Zu Hauptinhalt springen
Gewählte Sprache ist Deutsch Select language
Startseite UR

Aktuelles

23.10.2018

Erste Ergebnisse der Universitätsstudie Bayernwahl 2018 (USBW18)

Das Lehrforschungsprojekt Universitätsstudie Bayernwahl 18 wird als Kooperationsstudie von drei bayerischen Universitäten (LMU München, Universität Passau und Universität Regensburg) durchgeführt. Im Rahmen dieses Lehrforschungsprojektes werden innovatives Forschen, Lehre und Praxis zusammengebracht.

Zentrales wissenschaftliches Ziel des Projektes ist die valide theoretische und methodische Bestimmung der Wechselwählerströme in Mehrparteiensystemen. Zugleich werden in weiteren Erhebungsmodulen etablierte sowie neuere Erklärungen des Wahlverhaltens empirisch überprüft.

Für die Stadt Regensburg konnten dabei die Wechselwählerströme zwischen den Landtagswahl 2013 und 2018 sowie zwischen der Bundestagswahl 2017 und der Landtagswahl 2018 nachgezeichnet werden.

Ltw1318 Saldo Regensburg

Hier sehen Sie die Wählerwanderung zwischen der Landtagswahl 2013 und der Landtagswahl 2018 in Regensburg. Dargestellt sind die saldierten Gewinne bzw. Verluste der Parteien. Die Darstellungen an den Seiten geben jeweils den Anteil der saldierten Verluste (links) bzw. Gewinne (rechts) in Bezug auf die gesamten saldierten Wählerbewegungen (y-Achse) und in Bezug auf die Gesamtwählerschaft der Partei (x-Achse) an.

Btw1718 Saldo Regensburg

Hier sehen Sie die Wählerwanderung zwischen der Bundestagswahl 2017 und der Landtagswahl 2018 in Regensburg. Dargestellt sind die saldierten Gewinne bzw. Verluste der Parteien. Die Darstellungen an den Seiten geben jeweils den Anteil der saldierten Verluste (links) bzw. Gewinne (rechts) in Bezug auf die gesamten saldierten Wählerbewegungen (y-Achse) und in Bezug auf die Gesamtwählerschaft der Partei (x-Achse) an.

In zehn zufällig gezogenen Regensburger Stimmbezirken nahmen über 70% der Wähler an der Nachwahlbefragung teil. Die Kernergebnisse sind:

  • Die CSU verliert Wähler an alle Parteien. 10.8% der CSU-Wähler in 2013 haben in 2018 die Grünen gewählt, 10.3% die AfD, 7.4% die FW und 6.8% die FDP.
  • Den Christsozialen ist es aber auch gelungen, die Stimmen von FDP- und Freien Wählern zu bekommen (20.6% bzw. 18%).
  • Die Grünen konnten aus allen politischen Lagern Wähler dazugewinnen. Am meisten von der SPD (29,7%) und der FDP (22.7%), aber auch von den Linken (18.1%) und den Freien Wählern (18%).
  • Von allen bei der Landtagswahl 2018 angetretenen Parteien konnten die Grünen die meisten Nichtwähler mobilisieren (29.2%). Aber auch der AfD (18.9%) und der CSU (16.5%) gelang dies in einem beachtlichen Ausmaß.
  • Die größte Loyalität zeigen in der Stadt Regensburg die Wähler der Grünen: mehr als drei Viertel der Wähler (76.7%) haben diese Partei bereits im Jahr 2013 gewählt. Mit deutlichem Abstand aber auch relativ hoch ist die Parteitreue der CSU- und der Linken-Wähler (60% bzw. 58.2%).
  • Eine große Wechselbereitschaft ist hingegen bei den Wählern der SPD zu sehen: lediglich 36.1% haben 2018 und 2013 diese Partei gewählt. Fast ebenso niedrig sind die Haltequoten bei den Freien Wählern (37.3) und der FDP (38.6%).
  • Drei Regensburger Parteien haben sehr treue Wähler: 72.5% der Grünen-Wähler bei der Bundestagswahl 2017 haben diese Partei auch bei der Landtagswahl 2018 in Bayern gewählt. Bei der AfD und der CSU sind diese Anteil etwas niedriger, aber immer noch sehr hoch (70.1% bzw. 67.7%).
  • Im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 hat vor allem die FDP bei der Landtagswahl 2018 Wähler verloren. Lediglich etwas über ein Viertel (26.1%) der FDP-Wähler 2017 wählten auch 2018 diese Partei. Bei der SPD und der Linken beträgt dieser Anteil 40.4% bzw. 41.%. Bei den Freien Wählern waren es immerhin 50.4%.

