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Masterarbeiten

Eine erfolgreiche Masterarbeit lässt sich prozessual in fünf Hauptphasen untergliedern. In chronologischer Reihenfolge sind dies:

1. Anbahnung

Der Student schlägt dem wissenschaftlichen Mitarbeiter per E-Mail ein Thema (oder bis zu drei inhaltlich verwandte Themen) sowie einen Bearbeitungszeitraum (genauer: einen Starttermin) vor. Direktanfragen an den Professor sind bei Erstkontakt zu unterlassen. Zur Inspiration für die Themenwahl kann die auf der Internetseite des Lehrstuhls zur Verfügung gestellte Themenliste für Masterarbeiten (Link) dienen, eigene Themenvorschläge werden jedoch bevorzugt. Die Themenliste für Masterarbeiten ist so lange aktuell, bis sie ersetzt wird. Anfragen bezüglich der Aktualität der Themenliste sind somit zu unterlassen. In jedem Fall orientiert sich der Student mit der Themenwahl zumindest grob an den Forschungsschwerpunkten der wissenschaftlichen Mitarbeiter. Diese sind in der Mitarbeiterrubrik der Internetseite des Lehrstuhls ausgeschrieben oder gehen aus der bestehenden Themenliste für Masterarbeiten hervor.

Es wird dem Studenten empfohlen, sich im ersten E-Mail-Kontakt auch selbst kurz vorzustellen: Welcher Bachelorstudiengang wurde belegt? Welches ist das aktuelle Fachsemester und wie ist der aktuelle Notenschnitt im Master? Welche Softwarepakete werden beherrscht (z.B. Matlab, R, Stata oder EViews) und welche Programmiersprachen werden beherrscht? Welche IT-Kenntnisse liegen vor? Welche statistischen, ökonometrischen und numerischen Verfahren werden beherrscht? Warum möchte der Student die Masterarbeit am Lehrstuhl schreiben?

Um die Bearbeitungszeit nicht künstlich zu verlängern, sollte der Student das Thema sowie den Starttermin frühestens zwei Monate vor dem gewünschten Starttermin per E-Mail vorschlagen.

2. Abstract

Nachdem der wissenschaftliche Mitarbeiter generell grünes Licht für Masterarbeiten im jeweiligen Themenfeld und Zeitraum gegeben hat, ist zu prüfen, ob die Betreuung einer Masterarbeit auch im jeweiligen Einzelfall sinnvoll ist. Insbesondere soll sichergestellt werden, dass die nötige Motivation sowie die methodischen Vorkenntnisse ausreichen.

Der Student wirbt zu diesem Zweck mit einem Abstract um die Betreuung. Der Abstract umfasst circa zwei DIN-A4-Seiten und enthält:

1. Eine formlose Beschreibung des Forschungsvorhabens (im Optimalfall werden hier bereits Innovationen und Forschungslücken aufgezeigt).

2. Eine kurze Darstellung der aktuellen Literatur aus internationalen, renommierten wissenschaftlichen Journals. Bevorzugt sind nach folgenden Quellen gerankte Journals zu nennen:

a) https://ideas.repec.org/top/top.journals.simple.html

b) http://www.handelsblatt.com/downloads/9665428/1/journal-ranking.pdf

Die kurze formlose Zusammenfassung von drei bis vier Quellen reicht für diesen Zweck vollkommen aus.

3. Eine kurze Beschreibung der Methodik: Mit welchen statistischen Verfahren sollen etwaige Hypothesen geprüft werden? Mit welcher Methodik sollen etwaige numerische Optimierungen durchgeführt werden? Wie sind etwaige Fragebögen und Zufallsexperimente strukturiert?

4. Eine konkrete Idee/Vorgehensweise, wie der Student die für den empirischen Teil der Arbeit nötigen Daten beschafft (Internetportale, Datastream, Firmenkontakte, etc.): Zu beachten ist, dass der Lehrstuhl sich – abgesehen von persönlich zu besprechenden Ausnahmefällen – grundsätzlich nicht um die Datenbeschaffung bemühen kann und wird.

Der Abstract ist per E-Mail an den jeweiligen wissenschaftlichen Mitarbeiter zu richten.

