Im Laufe des Lebens entwickeln viele Menschen anhaltende Gelenkschmerzen – ob in der Hüfte, im Knie, in der Schulter, am Fuß oder in der Wirbelsäule.
Ursachen sind häufig degenerative Veränderungen, Fehlbelastungen oder muskuläre Verspannungen. Mit der Zeit können Schmerzen chronisch werden und zu Bewegungseinschränkungen, Kraftverlust und einer deutlich verminderten Lebensqualität führen.
Bleiben Schmerzen über längere Zeit bestehen, kann dies zu Frustration, Resignation und auch psychischer Belastung führen.

Die Schmerzspirale: Wie sich Schmerzen verstärken können
Unsere interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie (iMST) richtet sich an Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen der Gelenke und Wirbelsäule, bei denen bisherige Behandlungen keine ausreichende Besserung erzielt haben.
Wir betrachten Ihre Beschwerden ganzheitlich – körperlich, seelisch und sozial – und entwickeln für Sie ein individuelles Therapieprogramm.

Chronischer Schmerz entsteht durch das Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren
Eine iMST kann für Sie geeignet sein, wenn:
Wir möchten Sie dabei unterstützen, Ihre Schmerzen besser zu verstehen und aktiv zu beeinflussen, Beweglichkeit, Kraft und Lebensfreude zurückzugewinnen und langfristig mehr Selbstwirksamkeit im Umgang mit chronischen Schmerzen zu entwickeln.
Dabei verfolgen wir gemeinsam folgende Ziele:

Nach einer ambulanten Vorstellung in unserer Schmerzsprechstunde besprechen wir gemeinsam, ob eine iMST für Sie die richtige Behandlung ist.
Bitte bringen Sie dazu alle vorhandenen Befunde, Bildmaterialien und eine aktuelle Medikamentenliste mit.
Die Therapie erfolgt stationär im Rahmen eines strukturierten 18-Tage-Programms.
Ihr individueller Behandlungsplan wird in einem interdisziplinären Team aus Ärztinnen, Physiotherapeutinnen, Psychologinnen und Pflegekräften auf Sie abgestimmt.
Sie absolvieren täglich mehrere gezielte Therapieeinheiten – insgesamt mindestens 50 Maßnahmen aus unterschiedlichen Fachrichtungen:
| Gelenkschule: Erlernen Sie gelenkschonende Bewegungen und Techniken für Ihren Alltag | |
| Psychologische Schmerzbewältigung: In Einzel- und Gruppengesprächen lernen Sie, mit dem Schmerz besser umzugehen und emotionale Belastungen zu reduzieren | |
| Bewegungsbad: Wärme und Auftrieb fördern Muskelentspannung, Bewegung und Schmerzlinderung | |
| Physiotherapie & Physikalische Anwendungen: Stärkung der Muskulatur, Verbesserung von Beweglichkeit und Haltung, Lockerung durch z. B. Elektrotherapie | |
| Entspannungstherapie: Förderung von muskulärer und mentaler Entspannung | |
| Ernährungsberatung: Unterstützung einer gelenkfreundlichen und entzündungshemmenden Ernährung | |
| Medikamentenedukation und -anpassung: Optimierung Ihrer medikamentösen Schmerztherapie | |
| Gezielte Injektionen (bei Bedarf): Schmerzreduktion durch individuell abgestimmte ärztliche Behandlungen |
Eine direkte Terminvergabe für die Schmerzsprechstunde ist nur mit einer expliziten Therapieempfehlung zur iMST möglich – ausgestellt von Ihrer behandelnden Hausärztin/Ihrem Hausarzt oder einer Fachärztin/einem Facharzt.
Wir bieten Ihnen 2 Möglichkeiten der Terminvereinbarung an:
Gerne schicken wir Ihnen den Schmerzfragebogen postalisch zu. Sie erreichen uns telefonisch täglich von 8.30 bis 11.30 Uhr unter: 09405 18-2407
Bitte senden Sie uns anschließend folgende Dokumente per Post zu:
Erst nach vollständigem Eingang aller Unterlagen kann Ihnen ein Termin für die Schmerzsprechstunde zugewiesen werden.
Sie vereinbaren zunächst mit unserem Onlineformular einen Termin in einer der jeweils gelenkspezifischen Sprechstunden (z.B. Hüfte, Knie, Schulter, Fuß oder Wirbelsäule). In diesem Termin erfolgt eine fachärztliche Beurteilung, ob Sie für die interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie (iMST) geeignet sind.
► Faltblatt iMST [547 kB]