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Tagungsort

Regensburg - Weltkulturerbe

(Orphee_RTG_Clemens_Mayer)


Liebe Tagungsgäste,

wir freuen uns, Sie zumindest virtuell auf der GFD-Tagung an der Universität Regensburg begrüßen zu dürfen. Regensburg liegt an den Flussmündungen von Naab und Regen in die Donau und ist mit ca. 150000 Einwohnern die größte und bedeutendste Stadt des Regierungsbezirks Oberpfalz.


Die Universität Regensburg
Mit etwas über 20.000 Studierenden, 270 Professoren und über 2500 Mitarbeitern ist sie die größte und leistungsstärkste Hochschule in Ostbayern. Eine zentrale Besonderheit der Universität Regensburg ist der Charakter der räumlichen Nähe. Die Errichtung der Universität auf einem geschlossenen Campus in direkter Nachbarschaft zum Universitätsklinikum und der Hochschule Regensburg, sowie zwischen der historischen Altstadt und großen Wirtschaftsunternehmen, zeichnet die UR aus.
Die Universität Regensburg wurde 2013 als regionales Vorbild für eine familienbewusste Arbeitswelt als Best-Practice-Unternehmen Oberpfalz mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. Die UR verfügt als Volluniversität über ein breites Fächerspektrum und überzeugt zugleich durch ihre gute Betreuungsrelation sowie eine exzellente Infrastruktur. Mitte des 20. Jahrhunderts zunächst als regionale Universität geplant, hat sie sich im neuen Jahrtausend zu einem renommierten, international ausgerichteten Zentrum für Forschung und Lehre u. a. mit den Schwerpunkten Jura, Medizin, Naturwissenschaften, Ost-West-Beziehungen und Lehrerbildung entwickelt.

Geschichte
Die Universität Regensburg wurde 1962 als vierte bayerische Landesuniversität per Beschluss des Bayerischen Landtags gegründet und von Beginn an als Volluniversität auf einem modernen Campus am südlichen Rand der Regensburger Altstadt geplant. Der Aufbau der Universität begann Mitte der 1960er Jahre: Bereits im April 1964 nahm die Bibliothek ihre Arbeit auf; Im November 1965 wurde der Grundstein für das Sammelgebäude gelegt; Schließlich trat 1967 die vorläufige Satzung der Universität Regensburg in Kraft. Im Wintersemester 1968/1969 kamen die Naturwissenschaften dazu und im Sommer 1972 wurde die Pädagogische Hochschule Regensburg in die Universität integriert. Zunächst eher regional ausgerichtet für etwa 6.000 Studierende geplant, wurde vorsorgend auch einer späteren Ausweitung Rechnung getragen. Die Entlastung der großen Münchner Universitäten war ein zentrales Ziel, wobei sich die Universität Regensburg in den letzten Jahrzehnten zu einem international renommierten Zentrum für Forschung und Lehre entwickelt hat. Auch im neuen Jahrtausend wird die Erweiterung des Campus fortgesetzt.
 
Ost-West-Schwerpunkt an der Universität Regensburg
Mit ihrem Standort im Zentrum Europas und gemäß dem Gründungsauftrag versteht sich die Universität Regensburg als Brücke zwischen Ost und West. Einrichtungen wie das Europaeum und zahlreiche Partnerschaften mit mittel- und osteuropäischen Hochschulen sind Ausdruck dieses Selbstverständnisses. In besonderer Weise wird das auch durch das An-Institut der UR, dem Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) vor Ort vertreten. Seit Januar 2017 ist das IOS als eine eigenständige Einrichtung in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen worden. Auch die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien gemeinsam mit der LMU München sorgt für optimale Rahmenbedingungen für exzellente Promotionsprojekte über Themen zum östlichen und südöstlichen Europa. Eine Besonderheit wird dabei die Erforschung der Beziehungen und Verflechtungen Ost- und Südosteuropas mit anderen Weltregionen sein.

Studium
Im Sommersemester 2019 studierten über 20.000  junge Menschen  an der Universität Regensburg. Das Spektrum der zahlreichen Studiengänge der UR reicht von Advanced Synthesis and Catalysis bis Zahnmedizin. Besonderes Anliegen der Universität Regensburg ist die Lehrerbildung. Über 4000 Studierende des Lehramts für Grund-, Mittel-, Realschule sowie für das Gymnasium werden derzeit an der UR ausgebildet.
 
