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Doktorand*innen und Projekte

Derzeit (Stand SoSe 2020) umfasst das Promotionskolleg PUR 27 aktive Mitglieder aus den Fakultäten SLK und PKGG der Universität Regensburg. Im Folgenden eine Auswahl unserer Doktorand*innen und ihrer Promotionsprojekte:

Baier, Verena

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: Utopian Visions and Cold Warrior Dreams: Life Writings of the US-Nicaragua Solidarity Movement and Contra War, 1979-1991

Fach und Betreuer*in: American Studies, Prof. Dr. Volker Depkat

Abstract: Verena Baier's dissertation project investigates an instance in which US history became intimately intertwined with Nicaraguan history: the so-called US-Nicaragua solidarity movement and Contra War of the 1980s. It examines life writings by US Americans, such as peace activists, poets, faith-based organizations, or 'Cold Warriors,’ who traveled to Nicaragua during the 1980s for diverse ideological and socio-political motivations. Analyzing the debates on Nicaragua within the different temporal layers and production contexts of the life writings thus traces the continuing socio-political divisions and controversies of US society of the 1980s and beyond.


Bröker, Christina

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: The King’s Heart in Conflict. Describing Reactions to Resistance in 13th Century Englan

Fach und Betreuer*in: Mittelalterliche Geschichte, Prof. Dr. Hans-Henning Kortüm

Abstract: Christina Bröker's PhD thesis argues that – although emotional descriptions in chronicles were often part of a criticism of the ruler – they were specifically constructed, and the authors also wanted to create individual character images that corresponded to their ideas of the ruler. Therefore, concepts of individuality and criticism of rulers in the Middle Ages are combined with approaches to the history of emotions.


Cucit, Nicole

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: La Baracca e lo spazio letterario della libertà: giornali, lettere e memorie dell’internamento civile in Austria 1914-1920

Fach und Betreuer*in: Italienische Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft, Prof. Dr. Isabella von Treskow

Abstract: La Baracca ist eine Lagerzeitung, welche vom 19. August 1917 bis zum 10. November 1918 im Internierungslager Katzenau bei Linz herausgegeben wurde. Das Dissertationsvorhaben von Nicole Cucit soll konkret durch die vertiefte Auseinandersetzung mit dieser Lagerzeitung die Spezifizität des Konzepts von ,,Baracke“ untersuchen und die Frage beantworten, welche Bedeutung von diesem für den Ersten Weltkrieg charakteristischen Unterkunftstyp zur Haft für die Sicht auf die Internierung ausgeht, insofern hierzu italienische Literatur, d.h. neben der Zeitung auch Berichte, Erinnerungstexte, Tagebücher, Erzählungen oder Briefe, vorliegt.


Emig, Caroline

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: Leyb Kvitko: Sowjetisch-Jiddische Kinderlyrik und ihre Illustrationen zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Fach und Betreuer*in: Slavisch-Jüdische Studien, Prof. Dr. Sabine Koller


Finn-Hampel, Lisa

Arbeitstitel: Erinnerndes Schreiben zwischen Faschismus und Widerstand: eine literarische Analyse italienischer Autofiktion 

Fach und Betreuer*in: Romanische Philologie, Prof. Dr. Isabella von Treskow

Abstract: Das Dissertationsprojekt von Lisa Finn-Hampel analysiert die Narrativik der italienischen Autorinnen Luce D’Eramo (Deviazione, 1979) und Giovanna Zangrandi (Silenzio sotto l’erba, 2010), deren Gemeinsamkeit der Konversionsmoment von einer dem Faschismus zugeneigten Haltung hin zum Widerstand und das Festhalten ihrer Erinnerungen in retrospektiv erschienenen autofiktionalen Werken ist. Die literarische Verarbeitung dieses Wandels und das erinnernde Schreiben zwischen Akzeptanz, Duldung und Widerstand im faschistischen Kontext bilden den Schwerpunkt des Projektes. Es soll gezeigt werden, inwiefern die Autorinnen auf literarisch-ästhetischem Weg einen Umgang mit diffizilen Entscheidungen sowie angemessene Ausdrucksformen für die Dilemmata von Gewalt und Gegengewalt und für den Umgang mit der eigenen Schuld finden. Weitere Werke der Autorinnen sollen komparatistisch hinzugezogen werden.


Gotteswinter, Lena

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: The Diversification of the Hipster

Fach und Betreuer*in: American Studies, Prof. Dr. Udo J. Hebel

Abstract: Das Dissertationsprojekt von Lena Gotteswinter untersucht Manifestationen der kulturellen Figur des Hipsters des 21. Jahrhunderts in der performativen Synergie von Musik und Mode. Hierbei liegt der Fokus insbesondere auf dem kontroversen Begriff des „Blipsters,“ einem Portmanteau aus „Black“ und „Hipster.“ Es wird erforscht, inwiefern afroamerikanische Hipster das subkulturelle Potenzial, welches ursprünglich tief im Hipster-Habitus verankert war, jedoch in den letzten Dekaden als rückgängig angesehen wurde, erneut amplifizieren und zur sozialkritischen Selbstpositionierung nutzen.


