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Univ.-Professor Dr. Michael Heese, LL.M. (Yale)

Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrens- und Insolvenzrecht, Europäisches Privat- und Prozessrecht sowie Rechtsvergleichung

                                             

                                                       Aktuelles

                                     


Rückgabe und Besprechung der Zwischenprüfungsklausur

Die Rückgabe und Besprechung der Zwischenprüfung BGB erfolgt am 5. September 2017 um 14.00 Uhr in R 008. Die Frist zur Remonstration beträgt 1 Monat. Beachten Sie zur Remonstration unbedingt die in GRIPS (Vorlesung Deliktsrecht SS 2017) bereit gestellten Hinweise!


Professor Heese zum "Professor des Jahres 2017" gewählt

Professor Heese wurde von den Studierenden der Juristischen Fakultät zum "Professor des Jahres" gewählt. Über die Auszeichnung, die ihm anlässlich des Sommerfests der Fachschaft am 14. Juni 2017 zuerkannt wurde, hat er sich sehr gefreut!


Kts

Neuerscheinung: Insolvenzverfahren und Verfahrensautonomie - rechtsvergleichende Überlegungen zur Fortwirkung von Schiedsvereinbarungen und zur Durchschlagskraft insolvenzrechtlicher Wertungen, KTS 2017, 167

In der Fortwirkung vorinsolvenzlicher Schiedsvereinbarungen kommt die allgemeine Vereinbarkeit von Insolvenz- und Schiedsverfahren zum Ausdruck. Die Bindungsgrenzen solcher Schiedsvereinbarungen, die Lösungsmöglichkeiten für den Insolvenzverwalter und die Diskussion um die Ablehnung der objektiven Schiedsfähigkeit im Einzelfall stehen dagegen sinnbildlich für die zwischen beiden Verfahren schwelenden Konflikte. Der Beitrag behandelt ein viel diskutiertes Schnittstellenthema, das angesichts nationaler und internationaler Entwicklungen an Aktualität nichts eingebüßt hat.


Jz 10 17

Neuerscheinung: Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18. Januar 2017 – VIII ZR 234/15 (Ausschreibung der Kaufsache im Schengener Informationssystem (SIS) zum Zweck der Sicherstellung als Rechtsmangel), JZ 2017, 529

Die Entscheidung, die in ihrer Grundlinie Zustimmung verdient, zeigt eindrucksvoll die Verschränkung von nationalem Kaufrecht und Polizei- bzw. Strafrecht mit der europäischen justiziellen Zusammenarbeit und gibt Anlass, die SIS-Ausschreibungen umfassender in den Funktionsbereich der Rechtsmängelhaftung einzuordnen und das weite Begriffsverständnis des BGH auf seine internationale Anschlussfähigkeit hin auf die Probe zu stellen. Die Möglichkeit und die Zumutbarkeit der Nacherfüllung durch Beseitigung der Ausschreibung sind grundsätzlich zu hinterfragen.


Bamberger

Neuerscheinung: Europäische Kaufrechtsharmonisierung - Stand, Grundfragen, Perspektiven, in: Brocker/Knops/Roth, Recht und soziale Gerechtigkeit, Festschrift für Heinz Georg Bamberger zum 70. Geburtstag, 2017, S. 109-137

Der Beitrag zeichnet den Stand der europäischen Kaufrechtsharmonisierung - von der Verbrauchsgüterkaufrichtlinie 1999 über den Vorschlag einer Verordnung über ein Gemeinsames Europäisches Kaufrecht 2011 bis zum aktuellen Vorschlag einer Richtlinie über den Online-Warenhandel 2015 - kritisch nach. Er plädiert gegen den aktuellen Trend für eine Vollharmonisierung des Gewährleistungsrechts unter gleichzeitigem Rückschnitt der gegenwärtigen Zersplitterung kaufrechtlicher Regelungen und der zunehmenden Übertreibungen beim Verbraucherschutz. Für ein in diesem Sinne vollharmonisiertes europäisches Kaufrecht werden die tragenden und hoffentlich am Ende des Tages gemeineuropäisch konsensfähigen Parameter der kaufvertragsrechtlichen Risikozuweisung entfaltet.


Csm Jz 10 2016 3730190aba

Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15 (No-Reply Bestätigungs-E-Mails mit Werbung als rechtswidriger Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht), JZ 2016, 529

Nach Ansicht des BGH verletzt eine automatisch generierte Eingangsbestätigungs-E-Mail, die mit einem Werbezusatz versehen ist, jedenfalls dann das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Empfängers, wenn dieser zuvor ausdrücklich erklärt hatte, mit Werbung dieser Art und auf diesem Wege nicht einverstanden zu sein. Die Entscheidung, die uneingeschränkt Zustimmung verdient, gibt Anlass, einen präzisierenden Blick auf die verfassungsrechtliche Ausgangslage zu werfen und die Entwicklung der deutschen Rechtsprechung unter den bestehenden gemeinschaftsrechtlichen Impulsen zu skizzieren. Besonderes Augenmerk verdient die vom Senat offengelassene Frage nach einem widerspruchsunabhängigen weitergehenden Unterlassungsanspruch ebenso wie das fortgesetzte Ringen um den zutreffenden Gebührenstreitwert solcher Klagen.

