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Univ.-Professor Dr. Michael Heese, LL.M. (Yale)

Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrens- und Insolvenzrecht, Europäisches Privat- und Prozessrecht sowie Rechtsvergleichung

                                      

Kugel Winter Kl

                                                                                                                   Foto: UR, Referat II 2 / Axel Roitzsch

                                     Aktuelles


Jz Heft 4 2018

Neuerscheinung: Die Funktion des Insolvenzrechts im Wettbewerb der Rechtsordnungen, JZ 2018, 179

Die EU-Kommission hat den Entwurf einer ersten Richtlinie zur Harmonisierung des Insolvenzrechts vorgelegt. Damit bezieht die EU-Kommission einmal mehr Stellung zum Wettbewerb der Rechtsordnungen, von dem das Insolvenzrecht längst nicht mehr unberührt bleibt. Nur geht es auch hier in Wahrheit weniger um einen europäischen, denn um einen transatlantischen Wettbewerb der Rechtsordnungen, durch den die wirtschaftspolitische Grundverfassung in Deutschland und Europa zunehmend in Frage gestellt wird. Der vorliegende Beitrag geht der Funktion des Insolvenzrechts auf den Grund, er entlarvt den aktuellen Reformvorstoß als den Versuch der Übernahme verfehlter Grundwertungen des U.S.-amerikanischen Wirtschaftsrechts und zieht eine rote Linie, die der deutsche Gesetzgeber aufgreifen und im europäischen Rechtssetzungsprozess verteidigen sollte. 

Der Beitrag beruht auf einem am 21. November 2017 vor der Juristischen Studiengesellschaft Regensburg e. V. gehaltenen Vortrag. Eine erweiterte Fassung wird zudem in der Schriftenreihe der Juristischen Studiengesellschaft veröffentlicht werden. 


Bewerbung

Stellenausschreibung Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Mitarbeiterin

Am Lehrstuhl ist eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter / Mitarbeiterin mit Gelegenheit zur Promotion zu besetzen. Weitere Informationen: 

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Achtung Literatur I 2018 Sponsor Kl

Neue Veranstaltungsreihe: Achtung - Literatur! Ein literarisches Quartett mit Lehrenden und Studierenden

Im Nachgang zu den Leipziger und Frankfurter Buchmessen stellen Studierende und Lehrende der Universität Regensburg Bücher vor und sprechen über sie: über ihre Geschichten, Hintergründe und ihre Sprache. 

Die Bücher gehören überwiegend zu den aktuellen Programmen der Verlage, können aber auch wiedergelesene und wiederentdeckte ältere Werke sein. Belletristisches steht im Vordergrund, wichtige Sachbücher sind auch dabei. 

An jedem Diskussionsabend geht es um vier Bücher, die vorab bekannt gegeben und in der Gesprächsrunde vorgestellt werden. Mitlesende, Mitdiskutierende und Zuhörer sind herzlich willkommen!

Wann? 12. April 2018, 18.00–19.30 Uhr 
Wo? Haus der Begegnung, Tagungsraum „Kaufmanns-Gewölbe“, Hinter der Grieb 8


Gelesen und besprochen werden: 
1.  "Underground Railroad" von Colson Whitehead (vorgestellt von stud. med. Julius Friedmann),
2. "Neu York" von Francis Spufford (vorgestellt von Prof. Dr. Michael Heese), 
3. "Tyll" von Daniel Kehlmann (vorgestellt von Prof. Dr. Ursula Regener), 
4. "Unter der Drachenwand" von Arno Geiger (vorgestellt von Prof. Dr. Tonio Walter).


Sie studieren an der Universität Regensburg und haben Interesse, in einer der künftigen Diskussionsrunden selbst ein Buch vorzustellen und mitzudiskutieren? Dann bewerben Sie sich per E-Mail anachtung.literatur[at]ur.de

Die Veranstaltung wird freundlicherweise durch Bücher Pustet gefördert. Bücher Pustet stellt dem Studierenden, der an der Veranstaltung bereit ist mitzuwirken, das jeweilige Bücherpaket des Veranstaltungsabends kostenfrei zur Verfügung. Sie sehen also: Mitmachen lohnt sich!

Weitere Informationen zur ersten Veranstaltung im April 2018 finden Sie unter der Rubrik "Achtung - Literatur!" 

Veranstalter: Prof. Dr. Michael Heese und Prof. Dr. Tonio Walter


Elsa

ELSA Deutschland Moot Court

Am 13. Dezember 2017 fand um 18 Uhr in H25 die Regensburger Lokalrunde des zivilrechtlichen ELSA Deutschland Moot Court statt. Professor Heese wirkte auf der Richterbank mit.