Wissenschaft und Forschung
Vier DFG-Sonderforschungsbereiche und sieben DFG-Graduiertenkollegs und eine Graduiertenschule, wie auch acht DFG-Forschergruppen zeugen von der innovativen Forschungseinrichtung und sind ebenso wie Elitestudiengänge und Honor-Programme fester Bestandteil der UR. Besondere Aufmerksamkeit erfährt auch das Projekt KOLEG (Kooperative Lehrerbildung gestalten). Mit ihrem Konzept war die Universität Regensburg in der ersten Runde der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ erfolgreich. KOLEG verfolgt das Ziel, Regensburg zu einem Ort zukunftsweisender, empirischer fundierter Lehrerbildung auszubauen.


Die Stadt Regensburg
Die besondere Attraktivität der Universität beruht unter anderem auf der Anziehungskraft der Stadt Regensburg. 2006 wurde die Altstadt mit dem nördlich gelegenen Stadtamhof in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen, unter anderem wegen des hervorragend erhaltenen mittelalterlichen Stadtbildes und der bedeutungsvollen Historie der Stadt als zentraler Ort in Europa an wichtigen kontinentalen Fernhandelsrouten. Die wichtigen politischen, wirtschaftlichen und religiösen Entwicklungen des hohen Mittelalters werden in keiner anderen mitteleuropäischen Stadt so authentisch und in so gut erhaltenem Baubestand beispielhaft deutlich.
Das lebendige, junge Stadtleben in vielen kleinen Restaurants und Bars gemischt mit der historischen Kulisse ist einzigartig. Die rund 2000-jährige Geschichte Regensburgs ist an zahlreichen historischen Gebäuden sichtbar und zeugt von der europäischen Dimension der Stadt. Noch heute wird die Altstadt in einer besonderen Weise mit Leben erfüllt, vor allem in den vielen kleinen, teils ausgefallenen Geschäften.
Bemerkenswert ist die Verankerung der Universität im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben, nahe der Hochschule, der Altstadt und zahlreicher namhafter Industrie- und Technologieunternehmen wie BMW, Continental, Krones oder Osram.

Geschichte der Stadt Regensburg
179 n.Chr. wurde Regensburg als römisches Legionslager Castra Regina („Lager am Regen“) im Auftrag von Kaiser Marc Aurel gegründet. Im Lager war die III. Italienische Legion mit ca. 6.000 Soldaten stationiert. Fast 500 Jahre später wurde Regensburg als „Reganespurc“ Herzogsresidenz der Agilolfinger und die erste bayerische Hauptstadt. Kurz darauf kam es zur Gründung des Bistums Regensburg. Der letzte Agilolfinger Tassilo III. wurde von Karl dem Großen abgesetzt. Dieser lud erstmals zu einer Reichsversammlung nach Regensburg ein. Obwohl Regensburg die Funktion als Residenzstadt um 1000 an Bamberg verloren hat, bleibt sie von großer Bedeutung. In den folgenden Jahrhunderten wurde Regensburg durch den Fernhandel eine der reichsten und größten Städte Deutschlands. Der Wohlstand wurde auch durch den Bau der Steinernen Brücke im 12. Jahrhundert gesichert, welche kontinuierlichen Handel zwischen Nord-  und Süd-, sowie West- und Osteuropa unabhängig vom Wasserstand der Donau ermöglichte. Die Turbulenzen der folgenden Jahrhunderte durch Kriege und Verlagerung der Handelsrouten mündete in einen schleichenden Bedeutungsverlust und schließlich in die Abtretung des zwischenzeitlich gegründeten geistlichen Fürstentums an das Königreich Bayern 1810. Nach dem 2. Weltkrieg werden Regensburg zur Großstadt und die im Krieg weitestgehend verschonte Altstadt 2006 zum Weltkulturerbe.

Sehenswürdigkeiten

Neben der allgemein sehr sehenswerten Altstadt sollen die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten hier kurz aufgeführt werden:

Der Dom St. Peter

Tatsächlich ist der Regensburger Dom die einzige gotische Kathedrale in Bayern und zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Epoche. Mit dem Bau des heute erhaltenen Baukörpers wurde 1273 begonnen und der Dom 1870/1872 nach 600 Jahren Bauzeit vollendet. Durch die erhöhte Lage sind die beiden 105 m hohen Türme des Doms weithin sichtbar. Besonders eindrucksvoll sind die aus dem 13./14. Jahrhundert stammenden farbenprächtigen Glasfenster. Der Kreuzgang sticht durch das gotische Kreuzrippengewölbe aus dem 15. Jahrhundert hervor. Er war einst Begräbnisstätte Regensburger Domherren und Bürger.

