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M.A. Public History und Kulturvermittlung


Inhalt:


Einführung

Mit dem Wintersemester 2018/19 startet an der Universität Regensburg der neue interdisziplinäre Masterstudiengang „Public History und Kulturvermittlung“. In dessen Mittelpunkt stehen Fragen und Probleme der öffentlichen Vermittlung und Anwendung von Geschichte und Kultur. Das innovative Curriculum fußt dabei vornehmlich auf drei Aspekten: 

[1]    auf der inhaltlichen Analyse und methodischen Reflexion der Formen, Strategien, Instrumente, Protagonisten und Institutionen öffentlicher „Gebrauchsgeschichte“ und Kulturvermittlung;

[2]    auf der Verknüpfung kultur- und geschichtswissenschaftlicher Forschung mit Fragen der Digital Humanities;

[3]    auf einem hohen Anteil praxis- und projektbezogener Veranstaltungen in Kooperation mit Museen oder anderen Vermittlungsinstanzen und entsprechenden anwendungs- bzw. berufsbezogenen Komponenten.

Der Masterstudiengang richtet sich an Studierende mit einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulschulabschluss in einem geistes-, kultur- oder gesellschaftswissenschaftlichen Fach, vorzugsweise in Geschichtswissenschaft oder Vergleichender Kulturwissenschaft/Ethnologie. Die Aufnahme in den Studiengang ist unter anderem an ein Eignungsverfahren (schriftliche Darlegungen und persönliches Auswahlgespräch) gebunden. Studiengangsverantwortliche sind Prof. Dr. Daniel Drascek, Prof. Dr. Bernhard Löffler und Prof. Dr. Christian Wolff.

Nähere Informationen zu Eignungsverfahren, Fristen und Formalien finden Sie unten.

Kurz-Adresse der Homepage: go.ur.de/phkv


Ordnungen


Erläuterung zu Bewerbung und Eignungsverfahren

Studieninteressierte am Masterstudiengang „Public History und Kulturvermittlung“ müssen bis zum 15. Juli 2018 für den Studienbeginn zum Wintersemester 2018/19 einen Antrag auf Zulassung zum Eignungsverfahren für den Studiengang stellen. Dies erfolgt durch eine formlose schriftliche Bewerbung, die an folgende Adresse zu senden ist:

Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte
Sekretariat
Universität Regensburg
93040 Regensburg

Die Voraussetzungen für die Aufnahme in den Masterstudiengang sind gekoppelt an ein Eignungsverfahren, das im Anschluss an die Bewerbungsfrist durchgeführt wird.

Hierzu sind der schriftlichen Bewerbung bzw. dem Antrag beizulegen:

