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PD Dr. Miriam Breunig

Akademische Oberrätin am Lehrstuhl für Pharmazeutische Technologie


Vita

Wissenschaftliche Stationen

Forschung

Eine große Anzahl an neuen, hochpotenten Arzneistoffen stellt für den Pharmazeutischen Technologen eine Herausforderung dar. Viele Substanzen entziehen sich aufgrund kurzer Halbwertszeit in Plasma und Gewebe oder unzureichender Permeation von biologischen Barrieren einem optimalen Einsatz. Eine ausreichende Verfügbarkeit am Zielort ist somit limitierend für eine erfolgreiche Therapie. Arzneistoffe mit geringer Verfügbarkeit sind beispielsweise Nukleinsäuren und Proteine, aber auch etliche niedermolekulare Substanzen. Um die Wirkstoffmenge dieser drei Substanzklassen am Wirkort spezifisch zu erhöhen, entwickeln wir nano- und mikroskalige Arzneistoffträger für die lokale und systemische Applikation. Dabei klären wir grundlegende Prinzipien des Drug Delivery auf, bringen die Wirkstoffe mit hoher Spezifität an ihren Zielort und setzen die Arzneistoffe dort kontrolliert frei. Anwendung finden die Drug Delivery System bei der Glaukom Therapie.

Drug Delivery Systeme für die Glaukom Therapie
Das primäre Offenwinkelglaukom stellt eine neurodegenerative Erkrankung des Sehnervs dar.¹ Im Jahr 2020 werden geschätzt mehr als 76 Millionen Menschen weltweit an einem Glaukom erkrankt sein.² Entscheidende pathologische Veränderungen bei der Entstehung und dem Fortschreiten des primären Offenwinkelglaukoms liegen im vorderen Auge. Hier ist der Abfluss des Kammerwassers durch das Trabekelwerk (TM) und den Schlemm´schen Kanal (SC) behindert.³ Deshalb steigt bei vielen Patienten der Augeninnendruck stark an. Die konventionelle topische Behandlung mit Augentropfen bringt leider nicht immer den durchschlagenden Erfolg und greift nicht an der Ursache der Erkrankung an. Der Wachstumsfaktor Connective Tissue Growth Factor (CTGF) ist auf molekularer Ebene für die Pathologie des primären Offenwinkelglaukoms mitverantwortlich.4 So wird CTGF von TM und SC Zellen in erhöhter Menge ausgeschüttet. Deshalb ist das Ziel dieses Projekts, wichtige Funktionen von TM und SC Zellen wiederherzustellen und (i) ihre erhöhte CTGF Produktion zu unterbinden bzw. (ii) die intrazellulären Effekte von CTGF zu blockieren. Dieses Projekt erfolgt in Kooperation mit Prof. Dr. Rudolf Fuchshofer (Lehrstuhl für Humananatomie und Embryologie, Uni Regensburg).

(1) Braunger, B. M. et al. Eur J Pharm Biopharm 2015, 95, 173–181.
(2) Hons, Y.-C. T. B. et al. Ophthalmol 2014, 121, 2081–2090.
(3) Overby, D. R. et al. Exp Eye Res 2009, 88, 656–670.
(4) Junglas, B. et al. Am J Pathol 2012, 180, 2386–2403.
(5) Dillinger, A. E. et al. Small 2018, 14, 1803239–53.

Publikationen

Veröffentlichungen

Diese Liste stellt eine Auswahl aller Publikationen von Dr. Miriam Breunig dar (Artikel, Buchkapitel, Hochschulschriften und Patente ab 2008). Das vollständige Verzeichnis können Sie auf dem Publikationsserver der Universität abrufen.

Publikationsverzeichnis von Dr. Miriam Breunig

  1. Universität
  2. Chemie und Pharmazie

Pharmazeutische Technologie

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