 


Csm Jz 08 2016 74d876b93f

Bindung des Zivilrichters an strafrichterliche Tatsachenfeststellungen – ein zukunftsweisendes Reformvorhaben?

Eine erweiterte Fassung des am 5. Februar 2015 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gehaltenen Habilitationsvortrags ist in Heft 8 der Juristenzeitung erschienen  (JZ 2016, 390) 

Der gegenwärtige Koalitionsvertrag sieht die Einführung der bereits im Zuge des ersten Justizmodernisierungsgesetzes in Betracht gezogenen Bindung des Zivilrichters an strafrichterliche Tatsachenfeststellungen vor. Der Beitrag kritisiert das Vorhaben aus historischer, vergleichender, verfassungsrechtlicher sowie international-verfahrensrechtlicher Perspektive und befürwortet stattdessen eine gegenständlich begrenzte Effektuierung des Adhäsionsverfahrens.
 

Professor Heese mit Förderpreis der Esche Schümann Commichau-Stiftung ausgezeichnet

Professor Heese wurde am 27. November 2015 in Hamburg anlässlich der 35. Preisverleihung der Esche Schümann Commichau-Stiftung für seine Habilitationsschrift „Beratungspflichten" ausgezeichnet. Die Stiftung wurde im Jahr 1997 aus Anlass der 175. Wiederkehr der Gründung der in Hamburg ansässigen multidisziplinären Sozietät ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden seither „richtungsweisende Dissertationen und Habilitationsschriften“ im Bereich des Wirtschaftsrechts, deren Themen einen engen Praxisbezug aufweisen und mit dem integrierten wirtschaftsrechtlichen Beratungsansatz der Sozietät vereinbar sind. Zu den Mitgliedern des aus Hochschullehrern und Angehörigen der rechts-, wirtschafts- und steuerberatenden Berufe zusammengesetzten Kuratoriums der Stiftung zählen die Professoren Karsten Schmidt und Heinrich Wilhelm Kruse.

 


Peter Schlechtriem-Preis 2015 geht an Professor Heese

Professor Heese wurde am 21. Oktober 2015 im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Akademischen Jahrs 2015/2016 für seine Habilitationsschrift "Beratungspflichten" mit dem von Ehrensenator Georg Mehl gestifteten Peter Schlechtriem-Preis der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ausgezeichnet. Der im Jahr 2007 verstorbene Freiburger Ordinarius Peter Schlechtriem zählte international zu den führenden Wissenschaftlern auf den Gebieten der Rechtsvereinheitlichung, der Rechtsvergleichung und des Schuldrechts. Mit dem nach ihm benannten Preis zeichnet die Albert-Ludwigs-Universität "hervorragende Dissertationen oder Habilitationsschriften auf den Gebieten des Schuldrechts, Haftungsrechts und Privatversicherungsrechts" aus.

  


Beratung

Michael Heese - Beratungspflichten

Eine rechtswissenschaftliche Abhandlung zur Dogmatik der Beratungspflichten und zur Haftung des Ratgebers im Zivil- und Wirtschaftsrecht

Beratungspflichten und die Voraussetzungen der Haftung des Ratgebers haben die Zivilrechtswissenschaft bereits mehr als ein Jahrhundert lang beschäftigt. Seit den 1990er Jahren stehen Beratungspflichten zunehmend im Fokus von Rechtspolitik, Gesetzgebung und Rechtsprechung. Rechtswissenschaft und -praxis der Gegenwart betrachten das Recht der Beratung dabei typischerweise durch die Linse eines bestimmten Teilrechtsgebietes. Michael Heese stellt dem ein Verständnis von Beratung als allgemeines Strukturphänomen gegenüber, dessen rechtliche Anforderungen sich über ein Denken in beweglichen Systemen und Topoi hinaus weitergehend verallgemeinern und strukturieren lassen. Unter Berücksichtigung des Berufs- und Aufsichtsrechts entwickelt er erstmals eine allgemeine Zivilrechtsdogmatik der Beratungspflichten und beschreibt eine allgemeingültige Haftungstheorie der Beratung.

556 Seiten. Verlag Mohr Siebeck, Reihe JusPriv Bd. 193, August 2015

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