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Stufenweise Wiedereingliederung

Die stufenweise Wiedereingliederung wird aufgrund der ähnlichen Begrifflichkeit oft mit dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement verwechselt, ist aber nicht dasselbe.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen rund um die stufenweise Wiedereingliederung.


Was ist die stufenweise Wiedereingliederung?

Die stufenweise Wiedereingliederung (auch »Hamburger Modell«) ist eine gängige Maßnahme, um Beschäftigte nach einer länger andauernden Krankheit in Abstimmung mit den behandelnden Ärztinnen/Ärzten und dem Arbeitgeber wieder in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Wie läuft eine stufenweise Wiedereingliederung ab?

In der stufenweisen Wiedereingliederung werden Sie nach längerer Arbeitsunfähigkeit stundenweise an Ihre Tätigkeit herangeführt. Für die stufenweise Wiedereingliederung ist ein sogenannter Stufenplan/Wiedereingliederungsplan notwendig, der vor Beginn der Wiedereingliederung von der Ärztin/dem Arzt in Absprache mit Ihnen erstellt wird und dem Arbeitgeber vor Beginn der Maßnahme vorzulegen ist.

Beispiel:
Sie haben einen Stufenplan über 4 Wochen erhalten. In denersten beiden Wochen arbeiten Sie täglich 3 Stunden, in der 3. Woche 4 Stunden und in der 4. Woche 6 Stunden.
Neben dem zeitlichen Ablauf wird im Stufenplan in Absprache mit Ihnen festgehalten, welche Tätigkeiten Sie ausüben dürfen und welche (noch) nicht.

Wichtig:
Während der stufenweisen Wiedereingliederung sind Sie weiterhin arbeitsunfähig. Bitte legen Sie der Personalabteilung eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vor.
Denken Sie bitte daran, sich nach Ende der Wiedereingliederung wieder gesund zu melden. Erst dann wird die Gehaltszahlung wieder aufgenommen, wenn Sie länger als 6 Wochen krank waren.


Welche Leistungen erhält man während der Wiedereingliederung?

Die stufenweise Wiedereingliederung ist eine Maßnahme der medizinischen Rehabilitation und wird demnach als Leistung der gesetzlichen Kranken- oder
Rentenversicherung gewährt. Sie erhalten während der Wiedereingliederung
Kranken- bzw. Übergangsgeld. In speziellen Fällen übernimmt die Agentur für Arbeit oder die Unfallversicherung die Kosten für die Wiedereingliederung.

Bitte halten Sie vor Beginn der stufen weisen Wiedereingliederung
mit den Versicherungsträgern Rücksprache. Wenn Sie privat krankenversichert sind, klären Sie bitte mit der Krankenkasse ab, ob Leistungen gewährt werden. Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel keine Kosten für die stufenweise Wiedereingliederung.

Sollte bei Ihnen eine Schwerbehinderung vorliegen, beachten Sie bitte darüber hinaus Nummer 11.2 der Bayerischen Inklusionsrichtlinien vom 29.04.2019.


Wie kann eine stufenweise Wiedereingliederung beantragt werden?

In der Regel empfiehlt die/der behandelnde Ärztin /Arzt, die Krankenversicherung oder die Rentenversicherung die stufenweise Wiedereingliederung. Sie haben außerdem die Möglichkeit, selbst die stufenweise Wiedereingliederung zu beantragen. Erste Ansprechperson ist Ihre Ärztin/Ihr Arzt, da sie/er die Arbeitsunfähigkeit feststellt.

Der Arbeitgeber muss der Durchführung der stufenweisen Wiedereingliederung zustimmen. Bitte nehmen Sie diesbezüglich mit Ihrer Sachbearbeiterin/Ihrem Sachbearbeiter in der Personalabteilung Kontakt auf.



Nähere Informationen zur stufenweisen Wiedereingliederung erhalten Sie von Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt, Ihrer Krankenversicherung oder von der Rentenversicherung. Halten Sie bitte unbedingt Rücksprache und lassen Sie sich beraten, ob eine stufenweise Wiedereingliederung in Ihrem Fall sinnvoll ist.


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BEM-Beauftragte

Manuela Zachmayer M.A.
Tel. 0941 943 5945
Fax 0941 943 815945
E-Mail: bem@ur.de


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