3. Anmeldung

Es wird dem Studenten innerhalb von sieben Tagen mitgeteilt, ob der Abstract als ausreichend erachtet wurde. Ist dies der Fall, kann sich der Student für die Masterarbeit anmelden. Die Kontaktperson ist hierfür Herr Lang vom Prüfungssekretariat für Wirtschaftswissenschaften. Zeitgleich teilt der Student dem wissenschaftlichen Mitarbeiter per E-Mail den exakten gewünschten Starttermin sowie das exakte gewünschte Thema verbindlich mit.

Der Student bekommt nach erfolgreichem Anmeldevorgang vom Prüfungssekretariat ein Glückwunschschreiben zur erfolgreichen Anmeldung zugesandt. Achtung: Dieses Schreiben wird an die bei der Universität hinterlegte Postadresse gesandt!

4. Anfertigung

Der Student fertigt seine Arbeit selbstständig und vor allem eigenverantwortlich an. Formvorschriften, Zitierweise, Tipps zur generellen Herangehensweise und nützliche Links sind dem Leitfaden für die Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten (Link) zu entnehmen. Offene Detailfragen können im Verlauf der Bearbeitungszeit durch Sprechstunden geklärt werden. Für die Sprechstunden gilt folgender Verhaltenskodex:

  • Im Regelfall werden pro Masterrand zwei Sprechstundentermine vereinbart. Vorgeschlagen wird, zwei Termine, jeweils nach einem Drittel sowie nach zwei Dritteln der Bearbeitungszeit, zu vereinbaren. Der Student kann hiervon jedoch auf eigenen Wunsch abweichen. Mehr als drei Sprechstundentermine können nicht gewährt werden. Von weniger als einem Termin wird abgeraten.
  • Der Student koordiniert die Sprechstundentermine mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter im Vorfeld per E-Mail (eine bis zwei Wochen vor gewünschtem Termin).
  • Produktive Termine haben nicht nur eine Startuhrzeit, sondern auch eine Enduhrzeit. Ein Termin sollte nur in absoluten Ausnahmefällen mehr als 60 Minuten in Anspruch nehmen.
  • Produktive Termine haben eine Agenda: Der Student lässt dem wissenschaftlichen Mitarbeiter im Vorfeld (eine bis zwei Wochen vor gewünschtem Termin) per E-Mail die Agenda für den Termin zukommen. Die Agenda ist selbstverständlich selbsterklärend strukturiert und enthält abschließend alle am jeweiligen Termin zu besprechenden Fragen und Probleme.
  • Bei den Fragen und Problemen, die der Student über die Agenda an den wissenschaftlichen Mitarbeiter heranträgt, handelt es sich ausnahmslos um Detailfragen. Der wissenschaftliche Mitarbeiter nimmt dem Studenten in keinem Fall den intellektuellen Beitrag beziehungsweise die Entscheidungen in inhaltlichen Grundsatzfragen ab! Hat der Student Probleme mit Grundsatzfragen, so zerlegt er diese logisch, bis auf die kleinste von ihm als sinnvoll erachtete Ebene. Er recherchiert danach die möglichen Entscheidungsalternativen hinsichtlich der entstehenden Detailfragen selbstständig und sammelt Argumente für und gegen die jeweiligen Alternativen. Der Student präsentiert dem wissenschaftlichen Mitarbeiter im Rahmen der Agenda und in der Sprechstunde die Detailfragen, die Entscheidungsalternativen sowie die Argumente für und gegen die jeweiligen Entscheidungsalternativen. Die im Rahmen der Sprechstunde erarbeiteten Gedankengänge und Argumentationen des wissenschaftlichen Mitarbeiters vollzieht der Student auf Basis der wissenschaftlichen Literatur selbstständig nach und nimmt sie (zusammen mit etwaigen Primärquellen) in seine Argumentationskette mit auf. Auf Basis aller nun verfügbaren Informationen beantwortet der Student Detailfragen eigenverantwortlich selbst und legt etwaige inhaltliche Überlegungen und Abwägungen in seiner Arbeit transparent dar.

5. Abgabe

Die Abgabe erfolgt fristgerecht gemäß der Anmeldungsbestätigung durch das Prüfungssekretariat beim Prüfungssekretariat. Es ist dabei unbedingt darauf zu achten, dass der Titel auf der Arbeit exakt dem angemeldeten Titel entspricht!

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