige Gewinne" diskutiert.
Sprache liegt in der Hand. Wie Feinmotorik die Sprachentwicklung fördert (Schulpädagogik)
19:00 Uhr
H 19 | Foyer Sammelgebäude
Rebecca Winter
am Lehrstuhl für Schulpädagogik
Fakultät für Humanwissenschaften
für Kinder geeignet
In diesem Vortrag erfahren die Zuhörer, wie Feinmotorik und Sprachentwicklung bei Kindern zusammenhängen. Zunächst werden zentrale und aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt, die den Zusammenhang zwischen Handfertigkeiten und sprachlicher Kompetenz verständlich aufzeigen. Anschließend veranschaulichen praxisnahe Beispiele, wie motorische Aktivitäten im Alltag die Sprachentwicklung begleiten und unterstützen können.
Die stillen Heldinnen: Wie wir die Leistung unserer Nieren – und ihr stilles Leiden – verstehen (Anatomie)
19:00 Uhr
H 20 | Foyer Sammelgebäude
Prof. Dr. Silke Härteis
Professur für Molekulare und Zelluläre Anatomie
Fakultät für Biologie und Vorklinische Medizin
Mindestalter: 10 Jahre
Immobilien treffen Intelligenz. Wie KI die Zukunft der Immobilienwirtschaft verändern wird (Immobilienwirtschaft)
20:00 Uhr
H 18 | Foyer Sammelgebäude
Prof. Dr. Wolfgang Schäfers, PD Dr. Marcelo Cajias
Institut für Immobilienwirtschaft | IREBS
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Die UR bei Nacht | Die UR bewacht. Ein kulturwissenschaftlicher Film über den nächtlichen Arbeitsalltag des Schließdienstes an der Uni Regensburg (Vergleichende Kulturwissenschaft)
20:00 Uhr
H 19 | Foyer Sammelgebäude
Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft
Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften
Mindestalter: 8 Jahre
Anmoderierte Filmvorführung mit anschließender Talk-Runde
Wenn der Vorlesungsbetrieb am Abend endet, der Trubel des universitären Alltags leiser wird und die Nacht langsam über den Campus hereinbricht, beginnen die nächtlichen Schließrunden von Deniz, Ari, Gabriel, Christopher und Salvatore. Als Security-Mitarbeiter sind sie in den Räumen, auf den Gängen und im Außengelände der Universität Regensburg unterwegs, um für Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Ein studentisches vierköpfiges Filmteam der Vergleichenden Kulturwissenschaft durfte sie drei Nächte lang auf ihren Rundgängen begleiten. Entstanden ist ein spannender ethnographischer Film, der ganz persönliche Einblicke in eine Arbeit gewährt, die von Außenstehenden oft gar nicht bewusst wahrgenommen wird. Dabei sorgt das Team dafür, dass universitäre Abläufe funktionieren, Regularien eingehalten werden und Menschen sicher ihrem Lehr- und Arbeitsalltag nachgehen können. Immer wieder kommen die Mitarbeitenden selbst zu Wort, um zu erzählen, wie sie „ihre“ Universität wahrnehmen und was nächtliche Spuren über das tägliche Leben am Campus verraten. Wer den Schließdienst begleitet, stellt außerdem schnell fest: so ruhig, wie man vielleicht annehmen könnte, geht es nachts an einer Universität gar nicht zu.
Der Film entstand im Wintersemester 2022/2023 im Rahmen des Projektseminars „Caught on Tape. Filmen zwischen ethnographischer Dokumentationstechnik und angewandter Kulturarbeit“ unter der Leitung von Dr. Lena Möller und Patrick Pollmer M.A. am Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft.
Lukas Alberter, Nicola Fröhlich, Hannah Löhe und Johanna Rieble begleiteten als studentisches Drehteam in sechs Drehtagen Mitarbeiter des Schließdienstes bei ihren nächtlichen Kontrollrundgängen über das Campusgelände. Der Film wurde in Zusammenarbeit mit dem Referat V/5 für Campus- und Liegenschaftsbetriebe der Universität Regensburg gedreht.
Alzheimer und verwandte Demenzen: Volkskrankheit und neue Therapieansätze (Pharmazie)
20:00 Uhr
H 20 | Foyer Sammelgebäude
Prof. Dr. Steffen Pockes
Lehrstuhl für Pharmazeutische und Medizinische Chemie
Fakultät für Chemie und Pharmazie
Mindestalter: 10 Jahre
Alzheimer und andere Demenzen zählen zu den größten medizinischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Weltweit sind Millionen Menschen betroffen, und die Zahlen steigen weiter – mit gravierenden Folgen für Betroffene, Angehörige und das Gesundheitssystem. Die Erkrankungen führen nicht nur zu Gedächtnisverlust und kognitiven Einschränkungen, sondern verändern das Leben der Erkrankten und ihrer Familien grundlegend. Trotz intensiver Forschung gibt es bislang keine Heilung, doch neue Ansätze geben Hoffnung: von Immuntherapien bis hin zu innovativen Medikamenten. Der Vortrag erklärt, warum Alzheimer zur Volkskrankheit geworden ist, welche biologischen Prozesse dahinterstehen und welche vielversprechenden Entwicklungen die Zukunft der Therapie prägen könnten. Außerdem wird beleuchtet, wie Früherkennung und Lebensstilfaktoren das Risiko beeinflussen und warum eine interdisziplinäre Forschung entscheidend ist, um Fortschritte zu erzielen.
L-A-S-E-R (Physik)
20:30 Uhr
22:00 Uhr
H 36 | Gebäude Physik
Treffpunkt: Foyer Sammelgebäude
Prof. Dr. John Lupton
Lehrstuhl für Experimentelle und Angewandte Physik
Fakultät für Physik
Mindestalter: 10 Jahre
Was ist eigentlich ein Laser? Wie funktioniert er, wozu ist er gut? Und wer hat ihn erfunden?