Illan, Luis

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: Leistungsgewinn durch Unitarisierung? Entwicklungslinien des deutschen Föderalismus im Politikfeld Innere Sicherheit

Fach und Betreuer*in: Politikwissenschaft, Prof. Dr. Martin Sebaldt

Abstract: Die Organisation innerstaatlicher Sicherheitsgewährleistung in der Bundesrepublik Deutschland ist spätestens seit der Jahrtausendwende einem erhöhten Anpassungs- und Optimierungsdruck unterworfen. Dabei ergibt sich insgesamt der Eindruck, dass entsprechende Veränderungen zu einer Vereinheitlichung („Unitarisierung“) der Politikgestaltung im Bereich der Inneren Sicherheit führen, welcher ursprünglich jedoch als weitgehende Länderangelegenheit konzipiert war. Das geplante Dissertationsprojekt von Luis Illan untersucht Reichweite und Ursachen dieser vermeintlichen Tendenz zur Unitarisierung und geht der Frage nach, welche Effekte sich hieraus für die Leistungsfähigkeit des deutschen Föderalismus im Politikfeld Innere Sicherheit ergeben.


Martyniuk, Olha

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: Ukrainer in der Roten Armee: Darstellungen und Wahrnehmungen in der Ukraine seit 1991

Fach und Betreuer*in: Geschichte, Prof. Dr. Guido Hausmann

Abstract: Seit der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 steht der neue Staat vor dem Problem, die Geschichte der ukrainischen Sowjetrepublik neu interpretieren und in ein größeres Gesamtnarrativ der Ukraine integrieren zu müssen. In geschichtspolitischen Debatten tritt dies bei einigen kontroversen Themen zutage, wenn es etwa um die Rolle der Ukrainer in der Roten Armee, staatliche Feiertage oder die so genannte Entkommunisierung geht. Daraus ergeben sich für die historische Forschung die grundlegenden Fragen, wie die Ukrainer in der Roten Armee in der Sowjetukraine und nach 1991 dargestellt und wahrgenommen wurden, wie, in welchen politischen Konstellationen und warum sich ihr Bild änderte und schließlich, welche Folgen diese Änderungen für geschichtspolitischen Darstellungen, für die Erinnerungskultur und für die Gesellschaft hatten. Das Forschungsprojekt von Olha Martyniuk wird einen Perspektivwechsel weg von der normativen Ebene hin zur Praxis auf lokaler und regionaler Ebene vornehmen und analysiert die Schlüsselakteure der Darstellung und Wahrnehmung der Ukrainer in der Roten Armee nach 1991, namentlich lokale Behörden, lokale NGO-Vertreter*innen und Historiker*innen, kulturelle Institutionen und Medien.


Schmidt, Christina

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: La dynamique des langues dans un contexte urbain – Une étude sociolinguistique du plurilinguisme à Luxembourg-Ville (Sprachdynamiken im urbanen Kontext – Eine soziolinguistische Studie zur Mehrsprachigkeit in Luxemburg-Stadt)

Fach und Betreuer*in: Romanische Philologie (Französische Sprachwissenschaft), Prof. Dr. Ingrid Neumann-Holzschuh

Abstract: Das Dissertationsprojekt von Christina Schmidt, das im Themenbereich der urbanen Soziolinguistik angesiedelt ist, beschäftigt sich mit der Mehrsprachigkeit in Luxemburg-Stadt. Die Hauptstadt des gleichnamigen Großherzogtums ist der Sitz bedeutender EU-Institutionen und durch Grenzpendler sowie einen großen Anteil an nicht-autochthonen, mehrsprachigen Bevölkerungsgruppen geprägt. Es soll untersucht werden, wie die generellen Ausprägungen und aktuellen Entwicklungen der linguistischen Situation beschrieben werden können und welche Rollen nicht nur die drei Amtssprachen Luxemburgisch, Französisch und Deutsch, sondern auch das Portugiesische sowie das Englische dort übernehmen.


Schryro, Katharina

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: Gekommen, um zu bleiben? Migrations­- und Integrationserfahrungenspanischer Migrant*innen in Bayern im Kontext der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008

Fach und Betreuer*in: Romanische Philologie (Spanische Kulturwissenschaft), Prof. Dr. Ralf Junkerjürgen 


Schweiger, Corinna

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: Im Zeichen der Literatur – Intermedialität in den Filmen des Nuevo Cine Español und der Escuela de Barcelona

Fach und Betreuer*in: Spanische Literatur-/Filmwissenschaft, Prof. Dr. Jochen Mecke

Abstract: Die Filme des Nuevo Cine Español und der Escuela de Barcelona aus den 60er Jahren in Spanien, stehen hier im ‚Zeichen der Literatur‘. Sie werden unter der neuen Perspektive der Intermedialität auf ihre Literarizität hin untersucht, wurden sie bisher doch lediglich unter allgemeinen ästhetischen, politischen und filmhistorischen Fragen analysiert. In Corinna Schweigers Projekt stehen nun allerdings Übertragungen literarischer Tendenzen auf die Filme aus dem sozialen Realismus, der Avantgarde-Literatur und dem Symbolismus sowie die Anwendung literarischer Strukturen und filmische Literaturadaptationen im Fokus, wie auch deren Wirkungsweisen für Regisseur und Zuschauer.


