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Förderpreis

Förderpreis "Sprache und Recht"

Die Universität Regensburg vergibt ab 2008 regelmäßig einen Preis für eine in deutscher Sprache verfasste wissenschaftliche Arbeit zum interdisziplinären Thema "Sprache und Recht".

Er ist je nach Art und Umfang der ausgezeichneten Arbeit sowie der verfügbaren Stiftungsmittel mit 2.500 € bis 5.000 € dotiert.


Ausschreibung

Bewerbungsbedigungen für den Förderpreis 2017

Beteiligen können sich Absolventen aller Hochschulen mit einer Publikation, die wissenschaftlichen Kriterien entspricht. Die Arbeit darf nicht älter als 2 Jahre sein.

Die Bewerbung ist zu richten an

Universität Regensburg
Dekanat der Fakultät für Rechtswissenschaft
93040 Regensburg

und soll dort möglichst bis zum 30. Juni 2017 eingehen.

Der Bewerbung sind zwei – in der Regel bei der Universität verbleibende - Exemplare der Arbeit und der Lebenslauf des Verfassers beizufügen. Darüber hinaus sind der Fakultät für Rechtswissenschaft die Voten oder gutachterlichen Stellungnahmen der wissenschaftlichen Betreuer zur Verfügung zu stellen. Die Bewerber sollen sich außerdem für den Fall ihrer Auszeichnung bereit erklären, bei der Universität Regensburg einen Vortrag zum Thema ihrer Arbeit zu halten.

Die Universität Regensburg entscheidet durch die Fakultät für Rechtswissenschaft nach Anhörung des Lehrstuhls für Deutsche Sprachwissenschaft unter Ausschluss des Rechtswegs über die Preisvergabe.

Die Preisverleihung findet am 30. November 2017, anlässlich der Feier des Dies Academicus der Universität statt.

 

Preisträger

2008:

Dr. Katarína Znamenáčková,
für ihre Dissertation
Fachsprachliche Wortgruppen in Textsorten des deutschen Zivilrechts
Band 93 der Regensbruger Beiträge zur deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft,
Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main 2007

Die Preisträgerin ist am 17.8.1973 geboren und slowakische Staatsangehörige. 1996 beendete sie ihr Magisterstudium der Germanistik und Romanistik mit Schwerpunkt Übersetzen und Dolmetschen an der Comenius-Universität Bratislava. Anschließend bis 2001 erteilte sie an der Juristischen Fakultät dieser Universität als Fachassistentin Fremdsprachenunterricht in deutscher und französischer Rechtssprache und war daneben als freiberufliche Diplomübersetzerin und -dolmetscherin tätig. Nach ihrem 6-jährigen Studium an der Regensburger Philosophischen Fakultät IV (Deutsch als Fremdsprache und Promotionsstudium in deutscher Philologie) ist sie seit 2007 in Luxemburg Übersetzerin aus dem Englischen, Deutschen und Französischen beim Europäischen Parlament.

Laudatio

 


 
2009:

Dr. Hans-Christian Frick (LL.M.)

für seine Dissertation

Sprachrisiko im Zeitalter des Ethnomarketings

US-amerikanische Erfahrungen und europäische Rechtsentwicklung

Band 155 der Studien zum vergleichenden und internationalen Recht,
Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main 2009

Der Preisträger ist am 28.11.1978 geboren und studierte bis zu seiner im Januar 2005 abgelegten Ersten Juristischen Staatsprüfung in Heidelberg und Montpellier (Frankreich). Sein einjähriges Studium in San Francisco (UC Hastings) als Stipendiat der Landesstiftung Baden-Württemberg beendete er im Mai 2006 mit dem Master of Law (LL.M.). Von 2003 bis 2007 war er Mitarbeiter am Institut für ausländisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht der Universität Heidelberg. Anschließend absolvierte er sein Referendariat in Darmstadt. Nach seiner Promotion im Mai 2008 und Ablegung seiner Zweiten Juristischen Staatsprüfung im August 2009 arbeitet er in der Rechtsabteilung der BMW AG in München.