Nachricht

"Ein Student" bedankt sich - Professor Heese freut sich

Lieber "ein Student": Professor Heese machen die Vorlesungen auch viel Spass; er hat sich über Ihre Nachricht sehr gefreut!


Kts

Insolvenzverfahren und Verfahrensautonomie - rechtsvergleichende Überlegungen zur Fortwirkung von Schiedsvereinbarungen und zur Durchschlagskraft insolvenzrechtlicher Wertungen, KTS 2017, 167

In der Fortwirkung vorinsolvenzlicher Schiedsvereinbarungen kommt die allgemeine Vereinbarkeit von Insolvenz- und Schiedsverfahren zum Ausdruck. Die Bindungsgrenzen solcher Schiedsvereinbarungen, die Lösungsmöglichkeiten für den Insolvenzverwalter und die Diskussion um die Ablehnung der objektiven Schiedsfähigkeit im Einzelfall stehen dagegen sinnbildlich für die zwischen beiden Verfahren schwelenden Konflikte. Der Beitrag behandelt ein viel diskutiertes Schnittstellenthema, das angesichts nationaler und internationaler Entwicklungen an Aktualität nichts eingebüßt hat.


Professor Heese zum "Professor des Jahres 2017" gewählt

Professor Heese wurde von den Studierenden der Juristischen Fakultät zum "Professor des Jahres" gewählt. Über die Auszeichnung, die ihm anlässlich des Sommerfests der Fachschaft am 14. Juni 2017 zuerkannt wurde, hat er sich sehr gefreut!


Jz 10 17

Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18. Januar 2017 – VIII ZR 234/15 (Ausschreibung der Kaufsache im Schengener Informationssystem (SIS) zum Zweck der Sicherstellung als Rechtsmangel), JZ 2017, 529

Die Entscheidung, die in ihrer Grundlinie Zustimmung verdient, zeigt eindrucksvoll die Verschränkung von nationalem Kaufrecht und Polizei- bzw. Strafrecht mit der europäischen justiziellen Zusammenarbeit und gibt Anlass, die SIS-Ausschreibungen umfassender in den Funktionsbereich der Rechtsmängelhaftung einzuordnen und das weite Begriffsverständnis des BGH auf seine internationale Anschlussfähigkeit hin auf die Probe zu stellen. Die Möglichkeit und die Zumutbarkeit der Nacherfüllung durch Beseitigung der Ausschreibung sind grundsätzlich zu hinterfragen.


Bamberger

Europäische Kaufrechtsharmonisierung - Stand, Grundfragen, Perspektiven, in: Brocker/Knops/Roth, Recht und soziale Gerechtigkeit, Festschrift für Heinz Georg Bamberger zum 70. Geburtstag, 2017, S. 109-137

Der Beitrag zeichnet den Stand der europäischen Kaufrechtsharmonisierung - von der Verbrauchsgüterkaufrichtlinie 1999 über den Vorschlag einer Verordnung über ein Gemeinsames Europäisches Kaufrecht 2011 bis zum aktuellen Vorschlag einer Richtlinie über den Online-Warenhandel 2015 - kritisch nach. Er plädiert gegen den aktuellen Trend für eine Vollharmonisierung des Gewährleistungsrechts unter gleichzeitigem Rückschnitt der gegenwärtigen Zersplitterung kaufrechtlicher Regelungen und der zunehmenden Übertreibungen beim Verbraucherschutz. Für ein in diesem Sinne vollharmonisiertes europäisches Kaufrecht werden die tragenden und hoffentlich am Ende des Tages gemeineuropäisch konsensfähigen Parameter der kaufvertragsrechtlichen Risikozuweisung entfaltet.


Csm Jz 10 2016 3730190aba

Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15 (No-Reply Bestätigungs-E-Mails mit Werbung als rechtswidriger Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht), JZ 2016, 529

Nach Ansicht des BGH verletzt eine automatisch generierte Eingangsbestätigungs-E-Mail, die mit einem Werbezusatz versehen ist, jedenfalls dann das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Empfängers, wenn dieser zuvor ausdrücklich erklärt hatte, mit Werbung dieser Art und auf diesem Wege nicht einverstanden zu sein. Die Entscheidung, die uneingeschränkt Zustimmung verdient, gibt Anlass, einen präzisierenden Blick auf die verfassungsrechtliche Ausgangslage zu werfen und die Entwicklung der deutschen Rechtsprechung unter den bestehenden gemeinschaftsrechtlichen Impulsen zu skizzieren. Besonderes Augenmerk verdient die vom Senat offengelassene Frage nach einem widerspruchsunabhängigen weitergehenden Unterlassungsanspruch ebenso wie das fortgesetzte Ringen um den zutreffenden Gebührenstreitwert solcher Klagen.