Weitere Ergebnisse zu Regensburg und zum Wahlverhalten in München und Passau finden Sie im vorläufigen Ergebnisbericht.


14.10.2018

Lehrforschungsprojekt LTW18: Mixed-Methods Seminar

Über 200 Interviewerinnen (davon 75 von der Uni Regensburg!) haben zur bayerischen Landtagswahl in München, Regensburg und Passau sowie weiteren Städten und Gemeinden der Oberpfalz und in Niederbayern die WählerInnen zu ihrem Wahlentscheid am Sonntag, den 14.10.2018, befragt. Wir ergänzen diese Informationen mit einer bayernweiten, repräsentativen Telefonbefragung sowie einer Online-Befragung und einer Online- und Offline-Medienanalyse.

Logo Landtagswahl

Im Kurs von Frau Prof. Walter-Rogg zum Thema Mixed Methods haben Sie als Studierende die Möglichkeit, eigene Forschungsfragen bzgl. der LTW 2018 in Bayern zu entwickeln und an einer wissenschaftlichen Publikation mitzuwirken.

Der Kurs kann als Übung, Haupt-/Ober- oder Forschungsseminar angerechnet werden. Falls Sie Interesse haben, kommen Sie in der 1. Sitzung am Mittwoch, den 17.10.2018, in Raum VG 0.24 vorbei.


14.10.2018

Lehrforschungsprojekt zur Landtagswahl in Bayern 2018

Seit der letzten Landtagswahl 2013 haben sich die Parteienlandschaft und das Wahlverhalten in Bayern stark verändert. Große Parteien verlieren an Zustimmung – kleinere Parteien, die noch vor fünf Jahren nur eine geringe oder keine Rolle gespielt haben, gewinnen Zuspruch. Aber welche Gründe gibt es hierfür? Gibt es Unterschiede zwischen der Stimmverteilung von Wählerinnen und Wählern in der Stadt und auf dem Land? Und wenn ja, welche? Diese und andere Fragen untersucht ein Team aus der Politikwissenschaft der Universität Regensburg im Rahmen eines Projekts unter der Leitung von Prof. Dr. Melanie Walter-Rogg, Professur für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Methoden, und geht gemeinsam mit Forschern der LMU München und der Universität Passau aus den Hörsälen in die Wahllokale.

Ltwby18lehrforschung

Im Rahmen des Lehrforschungsprojekts werden unter aktiver Mitarbeit von 200 Studierenden an den drei Universitätsstandorten Daten zur Wahlentscheidung erhoben und miteinander verknüpft. Am Wahlsonntag, dem 14. Oktober 2018, führen 50 Teams Exit Poll-Befragungen, das heißt Nachwahlbefragungen, in den Städten Regensburg, München und Passau sowie weiteren Städten und Gemeinden der Oberpfalz und Niederbayerns durch. Diese Ergebnisse werden mit den tatsächlichen Wahlergebnissen sowie den Daten einer repräsentativen Telefonbefragung und einer Online-Befragung verglichen und ausgewertet.

Mit der Erhebung in verschiedenen urbanen und ländlichen Wohnräumen sollen mögliche geographische Unterschiede im bayerischen Wahlverhalten untersucht werden. Das Hauptziel des Forschungsvorhabens liegt in der Bestimmung der Wählerwanderung zwischen der Landtagswahl 2013 und der Landtagswahl 2018 im Bundesland Bayern, den von den Befragten genannten Gründen für einen Parteiwechsel sowie einem Vergleich der Stimmabgabe in Bayern bei der Bundestagswahl 2017 und der Landtagswahl 2018. Aber auch Informationen über Bürger, die ungültig wählen, sich nicht an der Wahl beteiligt haben oder eine kleine Partei gewählt haben liegen damit vor. In der Online-Befragung fragen die Forscher genauer nach der Einschätzung des Wahlkampfes, der Spitzenkandidaten, Koalitionspräferenzen sowie aktueller Politikthemen wie Kreuzerlass oder Flughafenausbau. Wir dürfen gespannt sein, wie die Ergebnisse der Befragungen ausfallen und welche Rückschlüsse das Projektteam aus den Auswertungen der Daten ziehen kann.

Alle bayerischen Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen an dieser Internetumfrage ab 15.10.2018 teilzunehmen. Bitte machen Sie mit und leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Forschung. Die Befragung dauert ca. 15 Minuten und es werden 25 Fairmondo-Gutscheine zu je 20 Euro ausgelost.

Zur Onlinebefragung

Und wer sich für die Ergebnisse der Erhebung interessiert, ist herzlich eingeladen, an Seminaren zur Landtagswahl im Wintersemester 2018/19 teilzunehmen. Es gibt noch freie Plätze!