Laudatio



2010:  

Dr. Christian Kranjčić

für seine Dissertation

„… dass er treu und gewissenhaft übertragen werde“

Zum Dolmetschen im Strafverfahren

Band 70 der Veröffentlichungen zum Verfahrensrecht, Verlag Mohr Siebeck, 2010

 

Der Preisträger ist am 19. Juni 1976 in München geboren und lebt seitdem dort. Bis 2001 studierte er Rechtswissenschaft und absolvierte anschließend sein Referendariat. Seit 2004 ist er verheiratet und hat zwei Söhne. Nach seinem zweiten Juristischen Staatsexamen promovierte er und war als Rechtsanwalt in eigener Kanzlei sowie für eine Vermögensverwaltungsgesellschaft tätig. Seit 2006 ist er Mitglied des Kirchenvorstands der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Christuskirche in München und seit 1. 1. 2009 als Juristischer Referent in der Finanzabteilung des Landeskirchenamts der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für Grundsatzfragen zuständig.

Laudatio

 


 

2011:

 Dr. Friedemann Vogel 

für seine Dissertation 

Linguistik rechtlicher Normgenese

Theorie der Rechtsnormdiskursivität am Beispiel der Online-Durchsuchung

 

Verlag Walter de Gruyter, 2012

 

Der Preisträger ist am 5. 2. 1983 in Friedrichshafen geboren. Er studierte von 2003 bis 2008 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Germanistik, Philosophie und Psychologie. Anschließend war er bis 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Ekkehard Felder und arbeitete an seiner Dissertation. Für Studium und Promotion erhielt er mehrere Stipendien und war vielfach ehrenamtlich tätig, insbes. in unterschiedlichen Gremien der Universität. Er ist Geschäftsführer des Anfang 2011 gegründeten Europäischen Zentrums für Sprachwissenschaften, einer gemeinsamen Forschungseinrichtung der Universität Heidelberg und des Mannheimer Instituts für Deutsche Sprache. Seine zahlreichen seit 2009 erschienenen Veröffentlichungen befassen sich häufig mit interdisziplinären Themen.

Laudatio 

 


2013:
 
PD Dr. Gabriele Klocke
 
für ihre Habilitation
 
Entschuldigung und Entschuldigungsannahme im Täter-Opfer-Ausgleich
 

Band 4 der Edition „Wissen – Kompetenz – Text“, Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main

Die Preisträgerin wurde am 20. 7. 1972 in Bielefeld geboren und lebt mit ihrer Familie in Regensburg. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr absolvierte sie Studien der Linguistik mit den Nebenfächern Biologie und Psychologie an der Universität Bielefeld, Pädagogik an der Universität Regensburg und Mediation an der Fernuniversität Hagen. Während ihrer im Jahre 2000 begonnenen Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Regensburger Lehrstuhl für Strafrecht und Kriminologie von Prof. Dr. Henning Müller promovierte sie 2003 im Fach Linguistik an der Universität Bielefeld und erhielt 2013 von der Regensburger Philosophischen Fakultät III die Lehrbefähigung für Deutsche Sprachwissenschaft. Gegenwärtig ist sie Akademische Oberrätin am vorgenannten strafrechtlichen Lehrstuhl und lehrt im Bereich der Deutschen Sprachwissenschaft bei Prof. Dr. Rössler. Sie ist Mitglied im "Arbeitskreis Sprache und Recht" der Universität Regensburg und der Gesellschaft für Interdisziplinäre Wissenschaftliche Kriminologie. Ihre Arbeits- und Interessenschwerpunkte sind Rechtslinguistik und allgemeine Kriminologie.
 
 

 
2014:
 
Dr. Ina Pick
 
für ihre Dissertation
 
Das anwaltliche Mandantengespräch.
 