Die Steinerne Brücke

Auf keinen Fall sollte bei einem Besuch in Regensburg das Meisterwerk der mittelalterlichen Baukunst in Deutschland – Die Steinerne Brücke – ausgelassen werden. Neben dem Dom St. Peter kann sie sicherlich als das bedeutendste Wahrzeichen der Stadt bezeichnet werden und war ein Grund für die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste.
Die Steinerne Brücke verbindet den altbaierischen Stadtteil Stadtamhof im Norden mit der Regensburger Altstadt im Süden. Dass sie zudem in nur elf Jahren, vermutlich von 1135-1146, erbaut wurde, macht sie zu einem Weltwunder des Mittelalters. Die Bedeutung der Steinernen Brücke wird deutlich, wenn man bedenkt, dass sie nahezu 800 Jahre lang bis fast Mitte des 20. Jahrhunderts die einzige Brücke war, die zuverlässig den Übergang über die Donau im weiten Umkreis Regensburgs sicherstellte. Von den drei Brücktürmen steht heute nur noch einer, der einen hervorragenden Blick über die Stadt und die 300 Meter breite Donau ermöglicht. Das Wunder mittelalterlicher Ingenieurskunst, das zum Vorbild der berühmten Prager Karlsbrücke wurde, ist mittlerweile für den Verkehr gesperrt.

Der Goldene Turm

Der aus dem 13. Jahrhundert stammende, sogenannte Geschlechterturm einer reichen Patrizierfamilie wurde als Statussymbol errichtet. Die Höhe des Turms gab Auskunft über die Bedeutung der Familie. Der neunstöckige Wohnturm ragt mit seinen 50 Metern weit über die Dächer der Altstadt hinaus. Der beeindruckende Innenhof ist geöffnet und kann jederzeit durch zwei Zugänge besichtigt werden.

Das Alte Rathaus

Der ebenfalls imposante Turm des Alten Rathauses fällt dem Betrachter schon von Weitem ins Auge. Ebenfalls im 13. Jahrhundert erbaut, entstand das Alte Rathaus am zentralen Markt und nimmt den ersten Platz unter den Profanbauten in Regensburg ein. Heute, nach vielfältigen Zubauten und Umbauten, kann ein dreiteiliger Gebäudekomplex aus Rathausturm und anschließendem Palais, sowie dem gotischen Reichssaalbau und dem Barock-Rathaus besichtigt werden. Im leuchtend gelben Gebäudeteil des Alten Rathauses fanden ab 1594 die vom Kaiser einberufenen Reichsversammlungen statt. Von 1663 bis 1806 tagte dort der „Immerwährende Reichstag“ im ehemaligen Tanzsaal aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die bekannten deutschen Redewendungen „etwas auf die lange Bank schieben“ und „am grünen Tisch sitzen“ entstanden angeblich hier. Auch das Alte Rathaus kann täglich im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Die abendliche Altstadt

Jung und Alt wird der Besuch in einer der vielen Restaurants, Kneipen und Biergärten in Regensburg sicherlich gefallen. Dazu reicht ein Gang über den Haidplatz oder über die Gesandtenstraße, welche das westliche mit dem östlichen Ende der Altstadt miteinander verbindet.
Wer es typisch Bayerisch mag, für den lohnt sich ein Besuch im Kneitinger am Arnulfsplatz, im Brauhaus am Schloss, oder im Weltenburger am Dom und in Stadtamhof. Urige Biergärten finden sich sowohl direkt in der Stadt am Neupfarrplatz (Hacker Pschorr) als auch zwischen Uni und Bahnhof (Kneitinger Keller) und nördlich der Donau in der Nähe der Steinernen Brücke (Alte Linde & Spitalgarten).
Studierende und Junggebliebene treffen sich bei schönem Wetter am Bismarckplatz am westlichen Ende der Fußgängerzone oder direkt am Donauufer an der Steinernen Brücke. Von dort ist es auch nicht weit zur abendlichen Live Music im Irish Harp. Ein sündhaft teures und außergewöhnlich leckeres Mitbringsel sind die am Rathausplatz im Café Prinzess erhältlichen Pralinen.

(Informationen freundlicherweise von Prof. Dr. Oliver Tepner - Didaktik der Chemie-  zusammengestellt)


  1. Fakultät für Physik
  2. Lehrstuhl Didaktik der Physik

Örtliche Tagungsleitung

Lehrstuhl Physikdidaktik

Prof. Dr. Karsten Rincke
0941/943-5035
Dr. Christian Maurer
0941/943-2139

Phyview

Tagung zusätzlich unterstützt vom Regensburger Universitätszentrum für Lehrerbildung RUL