26.07.18

Nachklausur Einführung in die Methoden der Politikwissenschaft

Die Nachschreibeklausur wird am Mittwoch, den 10. Oktober 2018 von 8 - 12 Uhr stattfinden. Je nachTeilnehmerzahl wird die Prüfung in einer oder in zwei Gruppen abgehalten.

Verbindliche Anmeldung in Flexnow von Mo, 10.09. bis So, 30.09.18. Bitte beachten Sie, dass eine An- bzw. Abmeldung ausschließlich während dieses Zeitraumes möglich ist.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Fr. Hoerlin - anna-maria.hoerlin[at]ur.de.


24.07.18

Sprechzeiten in der vorlesungsfreien Zeit SS 2018

Prof. Melanie Walter-Rogg:

  • Mittwoch, 25.07.18, 15-16 Uhr
  • Mittwoch, 29.08.18, 15-16 Uhr
  • Mittwoch, 12.09.18, 15-16 Uhr
  • Mittwoch, 26.09.18, 15-16 Uhr
  • Mittwoch, 10.10.18, 15-16 Uhr

Bitte melden sie sich per Email zu den Sprechstunden an: melanie.walter-rogg@ur.de

Romy Escher:

  • Mittwoch 12.09.18
  • Mittwoch, 26.09.18
  • Mittwoch, 10.10.18

Bitte melden sie sich per Email zu den Sprechstunden an: romy.escher@ur.de

Tassilo Heinrich:

  • Mittwoch, 29.08.18, 9–10 Uhr
  • Mittwoch, 12.09.18, 9-10 Uhr
  • Mittwoch, 26.09.18, 9-10 Uhr

Bitte melden sie sich per Email zu den Sprechstunden an: tassilo.heinrich@ur.de

Anna-Maria Hoerlin:

  • Donnerstag, 26.07.18
  • Dienstag, 14.08.18
  • Mittwoch, 12.09.18
  • Dienstag, 18.09.18            Uhrzeit nach Vereinbarung

Bitte melden sie sich per Email zu den Sprechstunden an: anna-maria.hoerlin@ur.de


Heinrich-reinl-isi
02.05.2018

The Christian Democratic and the Christian Social Union - Neue Publikation erschienen

Ann-Kathrin Reinl, ehemalige Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft in Regensburg und nun bei GESIS in Köln, und Tassilo Heinrich analysieren in ihrem Beitrag für den Sonderband des ISI - Informationsdienst Soziale Indikatoren zum 40 jährigen Bestehen des Politbarometers die Veränderungen der Parteipositionen und der Wählerbasis der CDU/CSU unter der Kanzlerschaft Angela Merkels. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der veränderten Konkurrenzsituation durch das Auftreten der AfD im Parteienspektrum. Der Beitrag stellt sich die Frage, ob durch den Weg der Mitte unter der Führung von Angela Merkel eine Lücke im Parteienspektrum entstand, welche die AfD versucht zu schließen und inwiefern es der AfD gelang, bei der Bundestagswahl 2013 der CDU/CSU Stimmen am konservativen Rand zu nehmen.

Heinrich, Tassilo/Reinl, Ann-Kathrin (2018): The Christian Democratic and the Christian Social Union - Party and Voter Shifts during the Chancellorship of Angela Merkel, in: ISI - Informationsdienst Soziale Indikatoren, Nr. 60, Sonderausgabe: 40 Jahre Politbarometer, 6-13.


Politics Governance
10.04.2018

Does the Conceptualization and Measurement of Democracy Quality Matter in Comparative Climate Policy Research? Neue Publikation erschienen

Romy Escher und Prof. Melanie Walter-Rogg haben sich für das Special Issue zu Why Choice Matters: Revisiting and Comparing Measures of Democracy der Zeitschrift Politics and Governance den Zusammenhang von demokratischer Qualität und Ergebnissen nationaler Klimapolitik analysiert.

Aus dem Inhalt:

Previous empirical research on democracy and global warming has mainly questioned whether democracy contributes to climate protection. However, there is no consensus in the theoretical literature on what institutional traits of democracy are crucial for climate policy. Thus, results based on indices that summarize multiple democracy quality dimensions could be misleading, as their effects could balance each other out or hide the relative importance of each institutional trait. This article examines whether the analysis of the effects of democracy quality dimensions, measured by separate indicators, contributes to a better understanding of cross-national variance in climate policy compared to the focus on the regime type difference, measured by democracy quality measures. Compared to earlier research, the results indicate that the positive effect of democracy on commitment to climate cooperation depends on the realization of political rights. We find little to support the claim that democracy quality dimensions matter for climate policy outcomes. The main implication of our findings is that it could be fruitful to use more disaggregated democracy measures for the analysis of substantive research questions.