  1. ein Lebenslauf mit der Darlegung des wissenschaftlichen Werdegangs (bzw. des vorhergehenden Studiums).
  2. das Abschlusszeugnis eines Hochschulstudiums mit mindestens sechs Semestern Regelstudienzeit oder vergleichbarem Studienumfang in einem geistes-, kultur- oder gesellschaftswissenschaftlichen Fach mit der Durchschnittsnote von mindestens 2,00. Kann das Abschlusszeugnis zum Bewerbungszeitpunkt noch nicht vorgelegt werden, so ist ein aktuell beglaubigter Nachweis über die bisherigen Studien- und Prüfungsleistungen aus dem Studiengang im Umfang von mindestens 150 Leistungspunkten sowie über die bis zu diesem Zeitpunkt erreichte Durchschnittsnote des Erstabschlusses beizubringen. Das Abschlusszeugnis selbst ist in diesem Fall spätestens bis zum Ende des ersten Semesters nachzuweisen.
  3. falls vorhanden der Nachweis über mindestens 30 Leistungspunkte, die im Rahmen des grundständigen Studiums im Bereich der Geschichtswissenschaft oder Vergleichenden Kulturwissenschaft/Europäischen Ethnologie erbracht wurden. Sollte dieser Nachweis nicht möglich sein - nach einem geistes-, kultur- und gesellschaftswissenschaftlichen Fachstudium ohne Geschichte und Vergleichende Kulturwissenschaft/Ethnologie -, sind entsprechende nachholende Kurse (Propädeutikum und Proseminar in Geschichtswissenschaft oder Einführungsvorlesung und Methodenseminar in Vergleichender Kulturwissenschaft) im Laufe der ersten Semester zu belegen.
  4.  bei Bewerbern und Bewerberinnen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung oder ihren ersten Studienabschluss nicht an einer deutschsprachigen Bildungseinrichtung erworben haben, der Nachweis über Deutschkenntnisse auf dem Niveau der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber (DSH-2) oder einer gleichwertigen Deutschprüfung.
  5.  Kenntnisse in Englisch auf dem Niveau B2 GER (Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen) sowie einer weiteren modernen europäischen Fremdsprache oder Latein oder Griechisch auf dem Niveau A2 GER. In der Regel werden die Sprachkenntnisse durch ein deutsches Abiturzeugnis (Fotokopie genügt) nachgewiesen.
  6.  die eigenständige Darlegung und Entwicklung einer Forschungsfragestellung und/oder eine Ideenskizze zu deren praktischer Umsetzung (z.B. in Form eines Ausstellungsprojekts) aus dem Bereich der Public History im Umfang von maximal 6.000 Zeichen (mit Leerzeichen und mit möglichen Literaturangaben). Diese Ausführungen sollen erste Grundlagen und Vorstellungen erkennen lassen, was man unter Public History versteht, wie man sich dem Themenfeld annähern will und in welcher Weise man zu praktischen Umsetzungen kommen könnte. Der Text wird nach den Kriterien schriftliche Ausdrucksfähigkeit sowie inhaltliche und methodisch-konzeptionelle Schlüssigkeit der Darlegungen und möglicher Arbeits- bzw. Forschungsperspektiven bewertet.

 

Jeder Studieninteressierte wird schließlich noch zu einem persönlichen Auswahlgespräch eingeladen, das der zusätzlichen Einschätzung seiner fachlichen Eignung dient. Das Gespräch dauert mindestens 15 Minuten und wird von Professoren/Professorinnen der an dem Studiengang beteiligten Fächer/Institute geführt. In dem Gespräch wird überprüft, ob der Bewerber/die Bewerberin über ausreichende Fähigkeiten verfügt, um den Masterstudiengang Public History und Kulturvermittlung voraussichtlich erfolgreich abzuschließen. Dazu gehören:

  1. ein solides Grundwissen in den bisher studierten Fächern der Geschichts-, Kultur- oder Gesellschaftswissenschaften;
  2. die Fähigkeit, erlernte Methoden und erworbenes inhaltliches Wissen bei der Einordnung und Bewertung kulturhistorischer Sachverhalte einzusetzen sowie Überlegungen anzustellen, wie diese Kenntnisse auf Fragen der öffentlichen Geschichts- und Kulturvermittlung angewendet werden können;
  3. Vorstellungen und Perspektiven zu Themen der Public History und Kulturvermittlung und zu damit zusammenhängenden Formen praktischer Anwendung- und Umsetzungsmöglichkeiten.

Die Auswahlgespräche für die Bewerber für den Studienbeginn zum Wintersemester 2018/19 finden am Dienstag, 24. Juli 2018 statt.
Bei Bedarf finden in begründeten Ausnahmefällen auch am Donnerstag, 16. August 2018 Auswahlgespräche statt. Die genaue Zeit wird den Bewerbern mitgeteilt werden.



Der Prüfungsausschuss bewertet den gesamten Bewerbungsvorgang mit folgender Gewichtung:

  • Note zum Zeitpunkt der Bewerbung mit 50 %
  • schriftliche Ausdrucksfähigkeit mit 15 %
  • Forschungsfrage mit 15 %
  • das Auswahlgespräch mit 20 %.

Die Eignung ist nachgewiesen, wenn mindestens die Bewerbungsnote 1,8 erreicht wurde.

Erläuterung zu Bewerbung und Eignungsverfahren als pdf-Datei zum Herunterladen.

