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AlloHSCT

Entwicklung und Evaluierung von Kommunikationsmaßnahmen zur Verbesserung der Versorgung von Transplantationspatienten und ihren Angehörigen

Förderung

Initialförderung durch die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.

Projektpartner
Medizinische Soziologie, Universität Regensburg
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III, Universitätsklinikum Regensburg

Kurzbeschreibung

Die „beste“ Behandlung für einen Patienten zu finden, ist nicht immer einfach. Oft sind Ärzte und Patienten mit verschiedenen Therapieoptionen konfrontiert, für die jeweils Wirkungsnachweise bestehen, die jedoch unterschiedliche Auswirkungen auf den Patienten und seine Lebensqualität haben. In diesen Situationen müssen Arzt und Patient gemeinsam die „beste“ Therapieoption finden. Viele Patienten fühlen sich jedoch überfordert von der Flut an Informationen, die sie erhalten, und den Ängsten und Sorgen, die ihre Diagnose mit sich bringt. Transplantationspatienten müssen oft besonders schwierige Therapieentscheidungen treffen. Stammzelltransplantationen bieten Chance auf Heilung, bergen jedoch auch das Risiko, dass der Patient mit schwerwiegenden Nebenwirkungen leben muss oder sogar daran verstirbt. Viele Transplantationspatienten haben außerdem die Wahl, an einer Reihe klinischer Studien teilzunehmen und sich neuen Therapieformen zu unterziehen, beispielsweise neuen Immuntherapien. Deren Langzeitfolgen sind jedoch nach wie vor ungewiss. Trotz der Vielfalt an Informationsangeboten für diese Patientengruppe mangelt es an qualitativ hochwertigen Kommunikationsstrategien, die Arzt-Patienten-Gespräche in diesem Bereich unterstützen könnten.
Dieses Projekt will genau das ändern. Es werden Interviews mit Transplantationspatienten, ihre Angehörigen und Ärzten geführt, um deren Erfahrungen, Ansichten und Erwartungen hinsichtlich Therapieentscheidungen zur Stammzelltransplantation zu beleuchten. Darauf aufbauend werden Kommunikationsstrategien konzipiert und evaluiert. Es wird geklärt, ob sie in der Lage sind, das Wissen der Patienten und ihrer Angehörigen, ihre Beteiligung am Entscheidungsprozess, und ihren Entscheidungskonflikt zu verbessern.
Das Projekt hat das Potenzial, Kommunikationsprozesse rund um Therapieentscheidungen zur Stammzelltransplantation nachhaltig zu verbessern. Das wäre ein wichtiger Schritt in Richtung optimaler Patientenversorgung, die Patienten und ihren Angehörigen bei der Bewältigung der Flut an Informationen hilft und Patienten aktiv in ihre Behandlungsentscheidungen einbindet.

Projektleitung

Dr. Anne Herrmann

Mitarbeit

Prof. Dr. med. Daniel Wolff (Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III, Universitätsklinikum Regensburg) 


  1. Fakultät für Medizin