Strömel, Sarah Rebecca

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: Tocqueville und der Individualismus in der Demokratie

Fach und Betreuer*in: Politikwissenschaft (Politische Philosophie und Ideengeschichte), Prof. Dr. Dr. Karlfriedrich Herb (Universität Regensburg) und Prof. Dr. Dr. Manfred Brocker (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)

Abstract: Das Promotionsprojekt von Sarah Strömel widmet sich dem Phänomen des Individualismus bei Alexis de Tocqueville. Dabei wird sowohl eine textimmanente Analyse des Individualismus bei Tocqueville geleistet als auch eine Abgrenzung zu anderen Individualismus-Theorien aus Politikwissenschaft, Psychologie und Soziologie vorgenommen. Zusätzlich werden autobiographische Bezüge zu Tocqueville hergestellt, um das Phänomen des Individualismus möglichst umfänglich und differenziert zu beleuchten. Die Dissertation versteht sich damit sowohl als Beitrag für die Tocqueville-Forschung als auch als Ergänzung zur interdisziplinären Individualismus-Debatte.


Tolotto, Sandra

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: Das Verhältnis von Literatur und Politik im Werk von Alexander Moritz Frey

Fach und Betreuer*in: Deutsche Philologie/ Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Prof. Dr. Jürgen Daiber


West, Tina

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: Das Verhältnis zwischen Evidentialität und epistemischer Modalität - Eine typologische Untersuchung

Fach und Betreuer*in: Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft, Prof. Dr. Johannes Helmbrecht

Abstract: Die Dissertation von Tina West untersucht den sprachübergreifenden Zusammenhangzwischen Evidentialität und epistemischer Modalität. In der Linguistik versteht man unter Evidentialität die Angabe der Quelle, aus der ein Sprecher das Wissen über den in seiner Äußerung beschriebenen Sachverhalt bezieht. Als epistemische Modalität hingegen bezeichnet man eine Wertung seitens des Sprechers bezüglich der Wahrscheinlichkeit, dass der von ihm geäußerte Sachverhalt wahr ist. In bestehenden Forschungsarbeiten gibt es bis heute widerstreitende Hypothesen zum Verhältnis zwischen Evidentialität und epistemischer Modalität. Im Rahmen dieser Arbeit soll herausgefunden werden, ob eine universelle Relation zwischen den beiden Kategorien besteht.


Alumni des PUR

Donnarieix, Anne-Sophie

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: Réenchanter le monde? Formes et enjeux de surnaturel dans le roman français contemporain (Antoine Volodine, Sylvie Germain, Alain Fleischer, Marie NDiaye, Christian Garcin)

Fach und Betreuer*in: Romanische Philologie, Prof. Dr. Jochen Mecke

Abstract: Die Dissertation von Anne-Sophie Donnarieix erforscht die Neuverwendung des Übernatürlichen und des Irrationalen im französischen Roman seit den 1980er Jahren. Abseits einer bereits vielfach erkundeten neo-realistischen Wende deutet die Inszenierung von magisch, gespenstisch und schamanistisch geprägten Imaginären bei den untersuchten AutorInnen im Gegenteil auf eine gewisse Krise des rationalistischen Denkmodells hin und schlägt andere literarische Wege vor, um den geschichtlichen Traumata des 20. Jahrhunderts und den neuen Ängsten des beginnenden Jahrhunderts alternative, unheimlichere Darstellungsformen zu verleihen.

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Henkel, Theresa

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: Carl Banck und die Musikkritik in Dresden von 1846–1889

Fach und Betreuer*in: Historische Musikwissenschaft, Prof. Dr. Katelijne Schiltz

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Hock, Jonas

Arbeitstitel des Dissertationsprojekts: Bekenntnis und Ambiguität - Pierre Klossowskis La vocation suspendue zwischen Renouveau Catholique und Nouveau Roman

Fach und Betreuer*in: Romanische Philologie, Prof. Dr. Isabella von Treskow

Abstract: Die Dissertation von Jonas Hock untersucht das Frühwerk des als Vordenker und Vertreter des französischen ‚Poststrukturalismus‘ bekannten Autors, Zeichners, Übersetzers und Intellektuellen Pierre Klossowski. Ausgehend von der Rekonstruktion des Entstehungskontextes und einer minutiösen Textanalyse seines Erstlings La vocation suspendue wird die werkbiographische sowie literaturhistorische Sonderstellung des Romans dargelegt. Er verkörpert und veranschaulicht exemplarisch die Spannung zwischen Bekenntnis (als Sichbekennen zu einem Glauben und autobiographisches Geständnis) und Ambiguität (als Mehrdeutigkeit der Zeichen und Undeutlichkeit des Bezeichneten). Die eigenwillige Position, die Klossowski sich mit seinem ersten Roman erarbeitet, wird zum Ausgangspunkt für sein gesamtes weiteres Werk – von der Trilogie der Lois de l’hospitalité bis zu seinen Arbeiten über Sade und Nietzsche.



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