Stand: 4.7.2018


Flyer

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Flyer-phkv-2

Hier können Sie den Flyer als pdf-Datei herunterladen.


Akkreditierungsurkunde

Akkreditierung-ma-ph


Verbände, Foren, Zeitschriften, Blogs & Studiengänge im Bereich der Public History

1 Interessensvertretungen & Verbände
1.1 USA: National Council on Public History – NCPH

  • Link: https://ncph.org/
  • 1980 als Interessensvertretung bzw. Bildungsorganisation in Pittsburgh gegründet
  • Ziele: Förderung einer kritischen Reflexion der historischen Praxis sowie der öffentlichen Geschichte auf internationaler Ebene

1.2 Australien: The Australian Centre for Public History – ACPH

1.3 Australien: Australian Professional Historians' Association

  • Link: https://www.historians.org.au/
  • gleicht einer Geschichtsagentur
  • Ziele: Sensibilisierung für die Fähigkeiten von Berufshistorikern & Förderung der Zusammenarbeit zwischen professionellen Historikern

1.4 Deutschland: Arbeitsgruppe Angewandte Geschichte / Public History

1.5 International Federation for Public History -IFPH

2 Foren
2.1 USA: Public History Resource Center

  • Informationen des Forums beziehen sich hauptsächlich auf die USA und den angelsächsischen Sprachraum
  • Ziel: Unterstützung der Public Historians in ihrer Arbeit

2.2 Deutschland: Docupedia

  • Link: http://docupedia.de/zg/Hauptseite
  • entspricht einem Online-Nachschlagewerk zu zentralen Konzepten, Begriffen, Methoden & Forschungsrichtungen der zeithistorischen Forschung
  • Ziel: Dokumentation der Debatten im Fach

3 Zeitschriften
3.1 USA: The Public Historian

  • Link: http://tph.ucpress.edu/
  • wissenschaftliches Organ des NCPH und eines der wichtigsten internationalen Publikationsorgane der Public History
  • Zeitschrift erscheint seit 1978 vierteljährlich
  • Ziel: Versorgung der Public Historians mit den neuesten Erkenntnissen aus dem Bereich der Public History

3.2 Australien: Public History Review

  • Link: https://epress.lib.uts.edu.au/journals/index.php/phrj
  • wird seit 1992 von der Australian Professional Historians' Association jährlich veröffentlicht
  • Ziele: akademische Historiker stärker für die Belange der Öffentlichkeit und der öffentlichen Geschichtsarbeit begeistern & Spannungen zwischen Theorie und Praxis artikulieren
  • zählt zu den wichtigsten internationalen Publikationsorganen der Public History

4 Blogs
4.1 USA: Public History Commons

4.2 USA: History@work

  • Link: https://ncph.org/history-at-work/
  • 2012 vom NCPH eingerichtet
  • Ziel: Schaffung eines Online-Treffpunktes, an dem Menschen aus dem Bereich der Public History Neuigkeiten und Ideen austauschen können

4.3 Deutschland: Public History Weekly

5 Studiengänge

  • USA
    • Link: http://www.history.ucsb.edu/fields-of-study/public-history/
    • 1976 startete der erste Studiengang „Public History“ an der University of California, Santa Barbara unter der Leitung von Robert Kelly
    • Ziel: Historiker für Karrieren im öffentlichen und privaten Sektor jenseits der konventionellen akademischen Tätigkeiten ausbilden
    • entsprechende Angebote an über 130 amerikanischen Universitäten
  • Deutschland
  • Großbritannien, Australien, Niederlande, Belgien, Polen, Frankreich, Italien & Schweiz
  • Universitäten mit „Public History“-Angeboten: Heidelberg, Münster, Bielefeld & Hamburg
  • Studiengänge ähnlichen Inhalts an den Universitäten Augsburg, Hildesheim, Bremen, Tübingen & Bonn

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften

M.A. Public History und Kulturvermittlung

 

Kontakt:
Lehrstuhl für Bayerische Landesgeschichte
Sekretariat
Brigitte Gutbrodt
Tel.: 0941 943 3534
brigitte.gutbrodt@ur.de