Escher, Romy/Walter-Rogg, Melanie (2018): Does the Conceptualization and Measurement of Democracy Quality Matter in Comparative Climate Policy Research?, in: Politics and Governance, 6(1): 117-144.


05.04.2018

SS 2018 - Tutorium zur Einführungsvorlesung " Methoden der Politikwissenschaft"

Bitte beachten Sie, dass die Tutorien zur Einführungsvorlesung "Methoden der Politikwissenschaft" (VVZ-Nr. 33375a, Gr. 1 + 2) erst in der 2. Vorlesungswoche am 16.04.18 beginnen. Ausführliche Informationen finden Sie im Vorlesungsverzeichnis.


Journal Of Urban Affairs
12.02.2018

What about Metropolitan Citizenship? Neue Publikation erschienen

Im renommierten Journal of Urban Affairs ist ein Aufsatz von Frau Prof. Walter-Rogg mit dem Titel "What about metropolitan citizenship? Attitudinal attachment of residents to their city-region" erschienen, indem sie die regionalen Verbundenheitsgefühle in Metropolregionen am Beispiel der Metropolregion Stuttgart analysiert.

Aus der Zusammenfassung:

"Based on a survey of citizens of Greater Stuttgart, I examine the existence of a metropolitan citizenship and analyze the awareness of, satisfaction with, and attachment to a city-region in the multitier political structure of Germany. The analysis indicates that the residents know little about the regional planning association but that a considerable number of residents feel attached to the metropolitan level of politics. A majority of the citizens supports the city-regional cooperation and is satisfied with the output dimension of metropolitics. I use logistic regressions to determine the effects of personal resources, cognitive territorial orientations, and contextual factors on attitudinal attachment to the metropolitan level. Education, perceived quality of life, mobility, and attachment to the municipality produce the strongest effects. Therefore, there is evidence of a common metropolitan perspective in this initial insight into citizenship in German city-regions."

Walter-Rogg, Melanie (2018): "What about Metropolitan Citizenship? Attitudinal Attachment of Residents to Their City-Region", in: Journal of Urban Affairs, 40(1): 130-148.


Merkelsteinbr _cktitel
22.06.2017

Alles nur Show? Neue Publikation zum TV-Duell Merkel gegen Steinbrück erschienen

Im Sammelband "Merkel gegen Steinbrück. Analysen zum TV-Duell vor der Bundestagswahl 2013", herausgegeben von Thorsten Faas, Jürgen Maier und Michaela Meier, ist ein Beitrag von Tassilo Heinrich in Zusammenarbeit mit Felicitas Belok mit dem Titel "Alles nur Show? Effekt des TV-Duells auf Performanz- und Positionssachfragen" erschienen.

Der Beitrag untersucht, ob das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück Einfluss auf die Wahrnehmung der inhaltlichen Positionen sowie auf die Einschätzung der Problemlösungskompetenz der Spitzenkandidaten und deren Parteien hatte. Analysiert wurden die Dimensionen der Performanz- und Positionssachfragen für politisch interessierte und weniger interessierte Zuschauer, um zu klären, ob die Desinteressierten leichter zu beeinflussen sind.

Die Ergebnisse zeigen, dass das TV-Duell sowohl die Problemwahrnehmung als auch zugeschriebene Problemlösungskompetenz beeinflusst. Auch die Wahrnehmung der inhaltlichen Positionen verändert sich durch das Verfolgen der Debatte sowohl für die politisch Interessierten als auch für die Desinteressierten. Somit ist davon auszugehen, dass TV-Duelle eine wichtige Informationsquelle für die Wählerinnen und Wähler darstellen, um sich ein präziseres Bild von den Positionen der Parteien und ihren Spitzenkandidaten machen zu können. Die Annahme, politisch Desinteressierte sind leichter zu beeinflussen, konnte jedoch nicht bestätigt werden.

Belok, Felicitas/Heinrich, Tassilo (2017): Alles nur Show? Effekt des TV-Duells auf Performanz- und Positionssachfragen, in: Faas, Thorsten/Maier, Jürgen/Maier, Michaela (Hrsg.): Merkel gegen Steinbrück. Analysen zum TV-Duell vor der Bundestagswahl 2013, Wiesbaden: Springer Fachmedien: 125-138.

Zur Publikation

  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften
  2. Institut für Politikwissenschaft

Methoden der Politikwissenschaft

Sekretariat
Michaela Schmid
Pkgg-punkt

Gebäude PT, Zi. 3.1.53
Telefon 0941-943-3601
michaela.schmid@politik.uni-regensburg.de

Öffnungszeiten:

Mo-Do, 9 - 12 Uhr