Linguistische Ergebnisse zum sprachlichen Handeln von Anwalt und Mandant
 
Band 59 der Reihe „Arbeiten zur Sprachanalyse“, Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main
 

Die Preisträgerin ist am 31. 8. 1983 geboren und lebt mit ihrer Familie in Köln. Sie beendete im Jahre 2005 eine Tischlerausbildung und im Jahre 2009 ihr Diplomstudium „Allgemeine und angewandte Sprachwissenschaft“ an der Universität Wien. Die ausgezeichnete Arbeit ist das Ergebnis ihres Studiums an der TU Dortmund als Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes und bildet die Grundlage für das nun unter dem gleichen Titel von ihr vorbereitete Praxishandbuch für Anwälte. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Angewandte Gesprächsforschung, Rechtskommunikation und Beratungsforschung. In diesen Bereichen liegen auch ihre zahlreichen schriftstellerischen Beiträge und ihre Lehrtätigkeit an verschiedenen deutschen Universitäten. Sie ist Forscherin in der interdisziplinären Forschungsgruppe LOCCS der LMU München sowie Mitglied des Arbeitskreises Angewandte Gesprächsforschung (AAG) und der Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL). Freiberuflich arbeitet sie als Trainerin und Coach für Anwälte.

 

2015:
 
Dr. Emilia Lindroos
für ihre Dissertation
 

„Im Namen des Gesetzes. Eine vergleichende rechtslinguistische Untersuchung zur Formelhaftigkeit in deutschen und finnischen Strafurteilen“

 

Acta Universitatis Lapponiensis 297. Lapland University Press 2015

 

Die Preisträgerin wurde 1983 geboren und ist finnische Staatsangehörige. Nach dem Studium der Germanistik und der Übersetzungswissenschaft sowie der Rechtswissenschaften in Deutschland und Finnland erlangte sie 2008 den Titel Master of Arts an der Universität Helsinki. Ihr rechtswissenschaftliches Doktorstudium im Fach vergleichende Rechtslinguistik hat sie im Jahr 2015 an der Universität Lapplands in Rovaniemi mit der hier ausgezeichneten Arbeit abgeschlossen. Nach beruflichen Tätigkeiten für finnische Strafverfolgungsbehörden, im Fremdsprachenunterricht und als juristische Übersetzerin und Dolmetscherin für verschiedene finnische Behörden und EU-Institutionen arbeitet sie zurzeit als Dozentin für Rechtslinguistik an der Universität Lapplands.

Laudatio


2016:

Dr. Jörg Michael Schindler

für seine Dissertation

„Rechtsmetaphorologie – Ausblick auf eine Metaphorologie der Grundrechte“

 

Die preisgekrönte Dissertation ist 2016 im Verlag Duncker & Humblot in Berlin erschienen, und zwar als Band 281 der Schriften zur Rechtstheorie.

 

Der Preisträger wurde am 17. Juli 1980 in Köln geboren und lebt in München. Er studierte ab 2001 Rechtswissenschaft in Köln, Lausanne, Potsdam und Berlin. Nach der Ersten juristischen Staatsprüfung in Brandenburg führte er sein rechtswissenschaftliches Studium an der Universität Potsdam als Promotionsstudium fort. Parallel dazu sowie zu einem Zusatzstudium „Kultur + Management“ in Dresden absolvierte er das Rechtsreferendariat beim Berliner Kammergericht (mit Stationen unter anderem an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer, beim Deutschen Bundestag und beim Deutschen Landkreistag). Nach einem Jahr Tätigkeit als selbstständiger Rechtsanwalt in Berlin-Neukölln ist er seit 2011 im Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München tätig. Er veröffentlicht und lehrt nebenberuflich zu öffentlich-rechtlichen Themen aus den Bereichen Kultur und Stadtplanung.

 

Laudatio

  1. Forschung

Sprache und Recht

Ein gemeinsamer Arbeitskreis der Fakultät für Rechtswissenschaft und der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften

 

Logo des Arbeitskreises "Sprache und Recht"