 


Csm Jz 08 2016 74d876b93f

Bindung des Zivilrichters an strafrichterliche Tatsachenfeststellungen – ein zukunftsweisendes Reformvorhaben?

Eine erweiterte Fassung des am 5. Februar 2015 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gehaltenen Habilitationsvortrags ist in Heft 8 der Juristenzeitung erschienen  (JZ 2016, 390) 

Der gegenwärtige Koalitionsvertrag sieht die Einführung der bereits im Zuge des ersten Justizmodernisierungsgesetzes in Betracht gezogenen Bindung des Zivilrichters an strafrichterliche Tatsachenfeststellungen vor. Der Beitrag kritisiert das Vorhaben aus historischer, vergleichender, verfassungsrechtlicher sowie international-verfahrensrechtlicher Perspektive und befürwortet stattdessen eine gegenständlich begrenzte Effektuierung des Adhäsionsverfahrens.
 

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Professor Heese mit Förderpreis der Esche Schümann Commichau-Stiftung ausgezeichnet

Professor Heese wurde am 27. November 2015 in Hamburg anlässlich der 35. Preisverleihung der Esche Schümann Commichau-Stiftung für seine Habilitationsschrift „Beratungspflichten" ausgezeichnet. Die Stiftung wurde im Jahr 1997 aus Anlass der 175. Wiederkehr der Gründung der in Hamburg ansässigen multidisziplinären Sozietät ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden seither „richtungsweisende Dissertationen und Habilitationsschriften“ im Bereich des Wirtschaftsrechts, deren Themen einen engen Praxisbezug aufweisen und mit dem integrierten wirtschaftsrechtlichen Beratungsansatz der Sozietät vereinbar sind. Zu den Mitgliedern des aus Hochschullehrern und Angehörigen der rechts-, wirtschafts- und steuerberatenden Berufe zusammengesetzten Kuratoriums der Stiftung zählen die Professoren Karsten Schmidt und Heinrich Wilhelm Kruse.


Peter Schlechtriem-Preis 2015 geht an Professor Heese

Professor Heese wurde am 21. Oktober 2015 im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Akademischen Jahrs 2015/2016 für seine Habilitationsschrift "Beratungspflichten" mit dem von Ehrensenator Georg Mehl gestifteten Peter Schlechtriem-Preis der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ausgezeichnet. Der im Jahr 2007 verstorbene Freiburger Ordinarius Peter Schlechtriem zählte international zu den führenden Wissenschaftlern auf den Gebieten der Rechtsvereinheitlichung, der Rechtsvergleichung und des Schuldrechts. Mit dem nach ihm benannten Preis zeichnet die Albert-Ludwigs-Universität "hervorragende Dissertationen oder Habilitationsschriften auf den Gebieten des Schuldrechts, Haftungsrechts und Privatversicherungsrechts" aus.

  


Beratung

Michael Heese - Beratungspflichten

Eine rechtswissenschaftliche Abhandlung zur Dogmatik der Beratungspflichten und zur Haftung des Ratgebers im Zivil- und Wirtschaftsrecht

Beratungspflichten und die Voraussetzungen der Haftung des Ratgebers haben die Zivilrechtswissenschaft bereits mehr als ein Jahrhundert lang beschäftigt. Seit den 1990er Jahren stehen Beratungspflichten zunehmend im Fokus von Rechtspolitik, Gesetzgebung und Rechtsprechung. Rechtswissenschaft und -praxis der Gegenwart betrachten das Recht der Beratung dabei typischerweise durch die Linse eines bestimmten Teilrechtsgebietes. Michael Heese stellt dem ein Verständnis von Beratung als allgemeines Strukturphänomen gegenüber, dessen rechtliche Anforderungen sich über ein Denken in beweglichen Systemen und Topoi hinaus weitergehend verallgemeinern und strukturieren lassen. Unter Berücksichtigung des Berufs- und Aufsichtsrechts entwickelt er erstmals eine allgemeine Zivilrechtsdogmatik der Beratungspflichten und beschreibt eine allgemeingültige Haftungstheorie der Beratung.

556 Seiten. Verlag Mohr Siebeck, Reihe JusPriv Bd. 193, August 2015

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Weitere Informationen finden Sie hier.

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  2. Bürgerliches Recht